Evaluierung

Bei einer Evaluierung werden die Auswirkungen der Kohäsionspolitik bewertet und Lehren für künftige Maßnahmen gezogen. So konnten beispielsweise mit den für das Ziel 1 im Zeitraum 2000-2006 bereitgestellten Mitteln schätzungsweise netto 570 000 Arbeitsplätze geschaffen werden, davon 160 000 in den neuen Mitgliedstaaten.

Jedes Programm der Strukturfonds wird einer Evaluierung unterzogen. Die Auswirkungen der Kohäsionspolitik werden von den Mitgliedstaaten, den Regionen und der Europäischen Kommission bewertet. Erfolge werden anhand von Indikatoren gemessen, wie beispielsweise Wachstums- und Produktivitätssteigerung, Schaffung von Arbeitsplätzen und Verringerung der Umweltverschmutzung.

Die Kommission führt zurzeit eine umfassende „Ex-post-Evaluierung“ für den Zeitraum 2000-2006 durch. Bewertet werden Themen wie Globalisierung, Unternehmen, Innovation, Gleichstellung von Frauen und Männern, Demografie, Verkehr und Umwelt. Die Ergebnisse dieser Evaluierung werden auf der folgenden Website veröffentlicht. So wurde beispielsweise Folgendes festgestellt:

  • In Ungarn wurden die Investitionspläne von etwa 127 000 KMU mit 6,5 Millionen Euro unterstützt.  Gemessen an einer Kontrollgruppe führte dies ersten Erkenntnissen zufolge zu einem Vermögenszuwachs von 18,5 Millionen Euro .
  • In Spanien werden dank der Investitionen in den Straßenbau jährlich schätzungsweise 1,2 Millionen Stunden Fahrzeit eingespart.
  • Bei vielen Programmen lag der Schwerpunkt verstärkt auf der Nachhaltigkeit. Zum Beispiel konnten durch die kontinuierlichen Investitionen in die Athener U-Bahn die Verkehrsstaus und die Umweltbelastungen weiter reduziert werden. Finanziert wurden 8 neue U-Bahnstationen und 17 Züge.
  • In Spanien wurden rund 4 Milliarden Euro in über 13 000 Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsprojekte investiert, an denen sich fast 100 000 Forscher beteiligten. Diese Investitionen unterstützten über 1 000 Technologie- und Forschungszentren und dienten der Kofinanzierung der meisten der 64 vorhandenen spanischen Technologieparks.
  • Fallstudien über gelungene Projekte. Diese konzentrieren sich auf Techniken der Problemlösung und bilden eine nützliche Grundlage für die Ermittlung vorbildlicher Ansätze und den Erfahrungsaustausch zwischen den Regionen.

Nach den Schätzungen anhand makroökonomischer Modelle können mit Hilfe der Strukturfonds bis zum Jahr 2015 netto zwei Millionen Arbeitsplätze geschaffen werden. Zudem werden die Strukturfonds diesen Schätzungen zufolge in den neuen Mitgliedstaaten zu einem BIP-Wachstum von 5-6 % bis Ende des Programmplanungszeitraums beitragen.

Die ersten Ergebnisse der Evaluierungen für den Zeitraum 2007-2013 wird die Kommission dem Rat in ihrem Strategiebericht 2010 präsentieren.

 

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