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12/08/2009
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Öffentliche Konsultation über die Durchführung der neu aufgelegten Strategie zur Minderung der CO 2-Emissionen von Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen

Am 7. Februar 2007 veröffentlichte die Europäische Kommission zwei Mitteilungen über die „Ergebnisse der Überprüfung der Strategie der Gemeinschaft zur Minderung der CO2-Emissionen von Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen“ und über „Ein wettbewerbsfähiges Kfz-Regelungssystem für das 21. Jahrhundert“. Darin legte sie dar, dass sie zur Erreichung des EU-Zieles einen integrierten Ansatz verfolgen will. Ein durchschnittlicher Neuwagen soll demnach 2012 noch maximal 120 g Kohlenstoffdioxid (CO 2) pro km ausstoßen dürfen.

Im Einzelnen hat die Kommission Folgendes vorgeschlagen:

„Die Kommission wird ihren integrierten Ansatz im Hinblick auf das EU-Ziel von 120 g/km CO 2 bis 2012 verfolgen. Dies kann durch eine Kombination von Aktionen auf EU- und Mitgliedsstaatenebene erreicht werden. Sie will möglichst noch 2007, spätestens aber bis Mitte 2008 einen Rechtsrahmen vorschlagen, um dieses Ziel zu erreichen. Es soll verbindlich vorgeschrieben werden, dass durch motortechnische Maßnahmen die durchschnittlichen CO 2-Emissionen neuer Pkw-Modelle auf 130 g/km zu senken sind und dass eine weitere Senkung um 10 g/km oder ein gleichwertiger Effekt durch andere technische Maßnahmen und den verstärkten Einsatz von Biokraftstoffen zu erreichen ist, insbesondere durch

  1. Festlegung von Mindestanforderungen an die Kraftstoffeffizienz von Klimaanlagen,
  2. obligatorische Ausstattung der Fahrzeuge mit genau arbeitenden Systemen zur Reifendrucküberwachung,
  3. Festsetzung von Grenzwerten für den Rollwiderstand von Reifen an Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen in der EU,
  4. Ausstattung der Fahrzeuge mit Gangwechselanzeigen unter Berücksichtigung ihrer tatsächlichen Nutzung durch die Verbraucher unter realen Fahrbedingungen,
  5. Verbesserung der Kraftstoffeffizienz leichter Nutzfahrzeuge mit dem Ziel, deren CO 2-Emissionen bis 2012 auf 175 g/km und bis 2015 auf 160 g/km zu senken,
  6. verstärkten Einsatz von Biokraftstoffen zur Steigerung der Umweltverträglichkeit.

Die Wirkung dieser Maßnahmen wird überprüf- und messbar sein. Es wird sichergestellt, dass von ihnen bewirkte Senkungen der CO 2-Emissionen nicht doppelt gezählt werden.

Neben rechtlichen Maßnahmen sollte die Kommission im Rahmen ihrer Strategie zur CO 2-Reduktion ergänzende Maßnahmen fördern: Maßnahmen für andere Kraftfahrzeuge (wie schwere Nutzfahrzeuge) Maßnahmen der Mitgliedstaaten (wie CO 2-abhängige Besteuerung und andere steuerliche Maßnahmen, Praxis der öffentlichen Beschaffung, Verkehrsmanagement, Gestaltung der Infrastruktur) und Maßnahmen zur Beeinflussung des Verbraucherverhaltens (umweltbewusste Kaufentscheidung, umweltbewusstes Fahren).“

Diese Initiative ist im größeren Zusammenhang des Kampfes gegen den Klimawandel zu sehen. Autos sind für viele Europäer ein wichtiger Teil ihres täglichen Lebens. Der Autoverkehr trägt jedoch in hohem Maße zum Klimawandel bei, denn er ist für etwa 12 % der Gesamtemissionen von Kohlendioxid (CO 2) in der EU verantwortlich. Daher hat sich die Europäische Union zu einer ehrgeizigen Senkung ihrer Treibhausgasemissionen und zu Verbesserungen der Energieeffizienz verpflichtet. Alle einschlägigen Wirtschaftszweige sollten zur Erfüllung dieser Verpflichtungen beitragen.

Weitere Informationen zum Verfahren von der Konsultation bis zur Annahme der endgültigen Rechtsvorschriften finden Sie hier:
http://ec.europa.eu/environment/air/transport/co2/co2_home.htm
Letzte Aktualisierung: 16/02/2009  |Seitenanfang