Die vorrangigen Ziele

Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), der Europäische Sozialfonds (ESF) und der Kohäsionsfonds tragen auf folgende Weise zur Erfüllung der drei Ziele „Konvergenz“, „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ und “Europäische territorialen Zusammenarbeit” bei:

Ziele, Strukturfonds und -instrumente 2007-2013
(Klicken Sie den Fonds Ihrer Wahl an) Kohäsionsfonds ESF ERDF

Die Logik, die dem Konvergenzziel zugrunde liegt, besteht darin, dass durch eine Förderung der Wachstumssteigernden Bedingungen und Faktoren für die am wenigsten entwickelten

Mitgliedstaaten und Regionen eine tatsächliche Konvergenz, d. h. Annäherung an den EU-Durchschnitt, erzielt wird. In einer EU mit 27 Mitgliedstaaten betrifft dieses Ziel 84 Regionen - in 18 Mitgliedstaaten - mit einer Bevölkerung von 154 Mio. Menschen, deren BIP pro Kopf weniger als 75 % des Gemeinschaftsdurchschnittes beträgt und auf einer „Übergangsbasis“ weitere 16 Regionen mit 16,4 Mio. Einwohnern, deren BIP wegen des statistischen Effekts der erweiterten EU nur geringfügig über diesem Schwellenwert liegt. Der im Rahmen des Konvergenzziels verfügbare Betrag beläuft sich auf 282,8 Mrd. EUR, was 81,5 % des Gesamtbetrags darstellt und sich folgendermaßen aufteilt: 199,3 Mrd. EUR für die Konvergenzregionen, wobei 14 Mrd. EUR den „phasing-out-Regionen“ und 69,5 Mrd. EUR dem Kohäsionsfonds vorbehalten sind. Letzterer betrifft 15 Mitgliedstaaten.

Außerhalb der Konvergenzregionen wird mit den Zielen „Regionale Wettbewerbsfahigkeit“ und „Beschaftigung“ der Versuch unternommen, sowohl die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität von Regionen als auch die Beschäftigung durch einen zweifachen Ansatz zu verbessern. 1) Entwicklungsprogramme unterstützen die Regionen beim vorausschauenden Erkennen und bei der Förderung von wirtschaftlichen Veränderungen durch Innovation und durch die Förderung der Wissensgesellschaft, der unternehmerischen Initiative, des Umweltschutzes und des Zugangs zur Umwelt. 2) Die Schaffung von mehr und besseren Arbeitsplätzen wird durch Anpassungen des Personals und Investitionen in die Humanressourcen gefördert. In einer EU mit 27 Mitgliedstaaten sind insgesamt 168 Regionen mit 314 Mio. Einwohnern förderwürdig. Unter diesen finden sich 13 so genannte „Phasing-in-Regionen“ mit 19 Millionen Einwohnern, die besondere finanzielle Zuweisungen aufgrund ihres früheren Status als Ziel-1-Regionen erhalten. Der Betrag von 55 Mrd. EUR - wovon 11,4 Mrd. EUR für die „Phasing-in-Regionen“ bestimmt sind - liegt knapp unter 16 % der Gesamtzuweisung. Von diesem Ziel sind Regionen in 19 Mitgliedstaaten betroffen.

Die früheren Programme Urban II und Equal wurden in die Ziele „Konvergenz“ und „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ aufgenommen.

Im Rahmen des Ziels der Europaischen territorialen Zusammenarbeit wird eine Stärkung a) der grenzübergreifenden Zusammenarbeit durch gemeinsame lokale und regionale Initiativen, b) der transnationalen Zusammenarbeit mit dem Ziel einer integrierten territorialen Entwicklung und c) der interregionalen Zusammenarbeit sowie des Erfahrungsaustauschs erreicht. Die in grenzübergreifenden Regionen lebende Bevölkerung beläuft sich auf 181,7 Mio. Einwohner (37,5 % der gesamten EU-Bevölkerung), während alle EU-Regionen und Bürger von einem der derzeit bestehenden 13 transnationalen Kooperationsgebiete abgedeckt werden. 8,7 Mrd. EUR (2,5 % des Gesamtbetrags) der für dieses Ziel verfügbaren Mittel teilen sich wie folgt auf: 6,44 Mrd. EUR für die grenzübergreifende, 1,83 Mrd. EUR für die transnationale und 445 Mio. EUR für die interregionale Zusammenarbeit.

Das Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ basiert auf den Erfahrungen der früheren Gemeinschaftsinitiative INTERREG.

Weitere Informationen über die Ziele des Programmplanungszeitraums 2000-2006 finden Sie unter folgenden Links: