Programmleitfaden online

Inhaltsverzeichnis

Mobilitätsprojekt für junge Menschen und Fachkräfte der Jugendarbeit

Im Rahmen dieser Aktion können zwei Arten von Projekten gefördert werden:

  • Mobilitätsprojekte, die Jugendbegegnungen und/oder Aktivitäten von Fachkräften der Jugendarbeit umfassen können.
  • Mobilitätsprojekte, die eine oder mehrere Aktivitäten im Bereich der Freiwilligenarbeit beinhalten können1.

2018 wird folgenden Projekten bei der Auswahl besondere Beachtung geschenkt:

  • Projekte, die marginalisierte junge Menschen erreichen wollen, kulturelle Diversität fördern, interkulturellen und religiösen Dialog, die gemeinsamen Werte Freiheit, Toleranz und Achtung vor Menschenrechten entwickeln sowie Projekte, die Medienkompetenzen, kritisches Denken und den unternehmerischen Sinn junger Menschen erhöhen.
  • Projekte, die darauf abzielen, Fachkräfte der Jugendarbeit mit Kompetenzen und Methoden auszustatten, die – mit dem Ziel der Vermeidung von Radikalisierung von jungen Menschen - die Vermittlung fundamentaler und gemeinsamer Werte unserer Gesellschaft ermöglichen.

Insbesondere sollen mit diesen Projekten junge Menschen erreicht werden, die sich am Rand der Gesellschaft bewegen. Angesichts der gegenwärtigen krisenhaften Situation in Europa und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Jugendarbeit, non-formale Lernaktivitäten und Freiwilligenarbeit einen bedeutenden Beitrag dazu leisten können, die Bedürfnisse von Flüchtlingen, Asylsuchenden und Migranten zu adressieren und/oder entsprechende Aufmerksamkeit in den lokalen Gemeinschaften zu erhöhen – wird besondere Aufmerksamkeit auch darauf gelegt werden, diejenigen Mobilitäts-Vorhaben zu unterstützen, die Flüchtlinge, Asylsuchende und Migranten einbeziehen.

Mobilitätsprojektef für Junge Menschen und Fachkräfte Der Jugendarbeit Jugendbegegnungen und Mobilität Von Fachkräften Der Jugendarbeit2.

In einem Mobilitätsprojekt können eine oder mehrere der folgenden Aktivitäten kombiniert werden:

Mobilität für junge Menschen: Jugendbegegnung:

Eine Jugendbegegnung bietet Gruppen junger Menschen aus mindestens zwei verschiedenen Ländern Gelegenheit, zu gemeinsamen Aufenthalten von bis zu 21 Tagen zusammenzukommen. Die Teilnehmer einer Jugendbegegnung führen, unterstützt von Gruppenleitern, gemeinsam ein Arbeitsprogramm mit Workshops, Übungen, Diskussionen, Rollenspielen, Simulationen, Aktivitäten im Freien usw. durch, das vor dem Austausch von der betreffenden Gruppe gestaltet und vorbereitet wurde. Durch eine Jugendbegegnung können junge Menschen Kompetenzen entwickeln, für gesellschaftlich relevante Sachverhalte/Themenbereiche sensibilisiert werden, neue Kulturen, Bräuche und Lebensweisen kennenlernen (hauptsächlich durch Peer-Learning) und Werte wie Solidarität, Demokratie und Freundschaft stärken. Der Lernprozess bei einer Jugendbegegnung wird durch nichtformale Lernmethoden angestoßen. Die vergleichsweise kurze Dauer einer solchen Maßnahme ermöglicht die angemessene und geeignete Einbindung von Jugendlichen mit geringeren Chancen; als solche bietet eine Jugendbegegnung die Möglichkeit, eine internationale Mobilitätserfahrung im geschützten Raum einer Gruppe zu machen und diese mit einer adäquaten Anzahl von Gruppenleitern durchzuführen, um alle Teilnehmenden in der Aktivität gut zu begleiten. Eine Jugendbegegnung stellt weiterhin einen geeigneten Rahmen dar, um Diskussionen und Lernprozesse zu den Lernfeldern Inklusion und Diversität zu ermöglichen. Eine Jugendbegegnung erfolgt in internationaler Zusammenarbeit von mindestens zwei (oder mehr) teilnehmenden Organisationen aus verschiedenen Ländern innerhalb und außerhalb der Europäischen Union.

