Stadtentwicklung

Städte stehen für die zweifache Herausforderung, mit denen die Europäische Union zurzeit konfrontiert ist: Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit bei gleichzeitiger Berücksichtigung sozialer und ökologischer Belange.

Die Städte in Europa sind zwar die Zentren von Wirtschaft, Innovation und Beschäftigung, sehen sich aber einer Reihe von Herausforderungen gegenüber. Der Trend zur Suburbanisierung, die Konzentration armer und arbeitsloser Menschen in städtischen Gebieten und die zunehmenden Verkehrsstaus stellen komplexe Probleme dar, die allesamt integrierte Antworten im Hinblick auf den Verkehr, die Unterkünfte, die Ausbildung und die Beschäftigung erfordern, die auf die lokalen Bedürfnisse zugeschnitten sein müssen. Mit ihrer Regional- und Kohäsionspolitik versucht die Europäische Union, diese Herausforderungen anzugehen.

Etwa 21,1 Milliarden Euro werden im Zeitraum 2007 bis 2013 für die Stadtentwicklung bereitgestellt, was 6,1 % der gesamten Mittel für die EU-Kohäsionspolitik entspricht. Davon werden 3,4 Milliarden Euro für die Sanierung von Industriestandorten und kontaminierten Flächen, 9,8 Milliarden Euro für die Wiederbelebung städtischer und ländlicher Gebiete, 7 Milliarden Euro für die Entwicklung sauberer Verkehrsträger und 917 Millionen Euro für den Wohnungsbau verwendet. Signifikante Auswirkungen auf die Stadtentwicklung haben auch Investitionen in Forschung und Innovation, in den Verkehrssektor, den Umweltschutz, das Bildungswesen, das Gesundheitswesen und in die Kultur.

Im Zeitraum 2007-2013 werden europäische Städte auf vielfältige Weise durch die Programme der Kohäsionspolitik sowie sonstige Initiativen und Instrumente gefördert:

  • Fragen der Stadtentwicklung finden bei allen regionalen und nationalen Programmen, die durch die Strukturfonds und den Kohäsionsfonds unterstützt werden, weitestgehend Berücksichtigung.
  • Der Austausch vorbildlicher Verfahren und die Errichtung von Netzwerken zwischen Stadtplanern und anderen lokalen Experten werden durch das Programm URBACT II erleichtert.
  • JESSICA (Joint European Support for Sustainable Investment in City Areas) ist eine neue Initiative, die die Europäische Kommission in Zusammenarbeit mit der Europäischen Investitionsbank und der Entwicklungsbank des Europarates ergriffen hat. Sie soll für nachhaltige Investitionen, Wirtschaftswachstum und Beschäftigung in den städtischen Gebieten Europas mittels finanztechnischer Instrumente sorgen.
  • Das Städte-Audit liefert statistische Daten und Informationen über die Lebensbedingungen in 357 europäischen Städten der 27 EU-Mitgliedstaaten, Norwegens, der Schweiz und der Türkei. Über 330 Indikatoren für das Leben in europäischen Städten geben Auskunft über die Demografie, die Unterkünfte, die Gesundheit, die Kriminalität, den Arbeitsmarkt, die Wirtschaftstätigkeit, die Einkommensunterschiede, die lokale Verwaltung, die Mitwirkung der Zivilgesellschaft, die Qualifikationen, die kulturellen Einrichtungen und den Tourismus.

 

Veröffentlichungen

Susutainable urban development

new Promoting Sustainable Urban Development in Europe - Achievements and Opportunities - (April 2009)

Promoting sustainable urban development is a key element of European Cohesion Policy seeking to exploit Europe's full economic potential. By reflecting on the key principles of integrated urban development, by giving examples from across the European Union and by sketching a few paths forward, the brochure provides both guidance for the less-experienced and inspiration for the well-experienced. pdf de en es fr Japanese


 

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URBAN II (2000-2006)

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Urban development 1989-2006

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