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Entwicklungsprogramme


Tschechische Republik, Polen

Operationelles Programm 'Polen - Tschechische Republik'

Vom Europäischen Fonds für die regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes Programm im Rahmen des Ziels 'Europäische territoriale Zusammenarbeit'

Am 11. Dezember 2007 billigte die Europäische Kommission ein operationelles Programm für die grenzübergreifende Zusammenarbeit zwischen der Tschechischen Republik und Polen für den Zeitraum 2007-2013. Das Programm sieht die Bereitstellung von Fördermitteln der Gemeinschaft aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für bestimmte tschechische und polnische Regionen an der gemeinsamen Grenze vor. Dabei handelt es sich um die tschechischen Regionen Liberecký kraj, Královéhradecký kraj, Pardubický kraj, Olomoucký kraj und Moravskoslezský kraj und die polnischen Regionen Jeleniogórsko, Wałbrzyski, Opolski, Nyski, Rybnicki, und Bielski.

Das operationelle Programm fällt unter das Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ und verfügt über einen Gesamtetat von rund 259 Mio. EUR. Die Gemeinschaft stellt aus dem EFRE rund 220 Mio. EUR bereit. Dies entspricht etwa 2,5 % der gesamten EU-Fördermittel, die im Rahmen der Kohäsionspolitik im Zeitraum 2007-2013 für das Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ vorgesehen sind.

1. Zweck und Ziel des Programms

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Beschäftigungs- und Produktionsniveau sind in den letzten Jahren in der Region aufgrund der Umstrukturierung in der Schwerindustrie und in der Landwirtschaft gesunken. Hingegen ist der Beitrag des Dienstleistungssektors zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) gestiegen und in dem Sektor wurde eine beträchtliche Zahl von Arbeitsplätzen geschaffen. Auch der Tourismus bietet ein aussichtsreiches Potenzial, und den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit ihrer breiten, dynamischen Basis, kommt bei der Schaffung von Arbeitsplätzen und mit ihrem Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung und sozialen Stabilität eine wichtige Rolle zu. Was die Innovation angeht, so sind die grundlegenden Voraussetzungen gegeben, doch werden ausländische Finanzierungsquellen bislang noch kaum in Anspruch genommen und Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen sind nur unzureichend in internationale Kooperationsnetze eingebunden.

Ziel des Programms ist es daher, auf diese zentralen Themen einzugehen und die Hindernisse abzubauen, die die Wettbewerbsfähigkeit des Grenzgebiets beeinträchtigen und seiner Integration aus wirtschaftlicher und sozialer Sicht im Wege stehen. Außerdem wird mit dem Programm eine Steigerung der Attraktivität des grenzübergreifenden Gebiets für lokale und externe Investoren, Einwohner und Besucher angestrebt.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Von dem Programm erwartet man sich eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und KMU sowie den vermehrten Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) und ein besseres Angebot an Unterstützungsdienstleistungen für KMU. Weiter sollen durch die Investitionen Verbesserungen in den Systemen der allgemeinen und beruflichen Bildung herbeigeführt und die Anpassungsfähigkeit der Arbeitnehmer verbessert werden. Zu den weiteren erwarteten Wirkungen zählen die Verbesserung der Straßenverbindungen in dem Gebiet, die Verbesserung von Risikopräventions- und Naturschutzmaßnahmen sowie eine signifikante Entwicklung des Tourismus.

3. Prioritäten

Das operationelle Programm gliedert sich in folgende Prioritätsachsen:

Prioritätsachse 1: Stärkung der Zugangsmöglichkeiten, des Umweltschutzes und der Risikovorbeugung [ca. 32 % der Gesamtförderung]

Ziel dieser Prioritätsachse ist die Verbesserung von Infrastruktur, Verkehrsdienstleistungsangebot, Sicherheit und Umweltqualität im tschechisch-polnischen Grenzgebiet.

Prioritätsachse 2: Verbesserung bei der Entwicklung von Tourismus und wirtschaftlichem Umfeld [ca. 36 % der Gesamtförderung]

Ziel dieser Prioritätsachse ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im tschechisch-polnischen Grenzgebiet zu steigern, den Tourismus auszubauen und Kenntnisse und Fertigkeiten der Einwohner zu verbessern.

Prioritätsachse 3: Unterstützung der Zusammenarbeit zwischen örtlichen Einheiten [ca. 26 % der Gesamtförderung]

Ziel dieser Prioritätsachse ist es, die grenzübergreifenden Beziehungen zwischen den Anbietern von öffentlichen Dienstleistungen und zwischen den Bürgern weiter auszubauen und durch die Förderung der Aktivitäten lokaler Akteure die Entwicklung des Gebiets auf der Ebene der Bürger und Institutionen voranzutreiben.

Prioritätsachse 4: Technische Hilfe [ca. 6 % der Gesamtförderung]

Diese Prioritätsachse beinhaltet die Verwaltung des Programms einschließlich Informations- und Kommunikationsaktivitäten.

4. Verwaltungsbehörde

Ministry for Regional Development
Department of European Territorial Cooperation
Staroměstské náměstí 6
CZ-110 15 Praha 1
Jiří, Horáček
Tel.: +420 224 861 398
Fax.: +420 234 154 007
E-mail.: horjir@mmr.cz

Sach- und Finanzdaten

Titel : Operationelles Programm 'Polen - Tschechische Republik'

Interventionsform : Operationelles Programm

CCI : 2007CB163PO025

Nr. der Entscheidung : C/2007/6066

Datum der endgültigen Annahme : 2007-12-11

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse
Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Stärkung der Zugangsmöglichkeiten, des Umweltschutzes und der Risikovorbeugung 81 626 990 14 404 763 96 031 753
Verbesserung bei der Entwicklung von Tourismus und wirtschaftlichem Umfeld 69 605 364 12 283 302 81 888 666
Unterstützung der Zusammenarbeit zwischen örtlichen Einheiten 55 059 430 9 716 370 64 775 800
Technische Hilfe 13 167 560 2 323 688 15 491 248
Gesamtausgaben 219 459 344 38 728 123 258 187 467
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