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Einstufung von Beamten, die ein allgemeines Auswahlverfahren bestanden haben (bis zum 30. April 2004).

Laufbahngruppen, Besoldungsgruppen und Dienstaltersstufen in der Kommission Seitenanfang

Unabhängig von der Laufbahngruppe werden neue Beamte in der Regel zuerst in einem Referat, der kleinsten organisatorischen Einheit in der Kommission, eingesetzt. Neue Beamte sind unter der Weisung ihres Referatsleiters tätig. Der Referatsleiter ist einem Direktor unterstellt, der für eine Direktion zuständig ist, die in der Regel aus drei bis sieben Referaten besteht. Der Direktor ist dem Generaldirektor (bzw. falls sein Vorgesetzter ein stellvertretender Generaldirektor ist, dem stellvertretenden Generaldirektor) unterstellt. Der Generaldirektor trägt die Verantwortung für eine Generaldirektion und ist unmittelbar einem Kommissionsmitglied rechenschaftspflichtig. Eine Generaldirektion ist für einen bestimmten Politikbereich (z.B. Sozialpolitik, Umweltschutz, Handel, Haushalt usw.) zuständig. Dies lässt sich bis zu einem gewissen Maße mit einem Ministerium auf nationaler Ebene vergleichen.

Die Dienstposten bei der Kommission sind nach Art und Bedeutung der ihnen entsprechenden Aufgaben verschiedenen Laufbahngruppen zugewiesen. Es gibt vier Laufbahngruppen, die in absteigender Rangfolge mit den Buchstaben A, B, C und D bezeichnet werden. Jede Laufbahngruppe ist in Besoldungsgruppen und jede Besoldungsgruppe ihrerseits in Dienstaltersstufen untergliedert, die jeweils von 1 bis 8 reichen können.

Laufbahngruppe Besoldungsgruppe Anzahl Dienstaltersstufen
A A1 6
  A2 6
  A3 8
  A4 8
  A5 8
  A6 8
  A7 6
  A8 2
 
B B1 8
  B2 8
  B3 8
  B4 8
  B5 4
 
C C1 8
  C2 8
  C3 8
  C4 8
  C5 4
 
D1 D1 8
  D2 8
  D3 8
  D4 4

1 Die Laufbahngruppe D wird schrittweise abgeschafft

Wer tut was in welcher Laufbahn- und Besoldungsgruppe? Seitenanfang

Der höchste Beamte ist ein Generaldirektor, der als A1-Beamter eingestuft ist, während ein Direktor der Besoldungsgruppe A2 angehört und Referatsleiter in die Besoldungsgruppen A3 bis A5 eingestuft sind.

Die Laufbahngruppe A umfasst Tätigkeiten mit Weisungsbefugnis und Referententätigkeiten, die Laufbahngruppe B Sachbearbeitertätigkeiten, die Laufbahngruppe C ausführende Tätigkeiten und Sekretariataufgaben und die Laufbahngruppe D manuelle oder Hilfstätigkeiten. Übersetzer und Dolmetscher sind in der Sonderlaufbahn Sprachendienst zusammengefasst, die mit den Buchstaben LA bezeichnet ist.

Die meisten neu eingestellten Beamten der Laufbahngruppe A beginnen ihre Laufbahn als A8- oder A7-Beamte (ausgenommen bei allgemeinen Auswahlverfahren für höhere Besoldungsgruppen). Die Laufbahngruppe A umfasst acht Besoldungsgruppen, die jeweils in Dienstaltersstufen unterteilt sind. Ein Beamter der Stufe A7/1 steigt nach zwei Jahren automatisch in die Stufe A7/2 und nach weiteren zwei Jahren in die Stufe A7/3 auf, wobei jedes Aufsteigen mit einer Gehaltsanhebung verbunden ist. Dieser Automatismus gilt, bis die letzte Stufe erreicht ist. Für eine Einstellung in diese Laufbahngruppe wird ein Hochschulabschluss mit Promotionsberechtigung vorausgesetzt.

