Leistungsabhängige Laufbahnen
Eine nachgewiesene Befähigung und Leistung, nicht mehr das Dienstalter, ist für die Laufbahn von EU-Beamten ausschlaggebend, nachdem das neue System am 1. Mai 2004 (Planung) zusammen mit einer Reform von Besoldung und Pension in Kraft getreten ist.
Leistung zählt für einen Laufbahnaufstieg 
Die Kommission hat ein neues Leistungsbeurteilungssystem für alle Beamtinnen und Beamten eingeführt (CDR -Begleitung der Beruflichen Entwicklung). Das Ziel ist es, durch permanente Motivation die Verwaltung dynamischer und effizienter zu gestalten. Der CDR ist ein transparenteres System der Leistungsbeurteilung und verknüpft die objektiven, jährlichen Beurteilungen eng mit den Beförderungen.
Lebenslange Fortbildung und Mobilität 
Im Bereich der Fortbildung wurde eine Kultur des lebenslangen Lernens eingeführt. Neue Mobilitätsleitlinien ermutigen das Personal ihre Stellungen regelmäßig zu wechseln. Für alle Beamten wurde eine nicht bindende Referenzzeit von zwei bis fünf Jahren für den Verbleib auf ein und demselben Posten eingeführt. Mobilität ist zwingend für "sensitive" Stellen vorgeschrieben (z. B. im Ausschreibungsbereich, bei der Bestimmung von Rechten und Pflichten, der Zuschussvergabe usw.). Höhere Beamte unterliegen generell nach fünf Jahren der Mobilität und verbleiben in der Regel höchstens sieben Jahre auf einem Dienstposten (siehe den folgenden Abschnitt höhere Führungskräfte).
Die Nationalität soll kein Faktor bei Ernennung von Spitzenbeamten
sein
Die Auswahl, Ernennung und Laufbahnentwicklung von höheren Beamten wurde reformiert, um eine nationale Einflussnahme zu vermeiden. Das wichtigste Kriterium bei Ernennungen in höhere Führungspositionen sind die Verdienste und die Erfahrung des Beamten. Dabei achtet die Kommission auf ein angemessenes Gleichgewicht zwischen den Staatsangehörigen der einzelnen Mitgliedstaaten in ihren Dienststellen und fördert eine ausgewogene Vertretung von Männern und Frauen.
Der Beginn einer erfolgreichen Karriere 
Mit der Schaffung von EPSO (Europäisches Amt für Personalauswahl) ist die Einstellungspolitik professioneller und effizienter gestaltet worden. Seine Web-Site verfolgt das Ziel, der Öffentlichkeit freien Zugang zu verlässlichen Auskünften über die Einstellungen bei den EU-Institutionen zu übermitteln und sich der modernen Informationstechnologien zu bedienen, um die Durchführung der Auswahlverfahren zu verbessern.

