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Entwicklungsprogramme


Spanien

Operationelles Programm 'Extremadura'

Programm vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Ziels 'Konvergenz' kofinanziertes Programm

Die Europäische Kommission billigte am 28. November 2007 ein regionales operationelles Programm für Extremadura in Spanien für den Förderzeitraum 2007-2013. Das Gesamtbudget des operationellen Regionalprogramms im Rahmen des Ziels „Konvergenz“ beläuft sich auf rund 2,3 Mrd. EUR. Der Gemeinschaftsbeitrag über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) beträgt 1,6 Mrd. EUR und macht etwa 4,5 % der gesamten EU-Fördermittel für Spanien im Rahmen der Kohäsionspolitik 2007-2013 aus.

1. Zweck und Ziel des Programms

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Das Programm zielt auf eine Steigerung des Wirtschaftswachstums in der Region ab, sodass die Höhe des BIP pro Kopf und die Beschäftigung sich an die am weitesten entwickelten Regionen der Union angleichen und dadurch der wirtschaftliche Konvergenzprozess gefördert wird. Zudem sollen die Vorteile der sozioökonomischen Entwicklung allen Gebieten und Bürgern der Region zugutekommen und ein hohes Maß an Kohäsion innerhalb der Region Extremadura erreicht werden.

Darüber hinaus trägt das Programm durch Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE), die Förderung der Beteiligung des privaten Sektors und die Stärkung der Wirksamkeit des regionalen Wissenschafts- und Technologiesystems zu einer Steigerung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit bei. Des Weiteren werden die Nutzung und Entwicklung von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) gefördert, die für die wissensbasierte Wirtschaft von grundlegender Bedeutung ist.

Die Aktivitäten werden an frühere Bemühungen zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur, Interoperabilität und Verkehrsanbindung anknüpfen. Außerdem trägt das Programm im Rahmen eines nachhaltigen Entwicklungsmodells zur Erhaltung des Ökosystems und der ökologischen Vielfalt sowie zur Optimierung der Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen, insbesondere Wasserressourcen und Abfallbehandlung, bei.

Es umfasst Bemühungen für eine stärkere soziale Integration, die Verringerung der Gefährdung der von Ausgrenzung bedrohten Bevölkerungsgruppen und die Förderung von lokaler und ländlicher Entwicklung.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Bis zum Jahr 2013 werden ein Anstieg des BIP auf 84,5 % des Durchschnitts der 27 Mitgliedstaaten der Gemeinschaft und eine Produktivitätssteigerung um ein Drittel erwartet. Zudem soll das operationelle Programm zur Schaffung von etwa 15 700 Arbeitsplätzen, der Verringerung der Arbeitslosenquote um 0,3 % und der Mobilisierung privater Investitionen in Höhe von mehr als 1,7 Mrd. EUR beitragen. Die kombinierten Auswirkungen des Programms könnten zu einem Anstieg des Bruttoregionalprodukts um 0,4 % führen.

3. Prioritätsachsen

Das operationelle Programm umfasst folgende Prioritätsachsen:

Prioritätsachse 1: Entwicklung der wissensbasierten Wirtschaft (FuEuI: Informationsgesellschaft und IKT) [etwa 5,4 % der Gesamtmittel]

Die wichtigsten Ziele im Rahmen dieser Prioritätsachse sind:

  • Beitrag zu einer Steigerung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit durch höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung (Förderung der Beteiligung des privaten Sektors)
  • Stärkung der Wirksamkeit des regionalen Wissenschafts- und Technologiesystems
  • Förderung der Nutzung und Entwicklung von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) als Grundpfeiler der wissensbasierten Wirtschaft.

Das strategische Konzept beruht auf folgenden Faktoren:

  • Kumulierte finanzielle Förderung von Investitionen in die Entwicklung von Humanressourcen
  • Förderung von Weiterbildung, Mobilität und kontinuierlichem Lernen für Forscher im Bereich Forschung und Innovation
  • Erhöhung der Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE)
  • Förderung einer stärkeren Beteiligung des privaten Sektors an den Prozessen der technologischen Innovationen
  • Unterstützung von Innovationen in den traditionellen Sektoren der Region, in denen Extremadura über komparative Vorteile verfügt
  • Entwicklung neuer Infrastrukturen, insbesondere Technologieparks, sodass moderne Dienstleistungen für Unternehmen angeboten werden
  • Gewährleistung einer intensiven Nutzung von IKT bei öffentlichen Dienstleistungen, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und der Bevölkerung.

Prioritätsachse 2: Unternehmerische Initiative und Innovation [etwa 18,1 % der Gesamtmittel]

Durch diese Prioritätsachse sollen vorwiegend bestehende wettbewerbsfähige Unternehmen geschützt und günstige Bedingungen für ihr Wachstum sowie für Unternehmensgründungen und Neuansiedlungen geschaffen werden.

Das strategische Konzept beruht auf folgenden Faktoren:

  • Kumulierte finanzielle Förderung von Investitionen und die Förderung von Wirtschaftswachstum und Wettbewerbsfähigkeit in der Region Extremadura durch die Unterstützung des Wandels vom traditionellen Agrarsektor zu industriellen Tätigkeiten mit höherem Mehrwert
  • Förderung von Unternehmenskompetenz
  • Einbeziehung immaterieller Elemente als Faktoren der Wettbewerbsfähigkeit (z. B. Qualitäts- und Managementsystem, Corporate Image und Design)
  • Modernisierung von Unternehmen in traditionellen Sektoren
  • Förderung der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen
  • Schaffung von Unternehmensnetzwerken.

Prioritätsachse 3: Umwelt, Natur, Wasserressourcen und Risikoprävention [etwa 26,7 % der Gesamtmittel]

Die strategischen Ziele umfassen den Schutz und die Erhaltung der biologischen Vielfalt, die Verbesserung von Wasserinfrastrukturen und Abfallbewirtschaftung, Schutzmaßnahmen und Bekämpfung von Umweltverschmutzung.

Des Weiteren werden im Rahmen des Programms folgende Ziele verfolgt:

  • Erhaltung des Naturerbes, Einrichtung von Naturschutzgebieten und Konsolidierung der Schutzgebiete in Extremadura, insbesondere der im NATURA-2000-Netz enthaltenen Gebiete
  • Konzipierung von Modellen für die Bewirtschaftung forstwirtschaftlicher Ressourcen und die Wiederaufforstung geschädigter Gebiete
  • Gewährleistung einer nachhaltigen Verwendung natürlicher Ressourcen
  • Ausreichende Versorgung mit hochwertigem Wasser für den Bedarf der Bevölkerung und unternehmerische Aktivitäten (Wasserversorgung und Abwasserbehandlung)
  • Verhinderung der Entstehung von Abfall, Förderung der Wiederverwendung und Recycling.

Prioritätsachse 4: Verkehr und Energie [etwa 30,5 % der Gesamtmittel]

Die besonderen Ziele im Rahmen dieser Prioritätsachse sind:

  • Ausbau der Verkehrsinfrastruktur für eine Verbesserung der Verkehrsströme über das Straßennetz und Anbindung der Region Extremadura an das nationale Verkehrsnetz
  • Förderung und Verbesserung des Verkehrsnetzes mit Nachbargebieten
  • Verbesserung der Verkehrsanbindung innerhalb der Region
  • Förderung von Energieeffizienz und der Verwendung erneuerbarer Energiequellen, insbesondere Sonnenenergie, thermische Energie, Fotovoltaik, Biomasse und Windenergie).

Prioritätsachse 5: Nachhaltige Kommunal- und Stadtentwicklung [etwa 11,7 % der Gesamtmittel]

Die wichtigste Zielsetzung im Rahmen dieser Prioritätsachse besteht in der Durchführung integrierter städtischer Projekte in Städten Extremaduras und der Erhaltung ihres historischen, kunsthistorischen, Natur- und Kulturerbes.

Weitere Ziele des Programms:

  • Diversifizierung des Tourismus (Ökotourismus, Jagd, Bildung, usw.) und Verbesserung der Qualität der Tourismuseinrichtungen und -dienstleistungen
  • Stärkung der Städte als moderne Standorte für die wirtschaftliche Entwicklung
  • Förderung der Erhaltung des historischen, kunsthistorischen, Natur- und Kulturerbes der Städte Extremaduras
  • Förderung der sozioökonomischen Forschung für eine Verbesserung der Erhaltung und Verwaltung des Erbes.

Prioritätsachse 6: Soziale Infrastrukturen [etwa 7,5 % der Gesamtmittel]

Die strategischen Ziele sind die Gewährleistung des Zugangs zu Bildung und Gesundheitssystemen sowie der Ausbau der sozialen Infrastrukturen und Dienstleistungen für alle Mitglieder der Gesellschaft.

Das Programm zielt auf eine Verbesserung der Netzwerke von Bildungszentren, die Erneuerung und Verbesserung bestehender Einrichtungen, den Ausbau der Gesundheitseinrichtungen und -ausstattung sowie die Konsolidierung der Netzwerke der sozialen Dienste in Extremadura und ihre Zugänglichkeit für alle Mitglieder der Gesellschaft ab.

Prioritätsachse 7: Technische Hilfe [etwa 0,1 % der Gesamtmittel]

Es sind Finanzmittel für die technische Hilfe bei der Durchführung des Programms vorgesehen. Dies umfasst die Bereiche Vorbereitung, Verwaltung, Überwachung, Bewertung, Information und Kommunikation, Studien, Evaluierung und Monitoring.

4. Verwaltungsbehörde

Ministerio de Economìa y Hacienda - Madrid, España
Dirección General de Fondos Comunitarios, Subdirección General de Administración del FEDER
Paseo de la Castellana, 162
E-28071 Madrid
Subdirector General de Administración del FEDER
Anatolio, Alonso Pardo
Tel.: +34 91 5835223
Fax.: +34 91 5835290
E-mail.: aalonsop@sgpg.meh.es
Web: Ministerium für Wirtschaft und Finanzen
Web: DGFC: Subdirección General de Certificación y Pagos

Sach- und Finanzdaten

Titel : Operationelles Programm 'Extremadura'

Interventionsform : Operationelles Programm

CCI : 2007ES161PO006

Nr. der Entscheidung : C/2007/5928

Datum der endgültigen Annahme : 2007-11-28

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse
Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Entwicklung der wissensbasierten Wirtschaft (Informationsgesellschaft und IKT) 97 758 537 24 439 645 122 198 182
Unternehmerische Initiative und Innovation 286 583 659 122 821 564 409 405 223
Umwelt, Natur, Wasserressourcen und Risikoprävention 423 856 251 181 652 677 605 508 928
Verkehr und Energie 450 211 311 240 561 588 690 772 899
Nachhaltige Kommunal- und Stadtentwicklung 185 156 279 79 352 692 264 508 971
Soziale Infrastrukturen 135 346 434 33 836 610 169 183 044
Technische Hilfe 1 275 438 318 860 1 594 298
Gesamtausgaben 1 580 187 909 682 983 636 2 263 171 545
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