Beamte mit Sachbearbeitertätigkeit müssen mindestens die Sekundarstufe II abgeschlossen haben. Sie werden in die Laufbahngruppe B eingestuft, die fünf Besoldungsgruppen umfasst.

Für Sekretariatsaufgaben (und für ausführende Tätigkeiten) eingestellte Beamte müssen mindestens die Sekundarstufe I abgeschlossen haben. Sie werden in die Laufbahngruppe C eingestuft, die fünf Besoldungsgruppen umfasst.

Manuelle und Hilfstätigkeiten setzen den Abschluss der Primarstufe (sowie gegebenenfalls einer berufsbildenden Schule) voraus. Sie werden von Beamten der Laufbahngruppe D ausgeführt, die vier Besoldungsgruppen umfasst. Mit der laufenden Verwaltungsreform wird die Laufbahngruppe D allmählich abgeschafft. Diese Aufgaben werden künftig von neuen Vertragsbediensteten übernommen. Die derzeitigen D-Beamten verbleiben innerhalb des Systems, weitere Einstellungen erfolgen jedoch nicht.

In welche Besoldungsgruppe werden Sie eingestellt werden? Seitenanfang

Laufbahnen für allgemeine Auswahlverfahren Seitenanfang

Die vorgenannten Besoldungsgruppen sind in Laufbahnen mit in der Regel zwei Besoldungsgruppen eingeteilt.

Allgemeine Auswahlverfahren werden in der Regel für solche Laufbahnen veranstaltet.

Über 90 % der neu eingestellten Beamten der Kommission haben ein "großes" allgemeines Auswahlverfahren für die folgenden Laufbahnen bestanden:

(A 7/A 6), (A 8), (LA 7/L A 6), (L A 8) und gelegentlich (A 5/ A 4)
(B 5/B 4)
(C 5/C 4)
(D 3/D 2)

In der Regel werden neue Kommissionsbeamte in die Eingangsbesoldungsgruppe der Laufbahn, für die sie das Auswahlverfahren bestanden haben, eingestellt, d.h. die Einstellung erfolgt in die Besoldungsgruppe A7 statt A6, B5 statt B4 usw.

Außer für die Besoldungsgruppe A8 ist für alle Besoldungsgruppen eine nach Jahren festgelegte Mindestdauer der Berufserfahrung vorgeschrieben (siehe nachfolgende Tabelle).

Bei der Bestimmung der Besoldungsgruppen neuer Beamter prüft die Kommission die Bewerbungsunterlagen, die der Bewerber während des Einstellungsverfahren vorgelegt hat und aus denen hervorgeht, welche Berufserfahrung der Bewerber nach Erlangen des für die entsprechende Laufbahngruppe erforderlichen Bildungsabschlusses erworben hat.

"Normale" Einstellung: Unterste Dienstaltersstufe der untersten Besoldungsgruppe der Laufbahn Seitenanfang

Eine "normale" Einstellung im Anschluss an ein "großes" allgemeines Auswahlverfahren erfolgt in die unterste Dienstaltersstufe der untersten Besoldungsgruppe der betreffenden Laufbahn, wie in der nachstehenden Tabelle dargestellt:

Laufbahnen: Einstellung in: Berufserfahrung mindestens:
Laufbahngruppe A
Hauptverwaltungsrat: (A5/A4) A5 Dienstaltersstufe 1 für A5: 12 Jahre
für A4: nicht festgelegt
Verwaltungsrat: (A7/A6) A7 Dienstaltersstufe 1 für A7: 3 Jahre
für A6: nicht festgelegt
Verwaltungsreferendar: (A8) A8 Dienstaltersstufe 1 0 Jahre
Laufbahngruppe B
Technischer Hauptinspektor,
Sekretariatshauptinspektor
oder Verwaltungshauptinspektor
und technischer Inspektor,
Sekretariatsinspektor oder
Verwaltungsinspektor: (B5/B4)
B5 Dienstaltersstufe 1 für B5: 3 Jahre
für B4: nicht festgelegt
Laufbahngruppe C
Büroassistent oder
Verwaltungsassistent: (C5/C4)
C5 Dienstaltersstufe 1 für C5: 3 Jahre
für C4: nicht festgelegt
Laufbahngruppe D
Hauptamtsgehilfe oder
technischer Hauptamts-
gehilfe: (D3/D2)
D3 Dienstaltersstufe 1 für D3: 2 Jahre

