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Entwicklungsprogramme


Irland, Vereinigte Königreich

Operationelles Programm 'Vereinigtes Königreich - Irland' - (PEACE III)

Programm Vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziertes operationelles Programm

Am 6. November 2007 billigte die Europäische Kommission ein Programm zur europäischen territorialen Zusammenarbeit für Nordirland und die Grenzregionen von Irland (Louth, Monaghan, Cavan, Leitrim, Sligo und Donegal) für den Zeitraum 2007-2013. Das operationelle Programm „Frieden und Versöhnung (PEACE III)“ fällt unter das Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ und verfügt über einen Gesamtetat von rund 333 Mio. EUR. Die Gemeinschaft stellt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 225 Mio. EUR bereit.

1. Ziel und Zweck des Programms

1996

Bei dem Programm handelt es sich um ein spezifisches Programm im Rahmen des EU-Strukturfonds, das auf die Stärkung einer friedvollen und stabilen Gesellschaft abzielt, indem der Versöhnungsprozess zwischen Nordirland und der irischen Grenzregion vorangebracht wird. Das Programm wird die soziale und die wirtschaftliche Stabilität in der Region fördern, indem es Maßnahmen unterstützt, die den Zusammenhalt zwischen den Gemeinden in den betroffenen Gebieten stärken. Das Programm wird Nordirland und die irische Grenzregion unterstützen, indem es schwerpunktmäßig auf die Aussöhnung zwischen den Gemeinden ausgerichtet ist und einen Beitrag zur Schaffung einer Gesellschaft des Miteinanders leistet. Das Programm wird die wichtigsten Aspekte der beiden vorausgegangenen Peace-Programmme (PEACE I und II) fortsetzen und dabei – in einem erneuten Anlauf – wie bisher den Schwerpunkt auf den Aspekt der Versöhnung legen.

2. Prioritätsachsen

Als spezifische Ziele will das operationelle Programm für Frieden und Versöhnung u. a.:

  • eine Aussöhnung zwischen den Gemeinden erreichen und
  • zu einer Gesellschaft des Miteinanders beitragen.
Prioritätsachse 1: Aussöhnung zwischen den Gemeinden [rund 57,4% der Gesamtförderung]

Diese Prioritätsachse ist darauf ausgerichtet, gegen Sektierertum und Rassismus anzugehen und die Konfliktlösung und Vermittlungsanstrengungen in den örtlichen Gemeinden zu unterstützen. So wird im Rahmen dieser Prioritätsachse die Umsetzung strategischer Modelle für eine Zusammenarbeit des öffentlichen und des privaten Sektors gefördert werden, bei denen Aspekte wie Versöhnung, kulturelle Vielfalt und Gleichheit im Mittelpunkt stehen. Über die Prioritätsachse sollen wichtige gemeindeübergreifende und grenzüberschreitende Initiativen ins Leben gerufen werden, die das Vertrauen und die gegenseitige Akzeptanz stärken werden. Ein weiteres Ziel ist die Verringerung von Sektierertum und Rassismus.

Darüber hinaus werden im Rahmen dieser Prioritätsachse Beratungs-, Betreuungs- und Unterstützungsleistungen für Opfer und deren Angehörige und Betreuer bereitgestellt. Ferner soll über diese Prioritätsachse der Zugang zu Hilfen zur Konfliktlösung bzw. Annäherung sowie zu anderen gemeindebasierten Diensten verbessert werden, die umfassende Konzepte für Unterstützungsleistungen ermöglichen. Durch die Prioritätsachse soll die Fähigkeit des Einzelnen gestärkt werden, mit dem Übergang zu Frieden und Versöhnung umzugehen. Ferner soll sichergestellt werden, dass die Opfer und Überlebenden der Konflikte in der Lage sind, die Vergangenheit auf ihre Art zu bewältigen.

Prioritätsachse 2: Beitrag zu einer Gesellschaft des Miteinanders [rund 36,7 % der Gesamtförderung]

Diese Prioritätsachse zielt schwerpunktmäßig auf die Sanierung städtischer und ländlicher Gebiete sowie der Grenzregionen ab, die isoliert, untergenutzt, bedrohlich und wenig einladend wirken. Beabsichtigt ist, diese Gebiete in gemeinschaftlich genutzte Räume zu verwandeln. Die Intervention will die Probleme der Spaltung von Gemeinden innerhalb der Gesellschaft wie auch die damit verbundenen Probleme von Sektierertum, Rassismus und Vorurteile angehen, indem die Entwicklung eines baulichen Umfelds gefördert wird, das nicht durch Symbole geprägt ist, die ein Gebiet als zu einer Seite gehörend kennzeichnen. Es sollen Gebiete geschaffen werden, die allen offen stehen und in denen jeder willkommen ist.

Um die Verfahren und Beziehungen, die im Rahmen der Prioritätsachse 1 aufgebaut werden, zu ergänzen, werden über die Prioritätsachse 2 Fördermittel für die Schaffung neuer, gemeinsam genutzter öffentlicher Räume bereitgestellt. So wird diese Prioritätsachse dazu beitragen, die Probleme der räumlichen Trennung anzugehen, die ihren Ausdruck in Friedenswänden und sektiererischen Graffitis, Fahnen oder Emblemen findet.

Diese Prioritätsachse zielt ferner darauf ab, die wichtigsten Einrichtungen in die Lage zu versetzen, ihre Leistungen in einer Art und Weise anzubieten, die zu einer Gesellschaft des (grenzüberschreitenden) Miteinanders in Nordirland beiträgt. Wenn dieses Ziel erreicht wird, so wird dies wiederum zur Entwicklung einer Vision für eine gemeinsame Gesellschaft beitragen, soziale und wirtschaftliche Veränderungen bewirken und Änderungen in den Einstellungen herbeiführen, die dem Versöhnungsprozess zuträglich sind.

Prioritätsachse 3: Technische Hilfe [rund 6 % der Gesamtförderung]

Im Rahmen der Prioritätsachse werden Fördermittel für technische Hilfe bei der Programmdurchführung. Gefördert werden Verwaltungs-, Überwachungs-, Bewertungs- und Kontrollmaßnahmen.

4. Verwaltungsbehörde

The Special European Union Programmes Body
7th Floor, The Clarence West Building
2 Clarence Street West
UK-BT2 7GP Belfast
Chief Executive
Pat, Colgan
Tel.: +44 (0)28 9026 6660
Fax.: +44 (0)28 9026 6692
E-mail.: info@seupb.eu

Sach- und Finanzdaten

Titel : Operationelles Programm 'Vereinigtes Königreich - Irland' - (PEACE III)

Interventionsform : Operationelles Programm

CCI : 2007CB163PO049

Nr. der Entscheidung : C/2007/5378

Datum der endgültigen Annahme : 2007-11-06

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse
Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Aussöhnung zwischen den Gemeinden 128 952 254 61 966 046 190 918 300
Beitrag zu einer Gesellschaft des Miteinanders 82 402 656 39 597 344 122 000 000
Technische Hilfe 13 490 738 6 482 769 19 973 507
Gesamtausgaben 224 845 648 108 046 159 332 891 807
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