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Moderne Arbeitsbedingungen und Chancengleichheit

Berufliche Chancengleichheit setzt Arbeitsbedingungen voraus, die eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen. Für eine internationale Organisation bedingt dies eine besondere Verantwortung des Arbeitgebers, weil es für die Beschäftigten oft schwierig ist, im Gastland in derselben Weise auf Kinderbetreuungseinrichtungen zurückzugreifen, wie es im Heimatland eventuell möglich gewesen wäre. Daher haben die EU-Institutionen gegenüber ihrem Personal eine zweifache Aufgabe: Sie müssen Arbeitgeber und gleichzeitig "Ersatzstaat" sein, d.h. sie müssen eine eigene Sozialpolitik anbieten, die zum Beispiel Kindergärten, Krankenversicherung oder Schulen umfasst. Dies wiederum trägt zu einer effektiven Personalpolitik bei.

Um Familie und Karriere in Einklang zu bringen, sind eine Reihe von Maßnahmen in Kraft getreten, die flexibles Arbeitszeiten, Elternurlaub, eine solide Infrastruktur der Kinderbetreuung und Schulen umfassen.

Flexible Arbeitszeiten machen die Kinderbetreuung leichter Seitenanfang

Die derzeitige Regelung zur Gleitzeit bei der Kommission gilt als zu komplex und schwierig, weshalb sie kaum in Anspruch genommen wird. Vorgesehen ist deshalb eine neue Gleitzeitregelung, die eingeführt werden soll und einfach zu handhaben ist, ohne übermäßige Vorausplanung verfügbar sein soll sowie eine zuverlässliche Erfassung der Arbeitszeit ermöglicht.

Moderne Arbeitsbedingungen Seitenanfang

Der Mutterschaftsurlaub ist von 16 auf 20 Wochen verlängert worden (sowie um weitere 4 Wochen bei einer Mehrlings- und Frühgeburt sowie bei der Geburt eines behinderten Kindes). Im Fall einer Adoption ist ebenfalls ein Urlaub von 20 Wochen für den Vater oder die Mutter neu. Der Vaterschaftsurlaub ist von zwei auf zehn Tage verlängert worden. Zur Betreuung eines schwerkranken Kindes bis zum zwölften Lebensjahr ist ein Sonderurlaub von bis zu fünf Tagen vorgesehen. Mehr Informationen zu diesem Thema. Es gibt ebenfalls Verbesserungen der sozialen Infrastruktur (Schulen, Kindergarten).

Gleiche Chancen für alle Seitenanfang

Gender Mainstreaming ist im Weißbuch der Kommission von Anfang 2000 als die systematische Berücksichtigung von geschlechtsspezifischen Aspekten in allen Gemeinschaftspolitiken und -maßnahmen definiert. Dieses Konzept ist in das Statut eingeflossen, um dem im Vertrag von Amsterdam enthaltenen Ziel, Männer und Frauen gleich zu stellen, Rechnung zu tragen. Mehr Informationen.

Feste Partnerschaften Seitenanfang

Inzwischen erkennen viele Mitgliedstaaten andere Formen des Zusammenlebens jenseits der traditionellen Ehe - insbesondere gleichgeschlechtliche Partnerschaften - rechtlich an. Beamte, die in einer eheähnlichen und durch einen Mitgliedstaat rechtlich anerkannten Lebensgemeinschaft leben, jedoch nicht gesetzlich heiraten können (hier ist in erster Linie an gleichgeschlechtliche Paare gedacht), werden jetzt wie Verheiratete behandelt.

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