Beispiel: Einstufung in Besoldungsgruppen Seitenanfang

Absolvent eines Auswahlverfahrens A 7/A 6

Ernennung zum Beamten auf Probe: provisorische Einstufung in unterer Besoldungsgruppe, erste Dienstalterstufe: A 7/1

Endgültige Einstufung nach ca. 6 Monaten

Regeleinstufung:

Erste Dienstalterstufe untere Besoldungsgruppe des Auswahlverfahrens: A 7

Abweichung von der Regeleinstufung:

In Ausnahmefällen und unter Berücksichtigung von Erwägungsgründen: A 6

Berücksichtigung von Berufserfahrung:

Entspricht die Mindestlänge der Berufserfahrung derjenigen, die im Auswahlverfahren gefordert wurde (bei A 6/ A 7 drei Jahre):

Einstufung in erste Dienstalterstufe: A7/1

Bei übersteigender Länge an Berufserfahrung maximale Anerkennung von 4 Jahren Berufserfahrung:

Maximal bis zu zwei Dienstalterstufen mehr: A 7/3

Einstellung im Wege von fachspezifischen allgemeinen Auswahlverfahren in die Laufbahngruppen B und C Seitenanfang

B- und C-Beamte können im Wege fachspezifischer Auswahlverfahren eingestellt werden, in denen besondere Anforderungen gestellt und spezielle Berufserfahrung verlangt werden; dies gilt auch in Zeiten des Beitritts neuer Mitgliedstaaten.

Für die Einstufung in die folgenden Besoldungsgruppen und Dienstaltersstufen innerhalb jeder Laufbahn wird mindestens die nachstehende Dauer der Berufserfahrung verlangt:

Besoldungsgruppe B1/1 22 Jahre
Besoldungsgruppe B2/1 nicht festgelegt*
Besoldungsgruppe B3/1 12 Jahre

Besoldungsgruppe C1/1 22 Jahre
Besoldungsgruppe C2/1 nicht festgelegt*
Besoldungsgruppe C3/1 12 Jahre

Besoldungsgruppe D1/1 15 Jahre

* Analog zu den beschriebenen Verfahren.

Einstellung und Beförderung von Beamten der Besoldungsgruppen A1, A2, A3 und LA3 Seitenanfang

Die Kommission kann beschließen, freie Planstellen für Führungskräfte nicht nur intern, sondern auch extern in führenden Zeitungen zu veröffentlichen. A3-Planstellen werden in der Regel nur intern veröffentlicht. In Zeiten der Erweiterung wird in größerem Umfang auf die Veröffentlichung der Stelle in Zeitungen zurückgegriffen.

Besoldungsgruppe innerhalb der Laufbahngruppe: Je nach Stellenausschreibung wird ein neuer leitender Beamter der Kommission in der Besoldungsgruppe A3, LA3, A2 oder A1 ernannt. Die oberste Führungsebene der Kommission setzt sich aus A1- und A2-Beamten zusammen, während A3 noch zur mittleren Führungsebene gehört.

Dienstaltersstufe innerhalb der Besoldungsgruppe: ein erfolgreicher interner Bewerber wird in der neuen Besoldungsgruppe stets in einer Dienstaltersstufe ernannt, die mit einer leichten Gehaltsanhebung gegenüber dem früheren Gehalt verbunden ist. Das Dienstalter in der neuen Dienstaltersstufe wird aufgrund der alten Dienstaltersstufe in der vorigen Besoldungsgruppe berechnet (siehe Artikel 46 des Statuts).

Leitende Beamte, die von außerhalb der Organe eingestellt werden, werden generell in der ersten Dienstalterstufe ihrer Besoldungsgruppe ernannt. Von dieser Regel kann nur bei Bewerbern mit sehr weitreichender Berufserfahrung abgewichen werden.

Die Kommissionsdienststellen arbeiten zur Zeit an einem Durchführungsbeschluss über die Einstufung neu eingestellter leitender Beamter, mit dem der Einstufungsprozess transparenter gestaltet und eine Ungleichbehandlung vermieden werden soll.

Vom Einstufungsausschuss vorgeschlagene Einstufung Seitenanfang

Bei der Einstellung wird ein Beamter auf Probe generell vorläufig in die unterste Dienstaltersstufe der Besoldungsgruppe der Laufbahngruppe, für die er das allgemeine Auswahlverfahren bestanden hat, eingestuft, d.h. A8/1, A7/1, B5/1, C5/1.

Nach einigen Monaten beschließt die so genannte Anstellungsbehörde (siehe unten) förmlich, in welche Dienstaltersstufe und Besoldungsgruppe ein neu eingestellter Beamter der Kommission einzustufen ist. Dieser Beschluss wird in der Regel mehrere Monate nach Dienstantritt getroffen. Die Anstellungsbehörde wird vom Einstufungsausschuss unterstützt, der sämtliche Unterlagen, die der Beamte bei der Einstellung vorgelegt hat, auf Bildungsabschlüsse und Berufserfahrung hin prüft. Dieser Ausschuss setzt sich aus Vertretern der Verwaltungsdienststellen, die vom Generaldirektor der für Personalverwaltung zuständigen GD ADMIN ernannt werden, und Angehörigen der Personalvertretung zusammen. Er tritt etwa einmal monatlich zusammen und nimmt gegenüber der Anstellungsbehörde unverbindlich Stellung. Die Anstellungsbehörde richtet sich in den meisten Fällen nach den Empfehlungen des Einstufungsausschusses.

Für die Europäische Kommission in Brüssel fungiert die Kommission als Anstellungsbehörde für die Eingangsbesoldungsgruppe der Laufbahn. Dabei wird sie durch die folgenden Beamten vertreten:

Sämtliche Eingangsbesoldungsgruppen: Herr Roger Fry, Referatsleiter, GD ADMIN A/4
(sämtliche Besoldungsgruppen außer A1, A2, A3)

Ernennung in der höheren Besoldungsgruppe der Laufbahn (z.B. A6 statt A7, B4 statt B5 usw.)

Besoldungsgruppen C und D: Herr Roger Fry, Referatsleiter, GD ADMIN A/4

Besoldungsgruppen B: Frau Irene Souka, Direktorin, DG ADMIN A

Besoldungsgruppen A: Herr Horst Reichenbach, Generaldirektor, GD ADMIN

Die Anstellungsbehörde für die Europäische Kommission in Luxemburg setzt sich wie folgt zusammen:

Sämtliche Eingangsbesoldungsgruppen: Herr B.M. Reynolds, Referatsleiter, GD ADMIN C 2

Ernennung in der höheren Besoldungsgruppe der Laufbahn (z.B. A 6 statt A 7, B 4 statt B 5 usw.)

C und D Besoldungsgruppen: Herr B.M. Reynolds, Referatsleiter, GD ADMIN C 2

B Besoldungsgruppe: Frau de Sola, Direktor, GD ADMIN C

A Besoldungsgruppe: Herr Horst Reichenbach, Generaldirektor, GD ADMIN

Für die Forschungsdienststellen der Kommission in Brüssel, die Gemeinsame Forschungsstelle und die verschiedenen Ämter gibt es jeweils eigene Anstellungsbehörden. Die Namen der Mitglieder dieser Anstellungsbehörden können Sie bei der betreffenden Personalabteilung in Erfahrung bringen.

