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Entwicklungsprogramme


Griechenland, Italien, Slowenien, Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien

IPA-Programm für grenzübergreifende Zusammenarbeit im Adriaraum 2007–2013

Grenzübergreifendes IPA-Programm Adriaraum wird im Rahmen der Komponente „grenzüberschreitende Zusammenarbeit“ des Instruments für Heranführungshilfe (IPA) von der Gemeinschaft gefördert

Am 25. März 2008 genehmigte die Europäische Kommission ein Programm für die grenzübergreifende Zusammenarbeit zwischen drei Mitgliedstaaten der EU (Griechenland, Italien, Slowenien) und vier Kandidaten- bzw. potenziellen Kandidatenländern (Kroatien, Albanien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro) für den Zeitraum 2007–2013. Das Programm wurde im Rahmen der Komponente „grenzübergreifende Zusammenarbeit“ des Instruments für Heranführungshilfe (IPA) angenommen und wird auch im Rahmen dieser Komponente kofinanziert.  Serbien wird in der Phasing-out-Phase am Programm teilnehmen, wobei der Schwerpunkt der Zusammenarbeit auf dem Aufbau institutioneller Kapazitäten liegen wird.  

Die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft am Programm beläuft sich für den Zeitraum 2007–2011 auf ca. 245,6 Mio. EUR. Hinzu kommen ca. 43,3 Mio. EUR an nationalen Finanzierungsbeiträgen der teilnehmenden Länder.  Der Gesamthaushalt des Programms beläuft sich somit auf ca. 289 Mio. EUR.

1. Zweck und Ziel des Programms

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Das Programm für grenzübergreifende Zusammenarbeit ist eine Fortsetzung und Ausweitung der zwei vorausgehenden Nachbarschaftsprogramme 2004–2006: „Italien-Adria“ und „Italien-Albanien“. Die allgemeine Zielsetzung bleibt im Großen und Ganzen unverändert: Stärkung der Kapazitäten für eine nachhaltige Entwicklung im Adriaraum durch eine konzertierte Aktionsstrategie seitens der Partner aus den entsprechenden Fördergebieten. Diese allgemeine Zielsetzung wurde von den teilnehmenden Ländern in drei spezifische Ziele unterteilt. Diese lauten wie folgt:
- Förderung eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums: Unterstützung der wirtschaftlichen Entwicklung durch Förderung von Innovation und neuen Technologien, Stärkung von Forschung und Innovation zur Ankurbelung der Wettbewerbsfähigkeit und Ankurbelung der Entwicklung des Adriaraums durch wirtschaftliche, soziale und institutionelle Zusammenarbeit.
- Steigerung der Attraktivität und Qualität des Lebens in maritimen Grenzregionen: Schutz und gemeinsame Verwaltung wertvoller Natur- und Kulturressourcen, Prävention gegen technologische und natürliche Risiken, Schutz der biologischen Vielfalt und Ausweitung des nachhaltigen Fremdenverkehrs.
- Förderung des sozialen Zusammenhalts und der sozialen Zusammenarbeit: Unterstützung der Humanressourcenentwicklung und des Arbeitsmarkts sowie des kulturellen Austauschs und der grenzüberschreitenden Vernetzung zur Förderung und Entwicklung von Transport- sowie Informations- und Kommunikationsdienstleistungen. So soll das Bewusstsein für den Nutzen des Austauschs gefördert werden.

2. Erwartete Wirkung der Investitionen

Die teilnehmenden Länder haben eine Reihe von Indikatoren entwickelt, die auf die einzelnen Prioritätsachsen des Programms anwendbar sind und dazu dienen werden, den Fortschritt im Laufe der Programmumsetzung bewerten zu können.  Die Ergebnisse sollen unter anderem im Hinblick auf den grenzüberschreitenden Personen- und Warenverkehr, Unternehmensgründungen, Beschäftigungsquoten, den Grad der Luftverschmutzung, das Umweltbewusstsein, Seeverkehrsverbindungen etc. gemessen werden.

3. Prioritätsachsen

Um die spezifischen und allgemeinen Ziele des Programms zu erreichen, schlägt das Programm vor, an drei thematischen Hauptprioritäten zu arbeiten. Daneben gibt es eine vierte Prioritätsachse, die auf die Verwaltung des Programms ausgerichtet ist (Prioritätsachse „Technische Unterstützung“). Das IPA-Programm für grenzübergreifende Zusammenarbeit im Adriaraum 2007–2013 umfasst folgende Prioritätsachsen:

Prioritätsachse 1: Nachhaltige wirtschaftliche, soziale und institutionelle Zusammenarbeit [ca. 30 % des Gesamtinvestitionsumfangs]

Diese Prioritätsachse ist vor allem auf Fragen rund um Wirtschaft und Beschäftigung ausgerichtet. Das Ziel dieser Prioritätsachse besteht darin, bessere Bedingungen für das Wachstum junger Unternehmen zu schaffen und die Bedingungen für die Beschäftigung und soziale Integration zu optimieren. In diesem Zusammenhang werden Forschung, Innovation, Unternehmertum sowie Clusterbildung und Marketingaktivitäten gefördert und unterstützt, während der Faktor Mensch unter anderem bei Maßnahmen und in Netzwerken auf den Gebieten Gesundheit, Bildung, Schulung, Kinderbetreuung und soziale Eingliederung, von Marginalisierung betroffene Gruppen etc. stark zur Geltung kommt.

