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Einführung

Regionen in der globalen Wirtschaft

Im Zuge der Globalisierung der Wirtschaft und des beschleunigten technologischen Umbruchs entwickeln sich wissensbasierte Tätigkeiten und der Einsatz neuer Technologien zu vorrangigen Herausforderungen für die Europäische Union.

Als Antwort auf diese Herausforderungen wurde beim Europäischen Gipfel von Lissabon im März 2000 eine Strategie vorgelegt, mit der Europa bis 2010 durch die Förderung von Unternehmen, Innovation und Forschung zum „wettbewerbsfähigsten und dynamischsten Wirtschaftsraum der Welt“ werden soll. Der Europäische Gipfel von Göteborg im Juni 2001 gab dieser Strategie eine neue Dimension, indem er den Schwerpunkt auf den Umweltschutz und eine nachhaltigere Entwicklung legte.

Die Regionen können in der globalen Wirtschaft eine entscheidende Rolle spielen, da sie die ersten sind, die wirtschaftliche Veränderungen zu spüren bekommen und eine ausreichend „kritische Masse“ darstellen, um diese zu bewältigen. Sie müssen auf ihren Besonderheiten, ihrer Bevölkerung sowie auf ihrem Kultur- und Umwelterbe aufbauen. Um Unternehmen und geschulte Arbeitskräfte anzulocken und wettbewerbsfähiger zu werden, muss jede Region ihre eigene Wissensbasis nutzen und ihre Innovationsfähigkeit entwickeln.

Innovation sollte nicht nur im engeren Sinne verstanden werden, sondern in allen Aspekten der Regionalplanung und der Strategieentwicklung zum Tragen kommen. Sei es bei der Konzeption neuer Produkte in Unternehmen oder der Einführung neuer Arbeitsmethoden und –verfahren bei den regionalen Partnern - der Erfolg einer Region hängt von der Verbreitung von Wissen und einer echten Partnerschaft zwischen Einzelpersonen, Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Verbänden und Regionalverwaltungen ab.

Die vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanzierten regionalen Programme für innovative Maßnahmen wurden speziell dafür ins Leben gerufen, den Regionen Experimentiermöglichkeiten auf diesem Gebiet zu geben. Da die Experimentiermöglichkeiten im Rahmen der zentralen Maßnahmen der Strukturfonds häufig eng begrenzt sind, verschaffen die innovativen Maßnahmen den regionalen Akteuren den notwendigen „Risikospielraum“, um den Herausforderungen der „Neuen Wirtschaft“ begegnen zu können.

„Leitlinien für die innovativen Maßnahmen des EFRE im Zeitraum 2000-2006"

 

Innovative Maßnahmen

In den letzten Jahren konnten in der Europäischen Union zwar erhebliche Fortschritte beim Abbau der Ungleichgewichte im Infrastrukturbereich erzielt werden, doch bestehen zwischen den einzelnen Regionen nach wie vor erhebliche Unterschiede, was Innovationstätigkeit, Forschung und technologische Entwicklung betrifft. Um eine weitere Vertiefung dieser Ungleichgewichte zu vermeiden und damit die Regionen gleichzeitig die Chancen nutzen können, die die „Neue Wirtschaft“ ihnen zum Aufholen der Entwicklungsrückstände bietet, zielt die neue Generation innovativer Maßnahmen konkret darauf ab, innovative Verfahren für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung festzulegen und umzusetzen, durch die im Erfolgsfall die Qualität der vorrangigen Programme der Strukturfonds in den Regionen mit Entwicklungsrückstand (Ziel 1) oder in Gebieten mit Strukturproblemen (Ziel 2) verbessert werden kann.

Diese Chancen sind mit einem größeren Risiko – auch des Scheiterns - behaftet und bieten den Regionen die Gelegenheit, mit komplexeren Ideen zu experimentieren, die durch den üblichen Rahmen der aus dem EFRE kofinanzierten Programme nicht abgedeckt werden. Sie leisten damit auch einen Beitrag zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Regionen, zur Steigerung ihres technologischen Entwicklungsstands und zur Schaffung von hoch qualifizierten Arbeitsplätzen.

Die Programme sollten in partnerschaftlicher Zusammenarbeit von den regionalen Akteuren erstellt werden. Diese einigen sich dann auf eine Strategie für die Förderung der Innovation, deren Schwerpunkt auf einem oder mehreren der folgenden strategischen Themenbereiche liegt:

- Eine auf Wissen und technologischer Innovation basierende r egionale Wirtschaft

Um effiziente und wettbewerbsfähige regionale Innovationssysteme zu schaffen, sollten die Regionen die Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen Sektor und den für Forschung und Unternehmen zuständigen Einrichtungen, die Nachfrage nach Innovation in den KMU sowie neue Technologietransfermechanismen fördern.

- eEuropeRegio: die Informationsgesellschaft im Dienste der regionalen Entwicklung

Durch ihren Vernetzungseffekt kann die Internet-Wirtschaft wesentlich dazu beitragen, die geografische und wirtschaftliche Isolation der europäischen Regionen zu überwinden. Dank der neuen Möglichkeiten, die das Wachstum der Informations- und Kommunikationstechnologien bietet, wird es den Regionen gelingen, ihre Benachteiligungen (insbesondere aufgrund der Randlage) zu verringern und ihre Vorzüge zu nutzen, indem die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Unternehmen und namentlich der KMU gestärkt wird.

- Nachhaltige Entwicklung und regionale Identität

Eine nachhaltige Entwicklung kann durch die Einbeziehung der wirtschaftlichen, sozialen und umweltbezogenen Aspekte der Regionalplanung erreicht werden. Die Regionen müssen vermehrt ihre Stärken nutzen, um eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Wirtschaft zu entwickeln. Eine regionale Strategie sollte sich unter anderem auf das Erbe und die kulturelle Vielfalt einer Region oder auf ihre spezifischen Fähigkeiten, ihre strategisch günstige Lage, ihre außergewöhnliche Umwelt sowie ihre Bildungs- und Kulturinfrastruktur stützen.

 

Im Zeitraum 2000-2006 werden in 156 Fördergebieten (die Regionen der neuen Mitgliedstaaten nicht eingeschlossen) für diese Programme ca. 400 Mio. EUR (das sind 0,4 % der EFRE-Mittel) bereitgestellt . Die Regionen können Zuschüsse von bis zu 3 Mio. EUR für die Kofinanzierung eines Programms zur Innovationsförderung beantragen, indem sie der Generaldirektion Regionalpolitik in einem der Jahre von 2001 bis 2005 einen Programmentwurf vorlegen.

Im Zeitraum 2000-2006 haben die für innovative Maßnahmen bereitgestellten Mittel (0.4% der EFRE-Mittel) die Finanzierung von rund 181 Regionalprogrammen in den 156 förderfähigen Regionen ermöglicht ( die Regionen in den neuen Mitgliedstaaten waren nicht inbegriffen). Es wurden ebenfalls drei thematische Netzwerke zwecks Erfahrungsaustausch auf interregionaler Ebene kofinanziert.

 


 
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