Regionalpolitik und Gebiete in äußerster Randlage

newTwo Outermost regions projects among the winners of the 2011 "RegioStars Award"!

  • The objective of the RegioStars Awards is to identify good practices in regional development and to highlight original and innovative projects which could be attractive and inspiring to other regions.
  • Innovative and sustainable mobility in Funchal (CIVITAS MIMOSA), Madeira, Portugal (€2,01 million in EU funding from the ERDF)
    Winner of Category 4 "CityStar". Integrated, clean urban transport projects (“CityStar” category), within the Low carbon economy themes.

    The city of Funchal is characterised by rugged, hilly landscapes, resulting in the high wear-and-tear of bus engines, as well as low energy efficiency, increased polluting emissions and noise. The aims of this project were to increase the total number of passengers on public transport, improve user satisfaction, increase transport efficiency and also promote a shift towards alternative transport modes.

  • Capelinhos Lighthouse, Azores, Portugal (€3,37 million in EU funding from ERDF)
    Winner chosen by an online public vote. Category 5. Promotional photo of a co-funded project, within the Information and communication theme.

    The winning photo was used to promote the ‘Redevelopment of Capelinhos Lighthouse – Interpretation Centre’ project. The photo shows the interior of the lighthouse, which is located near the Capelinhos Volcano on the Island of Faial in the Azores archipelago. The project aimed to develop the site as an historical, environmental and sustainable tourist attraction.

  • The RegioStars 2012 Awards for project co-financed by EU regional policy is already launched. The deadline for receipt of applications is 15 July 2011.
    More information on the Regiostars section

  • newMeeting between Commissioner Hahn and Outermost Regions Presidents Brussels, 12 May 2011 (Berlaymont building, 11th floor)

    The purpose of the meeting, chaired by Martinique, was to discuss the future of Outermost Regions economies and the attention they should continue to receive in the future cohesion policy after 2013.

    See below the events section for more information!


    newFinancial support for biodiversity in European Overseas (BEST)

    Open call for proposals in the framework of the Preparatory Action 'BEST' (Voluntary scheme for Biodiversity and Ecosystem Services in Territories of the EU Outermost Regions and Overseas Countries and Territories). Deadline for applications: 9 September 2011.

    Financial support for biodiversity in European Overseas


    newGrowth Factors in the Outermost Regions

    Study : pdf part 1 en - part 2 en

    Executive Summary March 2011pdf enesfrpt

    The study is aimed at deepening the understanding of the process of economic development, identifying strategies to improve competitiveness and reduce dependence on imports and transfers. The work consisted in the analysis of data and literature as well as interviews of local stakeholders which took place during spring 2010. The independent consultant is responsible for the contents which do not bind the European Commission.


    new Online Discussion until May 15 new

    The outermost regions should be better integrated into the single market. Measures to bolster the single market should help these regions to capitalise on their strengths and develop their economic potential. Are the outermost regions well served by EU policies relating to the single market? Tell us what you think by taking part in the Online discussion enesfrpt


    In der Europäischen Union gibt es 9 Gebiete in äußerster Randlage. Dabei handelt es sich um Gebiete, die räumlich gesehen vom europäischen Kontinent weit entfernt liegen, die aber dennoch integraler Bestandteil der Mitgliedstaaten sind, zu denen sie gehören.

    Somit gelten für sie die Rechtsvorschriften und der Gemeinschaft. Außerdem werden hier – im Gegensatz zu den überseeischen Ländern und Gebieten enfr, die einen anderen Rechtsstatus besitzen – die aus dem Gemeinschaftsrecht erwachsenden Rechte und Pflichten uneingeschränkt angewandt.

    Zu den Gebieten in äußerster Randlage gehören:

    • die vier Überseedepartements (Martinique, Guadeloupe, Französisch-Guyana und Réunion). Saint-Barthélemy, Saint-Martin ("collectivités d'Outre-mer")
    • die beiden autonomen portugiesischen Regionen (Azoren pt - Açores 2010 pt und Madeira),
    • die autonome spanische Region der Kanarischen Inseln.
      Lage Hauptstadt Fläche Bevölkerungszahl (Einwohner) Index BIP/Einwohner
    Azoren Atlantik Ponta Delgada 2 333 km2 237 900 66,7
    Kanarische Inseln Atlantik Las Palmas 7 447 km2 1 715 700 93,7
    Guadeloupe Karibik Basse Terre 1 710 km2 425 700 70,6
    Französisch-Guyana Südamerika Cayenne 84 000 km2 161 100 50,5
    Madeira Atlantik Funchal 795 km2 244 800 94,9
    Martinique Karibik Fort-de-France 1 080 km2 383 300 75,6
    Réunion Indischer Ozean Saint-Denis 2 510 km2 715 900 61,6
    Saint-Barthélémy Karibik Gustavia 25 km2 8 300 111
    Saint-Martin Karibik Marigot 53 km2 35 000 61.9

    Quelle: 2006

    Rechtsgrundlage: In Artikel 299 Absatz 2 des Vertrags von Amsterdam ist festgelegt, was unter Gebieten in äußerster Randlage zu verstehen ist. In diesem Artikel wird die Besonderheit der Gebiete in äußerster Randlage und die Notwendigkeit anerkannt, die Gemeinschaftsstrategien an ihre besonderen Gegebenheiten und Schwierigkeiten anzupassen.

    Schwierigkeiten und Vorteile

    Die Abgelegenheit, die Insellage, die Oberflächenstruktur, das schwierige Klima und die wirtschaftliche Abhängigkeit aufgrund der geringen Zahl selbst hergestellter Waren behindern eine volle Entfaltung dieser Regionen.

    Sie haben jedoch auch Vorteile zu bieten:

    • Diversifizierung: Die Gebiete in äußerster Randlage ermöglichen es der EU, über ein sehr weitläufiges Meeresgebiet und eine diversifizierte Wirtschaft zu verfügen. So werden in diesen Regionen beispielsweise landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Rum, Rohrzucker, Bananen und anderes tropisches Obst und Gemüse erzeugt, die der Nachfrage der europäischen Verbraucher entsprechen,
    • geostrategische Lage: die Gebiete in äußerster Randlage bieten der EU umfangreiche Möglichkeiten, die Beziehungen zu ihren Nachbarländern auszubauen (Makaronesien, Karibik und südwestlicher Indischer Ozean),
    • Potenzial für bestimmte Aktivitäten im Bereich der Forschung und Spitzentechnologie: Beispiele: Institut für Astrophysik der Kanarischen Inseln, Weltraumzentrum Guyana, Fachbereich für Ozeanographie und Fischerei der Universität der Azoren, Zentrum für Forschung und Überwachung neu auftretender Krankheiten in der Region Indischer Ozean (CRVOI) auf La Réunion, das von Guadeloupe ausgehende Netz sehr leistungsstarker digitaler Unterwasserkabel, die Einrichtung für Agrarumwelt-Forschung von Martinique (PRAM), das multifunktionale Elektrizitätswerk auf Madeira.

    Maßnahmen der Europäischen Union

    Entwicklungen

    In der Vergangenheit wurden speziell auf die Bedürfnisse dieser Regionen abgestimmte Unterstützungsprogramme ausgearbeitet: POSEIDOM für die französischen überseeischen Departments (1989), POSEICAN für die Kanarischen Inseln (1991) und POSEIMA für die Azoren und Madeira (1991). Sie zielten darauf ab, die Infrastrukturen zu verbessern, diejenigen Produktionssektoren zu fördern, die Arbeitsplätze schaffen, und die Entwicklung von Humanressourcen zu unterstützen.

    Diese Art der Unterstützung wurde 2006 überarbeitet. An ihre Stelle sind die allgemeinen POSEI-Programme getreten, die für jeden der drei Mitgliedstaaten ein eigenes Budget enthalten.

    Seit 2004 verfügt die EU über eine integrierte Strategie, die auf einer aktiven Partnerschaft zwischen den europäischen Institutionen, den Mitgliedstaaten und den Gebieten in äußerster Randlage basiert und drei Schwerpunkte umfasst: die Förderung der Anbindung, Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und regionale Einbindung der Gebiete. In der Mitteilung Strategie für die Regionen in äußerster Randlage: Fortschritte und Ausblick pdf (KOM(2007) 507 endg.) wurden ergänzende Maßnahmen vorgeschlagen.

    Derzeitiger Stand

    Im Oktober 2008 hat die Kommission eine neue Mitteilung angenommen. Mit ihr werden zwei Ziele verfolgt:

    • Integration der neuen Schwierigkeiten¸ mit denen die Gebiete in äußerster Randlage konfrontiert sind: Globalisierung, Klimawandel, demografische Entwicklung, die Migrationsströme und die nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen, wie der Meeresressourcen und der landwirtschaftlichen Erzeugnisse,
    • Nutzung der Vorteile, die die Gebiete in äußerster Randlage bieten. In Bereichen mit hohem Mehrwert wie dem Lebensmittelsektor, der bilogogischen Vielfalt, den erneuerbaren Energien, der Astrophysik, der Luft- und Raumfahrt, der Meereskunde, der Vulkanologie oder der Seismologie, aber auch in ihrer Rolle als Voposten der Europäischen Union in der Welt können sie eine Hebelwirkung für die Entwicklung der Wirtschaft entfalten.

    Mittelansatz

    Im Zeitraum 2007–2013 werden für die Gebiete in äußerster Randlage Gemeinschaftsmittel in Höhe von insgesamt 7,84 Milliarden Euro bereitgestellt. Diese Mittel stammen aus dem EFRE, dem ESF, dem EFLL, dem EFF und dem POSEI-Programm. Allein aus den Programmen des EFRE und des ESF werden für diese Gebiete Budgets von 4,5 Milliarden Euro bzw. 1,3 Milliarden Euro bereitgestellt.

    Außerhalb von Programmen der Strukturfonds berücksichtigen zahlreiche europäische Inititativen die Besonderheiten dieser Regionen insbesondere im Hinblick auf die Bereiche Wettbewerb, Landwirtschaft, Forschung, Wirtschaft und Verkehr.

     

    Veröffentlichungen:

    Achievements

    newThe Outermost Regions - European regions of assets and opportunities

    May 2010- Brochure pdf enesfrpt

    Cohesion Policy provides the ORs with important support designed to help them achieve greater economic and social convergence with the rest of the Community. On top of the €5 billion that these regions will receive for the 2007–13 period from the European Regional Development Fund (ERDF), the Cohesion Fund (for the Portuguese ORs) and the European Social Fund (ESF), the EU's Cohesion Policy has earmarked additional funding to offset higher costs faced by the ORs, at the rate of €35 per inhabitant per year (a total of €979 million for all the regions).


    More Publications en more


     

    Veranstaltungen

    Mehr hierzu

    • Ressourcenzentrum zu den Gebieten in äußerster Randlage der Europäischen Union esfrpt
    • Studie über den Einfluss der IKT auf Ebene der Regionen in extremer Randlage in Europa Word Document fr

    Links:

    Europäische Kommission – Umwelt

     

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