Berufserfahrung, die nach Erlangen des Bildungsabschlusses, der zum Zugang zu der Laufbahngruppe berechtigt, und nach dem 18. Lebensjahr erworben wurde, wird aufgrund der Tätigkeit beurteilt, die der Bewerber bis zum Zeitpunkt des Dienstantritts bei der Kommission ausgeübt hat.

Höhere Besoldungsgruppen Seitenanfang

Nur wenige Bewerber werden höher als in die unterste Besoldungsgruppe ihrer Laufbahn eingestuft. Erfahrungsgemäß können etwa 10% der neu eingestellten Beamten damit rechnen, in ihrer Laufbahn in eine höhere Besoldungsgruppe eingestuft zu werden.

So kann sich ein besonderer Bedarf ergeben, der einen Bewerber für die Kommission "interessanter" macht als andere. Die diesbezügliche Vorschrift lautet wie folgt:

"[…] die Anstellungsbehörde [kann] beschließen, den Beamten auf Probe in der höheren Besoldungsgruppe der Laufbahn zu ernennen, wenn die spezifischen dienstlichen Erfordernisse die Einstellung eines besonders qualifizierten Beamten erfordern oder wenn der eingestellte Beamte über außergewöhnliche Qualifikationen verfügt."

Die Bewerber für eine höhere Einstufung in der Laufbahn müssen im Vergleich zu anderen außergewöhnlich qualifiziert sein, aber auch die Dauer der Berufserfahrung oder der dringende Bedarf an bestimmten Fähigkeiten kann ausschlaggebend sein (Beispiel: der Bedarf an Computerfachleuten am Ende des letzten Jahrhunderts).

Was wird für eine höhere Einstufung vorausgesetzt? Seitenanfang

Die Kommission ist bestrebt, in der Einstellungsphase die besten und am höchsten qualifizierten Bewerber ausfindig zu machen und höher einzustufen.

Bei der Suche nach den besten Bewerbern konzentriert sich der Einstufungsausschuss auf folgende Faktoren, auf die er unter anderem seine Stellungnahmen stützt:

Hauptkriterium für eine Einstufung in eine höhere Besoldungsgruppe ist vor allem die Erwartung, dass die Kommission in einem ihrer Tätigkeitsfelder von der Berufserfahrung des neu eingestellten Beamten profitiert. Zweitwichtigstes Kriterium ist die Dauer dieser Erfahrung. Generell kann ein Beamter dann erwarten, in die Besoldungsgruppe A6, B4 oder C4 statt A7, B5 oder C5 eingestuft zu werden, wenn er auf eine mindestens zehnjährige Berufserfahrung von außergewöhnlicher Qualität und besonderer Relevanz zurückblicken kann. Dies ist allerdings nur ein Richtwert, der nicht automatisch angewendet wird.

Beispiel: Im Wege eine s allgemeinen Auswahlverfahrens für die Laufbahn A7/A6 eingestellter Beamter

Beamter auf Probe bei der Einstellung: vorläufige Einstufung in die unterste Dienstaltersstufe der unteren Besoldungsgruppe der Laufbahn, für die er das Auswahlverfahren bestanden hat: A7/1

Förmliche Einstufung nach einigen Monaten:

Normalfall (Mehrheit der eingestellten Bewerber):

Dienstaltersstufe 1, 2 oder 3 der unteren Besoldungsgruppe der Laufbahn: A7

Ausnahme (nur wenige eingestellte Bewerber):

Ausnahmsweise und unter Berücksichtigung der für die Kommission relevanten Kriterien:

Dienstaltersstufe 1, 2 oder 3 der Besoldungsgruppe A 6

In welcher Dienstaltersstufe Ihrer Besoldungsgruppe werden Sie eingestellt werden? Seitenanfang

Dienstaltersstufe in der Besoldungsgruppe/ Verbesserung bei der Dienstaltersstufe Seitenanfang

Jede Besoldungsgruppe ist in Dienstaltersstufen unterteilt, die den im Dienst verbrachten Monaten/Jahren entsprechen. Die unterste Dienstaltersstufe trägt die Zahl 1 (siehe auch die Tabelle). Beamte steigen automatisch alle zwei Jahre in eine höhere Dienstaltersstufe auf, was jeweils mit einer Anhebung des Grundgehalts in ihrer Besoldungsgruppe verbunden ist. Mit der laufenden Verwaltungsreform wird die erbrachte Leistung als Voraussetzung für das Aufsteigen stärker gewichtet und dadurch die heutige Praxis der automatischen Gehaltsanhebung ersetzt, die sich über 14 Jahre bis Erreichen der letzten Dienstaltersstufe einer Besoldungsgruppe erstrecken kann. Vor allem in der höchsten Besoldungsgruppe, bis zu der ein Beamter im Laufe einer normalen Laufbahn aufsteigen kann (A4, B1, C1, D1), kann es geschehen, dass die letzte Dienstaltersstufe erreicht wird. In niedrigeren Besoldungsgruppen wird ein Beamter mit normalen Leistungen in der Regel befördert, bevor er die letzte Dienstaltersstufe seiner Besoldungsgruppe erreicht hat. Ein Beamter auf Lebenszeit kann befördert werden, sobald er ein Dienstalter von zwei Jahren in der betreffenden Besoldungsgruppe erreicht hat.

Die Einstellung erfolgt im Allgemeinen in die unterste Besoldungsgruppe der Laufbahn und in die unterste Dienstaltersstufe der Besoldungsgruppe. So wird z.B. ein A7-Beamter bei der Einstellung in die Dienstaltersstufe 1 eingestuft (d.h. A7/1). Nach zwei Jahren steigt der Beamte automatisch in der Besoldungsgruppe A7 in die Dienstaltersstufe 2 auf und so weiter bis zur Dienstaltersstufe 6, der letzten Dienstaltersstufe der Besoldungsgruppe A7 (A7/6). Der Fall, dass ein Beamter auf einer Dienstaltersstufe blockiert ist, tritt in der Regel nur ein, wenn er die höchste Besoldungsgruppe seiner Laufbahngruppe erreicht hat (D1, C1, B1, A4) oder unterdurchschnittliche Leistungen erbringt. In der Regel kann ein Beamter nach einigen Jahren mit einer Beförderung rechnen.

Dienstaltersstufen in den Besoldungsgruppen (die jeweils zwei Dienstjahren entsprechen)
Besoldungsgruppe: Anzahl der Dienstaltersstufen in den Besoldungsgruppe:
A1 and A2: 6    (d.h. A1/1, A1/2, A1/3, … A1/6)
A3/LA3 - A6/LA6 8    (d.h. A3/1, … A 3/8) usw.
A7/LA7 6
A8/LA8 2
 
B1 - B4 8
B5 4
 
C1 - C4 8
C5 4
 
D1- D3 8
D4 4

Sie können höher eingestuft werden als in die erste Dienstaltersstufe Seitenanfang

Beamte auf Probe können in eine höhere als die erste Dienstaltersstufe eingestuft werden, wenn die Dauer ihrer Berufserfahrung die für die Einstellung vorausgesetzte Dauer übertrifft.

In solchen Fällen gewährt die Anstellungsbehörde eine Verbesserung bei der Dienstaltersstufe der Besoldungsgruppe von bis zu vier Jahren bzw. 48 Monaten (sechs Jahre/72 Monate in den Besoldungsgruppen A1 bis A4, LA3 und LA4). Das bedeutet, dass neu eingestellten Beamten der Besoldungsgruppen A7, B5 oder C5 eine Verbesserung bei der Dienstaltersstufe bis A7/3, B5/3 und C5/3 gewährt werden kann.