Was die institutionelle Zusammenarbeit anbelangt, wird diese Prioritätsachse im Allgemeinen innovative Dienstleistungen für die Bevölkerung fördern. Zu diesem Zweck tauschen sich die örtlichen Regierungsstellen über bewährte Verfahren aus. Bei den Maßnahmen auf diesem Gebiet wird den serbischen Partnern ein Vorrecht zur Teilnahme eingeräumt.
Prioritätsachse 2: Natur- und Kulturressourcen und Risikoprävention [ca. 30 % des Gesamtinvestitionsumfangs]
Diese zweite Prioritätsachse zielt auf die Förderung, Optimierung und den Schutz von natürlichen und kulturellen Ressourcen ab. So soll technologischen und natürlichen Risiken vorgebeugt werden. Im Rahmen dieser Prioritätsachse werden Maßnahmen unterstützt, die den Umweltschutz (z. B. den Schutz der bestehenden biologischen Vielfalt, die gemeinsame Verwaltung von Naturschutzgebieten) und die Vorbeugung gegen Naturkatastrophen betreffen. Daneben wird es eine Reihe von Maßnahmen im Zusammenhang mit der Sensibilisierung und Aufklärung der örtlichen Bevölkerung geben.
Darüber hinaus geht diese Prioritätsachse auf die kulturellen Ressourcen ein und bietet den Vorhaben finanzielle Unterstützung, die auf den Erhalt und die Förderung der zahlreichen bedeutenden Kulturstätten der Region ausgerichtet sind. Die Zusammenarbeit wird durch die gemeinsame Erarbeitung touristenorientierter Maßnahmen auf kultureller Ebene und den Austausch von Erfahrungen und bewährten Verfahren intensiv gefördert.
Prioritätsachse 3: Zugänglichkeit und Netze [ca. 30 % des Gesamtinvestitionsumfangs]
Diese dritte Prioritätsachse ist auf die Förderung, Optimierung und Entwicklung von Transport- sowie Informations- und Kommunikationsdienstleistungen ausgerichtet. Im Rahmen dieser Prioritätsachse werden die Modernisierung und Stärkung der See- und Flughafeneinrichtungen unterstützt, um das vorhandene Potenzial durch Verbesserungen der Dienstleistungen, höhere Sicherheit und den Ausbau der vorhandenen Einrichtungen zu optimieren. Im Rahmen des Programms soll ein effizientes, sicheres und nachhaltiges Transportsystem geschaffen werden, wobei eine integrierte Entwicklung im Adriaraum erzielt und Zugang zu den benachbarten Gebieten ermöglicht werden soll. Ferner werden die Informations- und Kommunikationsnetze verbessert und weiterentwickelt, die gleichzeitig das Mittel zum Austausch bewährter Verfahren darstellen.
Prioritätsachse 4: Technische Unterstützung [ca. 10 % des Gesamtinvestitionsumfangs]
Diese vierte und letzte Prioritätsachse unterstützt die Verwaltung und Umsetzung des Programms.

4. Verwaltungsbehörde

Joint Technical Secretariat – L'Aquila, Italy
Tel: +39 0862 411383
Fax: +39 0862 22520
E-mail: info@adriaticipacbc.org
Web: http://www.adriaticipacbc.org/
Servizio Attività Internazionali
International Affairs Directorate
Via Salaria Antica Est, 27
I-67100 L'Aquila
Tel.: +39 0862 364285
Fax.: +39 0862 364204
E-mail.: managing.authority@adriaticipacbc.org

Sach- und Finanzdaten

Titel : IPA-Programm für grenzübergreifende Zusammenarbeit im Adriaraum 2007–2013

Interventionsform : Operationelles Programm

CCI : 2007CB16IPO001

Nr. der Entscheidung : C(2008)1073

Datum der endgültigen Annahme : 2008-03-25

Mittelaufschlüsselung nach Prioritätsachse
Prioritätsachse EU-Investitionen Nationaler öffentlicher Finanzierungsbeitrag Öffentliche Beiträge insgesamt
Wirtschaftliche, soziale und institutionelle Zusammenarbeit 49 947 100 8 814 194 58 761 294
Natur- und Kulturressourcen und Risikoprävention 49 947 100 8 814 194 58 761 294
Zugänglichkeit und Netze 49 947 099 8 814 194 58 761 293
Technische Unterstützung 16 649 033 2 938 065 19 587 098
Gesamtausgaben 166 490 332 29 380 647 195 870 979
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