Die Berufserfahrung wird nach Monaten ab Erlangung der ersten Qualifikation (Hochschulabschluss oder sonstiger Abschluss) berechnet, die zum Zugang zu der Laufbahngruppe/Laufbahn berechtigt, in der der Dienstposten zu besetzen ist. Das Intervall für eine zusätzliche Dienstaltersstufe beträgt stets zwei Jahre. Ein A7-Beamter, der als A7/2 eingestuft wird, muss eine mindestens fünfjährige Berufserfahrung aufweisen (die drei Jahre, die für die unterste Stufe A7/1 Voraussetzung sind, zuzüglich zwei weitere Jahre Berufserfahrung).

Ein ergänzender Ausbildungsgang auf einer Ebene, die mindestens der Qualifikation des eingestellten Bewerbers entspricht, kann ebenfalls als Berufserfahrung angerecht werden, es gilt allerdings nur die normale Studien-/Ausbildungsdauer.

Die Dauer eines Hochschulstudiums kann je nach Mitgliedstaat zwischen drei und acht Jahren betragen, was bei der Einstufung zu Verzerrungen führen kann. Aus diesem Grund wurde diese Differenz in der Praxis von fünf auf zwei Jahre verringert: Bei einem kurzen Studiengang (Abschluss nach einer Mindeststudienzeit von weniger als vier Jahren) wird als Berufserfahrung die Zeit ab dem Ende des ersten Jahres nach dem Hochschulabschluss angerechnet. Bei einem langen Studiengang (Abschluss erst nach einer Mindeststudienzeit von mehr als sechs Jahren) wird eine Berufserfahrung vom siebten Studienjahr an gerechnet.

Die Länge des Wehrdienstes wird nur bei der Festsetzung der Dienstaltersstufe eines Beamten berücksichtigt.

Berufserfahrung nach erfolgtem Hochschulstudium, deren Niveau unterhalb der Aufgabenstellung der Sonderlaufbahn LA bzw. der Laufbahngruppe A angesiedelt ist, findet keine Berücksichtigung.

Für die Berufserfahrung von Übersetzern und Dolmetschern (Beamte der Sonderlaufbahn LA) gilt die folgende Sonderregelung:

Freiberuflich erworbene Erfahrung kann aufgrund entsprechender Belege für die tatsächliche Dauer dieser Tätigkeit vollständig berücksichtigt werden.

Berufserfahrung mit Unterricht in der Muttersprache findet keine Berücksichtigung, während in einer Fremdsprache erteilter Unterricht angerechnet wird.

Wird ein Beamter in die höhere Besoldungsgruppe einer Laufbahn (A6, B4, C4) eingestuft, so wird die Dienstaltersstufe aufgrund der insgesamt erfüllten, maßgeblichen Kriterien festgelegt.

Höchste Besoldungsgruppe/Dienstaltersstufe, die von neu eingestellten Beamten erreicht werden kann Seitenanfang

Laufbahngruppe/Eingangs-besoldungsgruppe Für die Einstufung in die Eingangsbesoldungsgruppe erforderliche Dauer der Berufserfahrung in Jahren Angerechnete zusätzliche Berufserfahrung des Bewerbers Höchstmögliche Dienstaltersstufe
A 1/1 15 nicht festgelegt* A 1/4**
A 2/1 15 nicht festgelegt* A 2/4**
A 3/1/LA 3/1 15 nicht festgelegt* A 3/4/LA 3/4**
A 4/1/LA 4/1 nicht festgelegt* nicht festgelegt* A 4/4/LA 4/4
A 5/1/LA 5/1 12 4 Jahre A 5/3/LA 5/3
A 6/1/LA 6/1 nicht festgelegt* nicht festgelegt* A 6/3/LA 6/3
A 7/1/LA 7/1 3 4 Jahre A 7/3/LA 7/3
A 8/1/LA 8/1 0 2 Jahre A 8/2/LA 8/2
 
B 1/1 22 4 Jahre B 1/3
B 2/1 nicht festgelegt* nicht festgelegt* B 2/3
B 3/1 12 4 Jahre B 3/3
B 4/1 nicht festgelegt* nicht festgelegt* B 4/3
B 5/1 3 4 Jahre B 5/3
 
C 1/1 22 4 Jahre C 1/3
C 2/1 nicht festgelegt* nicht festgelegt* C 2/3
C 3/1 12 4 Jahre C 3/3
C 4/1 nicht festgelegt* nicht festgelegt* C 4/3
C 5/1 3 4 Jahre C 5/1
 
D 1/1 15 4 Jahre D 1/3
D 2/1 nicht festgelegt* nicht festgelegt* D 2/3
D 3/1 2 4 Jahre D 3/3
D 4/1 0 4 Jahre D 4/3

* Analog zu den beschriebenen Verfahren.
**Für die Einstellung in die Besoldungsgruppen A1, A2 und A3 ist eine fünfzehnjährige Berufserfahrung die Mindestvoraussetzung. In den derzeit in Arbeit befindlichen Durchführungsvorschriften wird festgelegt, wie viele Jahre Berufserfahrung darüber hinaus erforderlich sind, um in diesen Besoldungsgruppen in eine höhere Dienstaltersstufe eingestuft werden zu können.

Dienstalter/Berufserfahrung

Beispiel: Im Wege eines allgemeinen Auswahlverfahrens für die Laufbahn A7/A6 eingestellter Beamter

Dauer der Berufserfahrung entspricht der Dauer, die für die betreffende Besoldungsgruppe vorausgesetzt wird, d.h. drei Jahre für A7:

Einstufung in die erste Dienstaltersstufe der Eingangsbesoldungsgruppe: A7/1

Dauer der Berufserfahrung überschreitet die für die Einstufung in die Dienstaltersstufe 1 erforderliche Dauer um bis zu vier Jahre:

Höchstens zwei zusätzliche Dienstaltersstufen: A7/3

Aufrechterhaltung der Höhe des Gehalts bei der Beförderung Seitenanfang

Bei der Beförderung in eine höhere Besoldungsgruppe wird der Beamte in dieser Besoldungsgruppe in eine Dienstaltersstufe eingestuft, mit der eine Gehaltsanhebung gegenüber dem vorigen Gehalt verbunden ist.

Das Dienstalter des Beamten nach der Beförderung ist nicht mit dem in der vorigen Besoldungsgruppe identisch. Der Beamte wird vielmehr in der neuen Besoldungsgruppe in eine Dienstaltersstufe eingestuft, die einer leichten Gehaltsanhebung entspricht. So wird ein Beamter der Besoldungsgruppe und Dienstaltersstufe A7/3 in die Besoldungsgruppe und Dienstaltersstufe A6/1 eingestuft, was einer höheren Besoldungsgruppe und einem höheren Grundgehalt entspricht. Nach der Beförderung steigt der Beamte wie gewohnt alle zwei Jahre in eine höhere Dienstaltersstufe (die mit einem höheren Gehalt einhergeht) auf, bis er die letzte Dienstaltersstufe erreicht.

Was tun, wenn Sie mit Ihrer Einstufung nicht einverstanden sind? Seitenanfang

Beamte, die eine Änderung ihrer anfänglichen Einstufung wünschen, können binnen drei Monaten nach dem Tag der Mitteilung des Ernennungsbeschlusses eine Beschwerde einreichen. Hierfür sollten Sie das entsprechende Formblatt bei dem für Humanressourcen (Link zu RHH) zuständigen Beamten Ihrer Generaldirektion anfordern. Das ausgefüllte Formblatt ist zu registrieren und auf dem Dienstweg der GD ADMIN/B/2 zu übermitteln (Artikel 90 des Statuts).

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