Nicht förderfähig im Rahmen eine Jugendbegegnung sind die folgenden Aktivitäten: Studienfahrten, Austauschaktivitäten, mit denen ein Gewinn erwirtschaftet werden soll, Austauschaktivitäten mit touristischem Charakter, Festivals, Urlaubsreisen und Konzertreisen.

Mobilität von Fachkräften der Jugendarbeit:

Diese Aktivität unterstützt die berufliche Weiterbildung von Fachkräften der Jugendarbeit über die Durchführung von Aktivitäten wie transnationalen/internationalen Seminaren, Schulungen, Kontaktveranstaltungen, Studienaufenthalten usw. oder Job Shadowing/Hospitationen im Ausland in Organisationen im Bereich der Jugendarbeit. Alle diese Aktivitäten werden durch die am Projekt teilnehmenden Organisationen zusammengestellt. Die Teilnahme von Fachkräften der Jugendarbeit an solchen Aktivitäten trägt zum Kapazitätsaufbau in den beteiligten Jugendorganisationen bei und sollte deutliche Auswirkungen auf die tägliche Arbeit dieser Fachkräfte mit jungen Menschen zeigen. Die Lernergebnisse sollten im Bereich der Jugendarbeit weitere Verbreitung finden.

 

Welche Funktion kommt den an diesem Projekt teilnehmenden Organisationen zu?

An dem Mobilitätsprojekt teilnehmende Organisationen haben folgende Aufgaben:

  • Koordinator eines Projekts zur Förderung der Mobilität junger Menschen: beantragt Unterstützung jeweils für ein gesamtes Projekt im Namen aller Partnerorganisationen.
  • Entsendende Organisation: zuständig für die Entsendung junger Menschen und Fachkräfte der Jugendarbeit ins Ausland zuständig ist (u. a. Regelung praktischer Angelegenheiten, Vorbereitung von Teilnehmern vor der Abreise und Unterstützung von Teilnehmern in allen Projektphasen).
  • Aufnehmende Organisation: zuständig für die Durchführung der betreffenden Aktivität, Entwicklung eines Programms mit Aktivitäten für die Teilnehmer in Zusammenarbeit mit Teilnehmern und mit Partnerorganisationen und Unterstützung der Teilnehmer in allen Projektphasen.

 

Nach welchen Kriterien wird dieses Projekt bewertet?

Im Folgenden werden die formalen Anforderungen erläutert, die Mobilitätsprojekte erfüllen müssen, damit sie für eine Förderung im Rahmen von Erasmus+ in Betracht kommen:

 

Allgemeine Förderkriterien

Förderfähige Aktivitäten

Mobilitätsprojekte im Bereich der Jugend müssen eine oder mehrere der folgenden Aktivitäten beinhalten:

  • Jugendbegegnungen;
  • Mobilität von Fachkräften der Jugendarbeit

Förderfähige teilnehmende Organisationen

Als teilnehmende Organisationen kommen in Betracht:

  • gemeinnützige Organisationen, Verbände, NROs,
  • europäische Jugend-NROs,
  • gemeinwirtschaftliche Unternehmen,
  • öffentliche Stellen auf lokaler Ebene,
  • Gruppen junger Menschen, die Jugendarbeit leisten, aber nicht unbedingt in einer Jugendorganisation tätig sind (d. h. informelle Gruppen junger Menschen)

sowie

  • regionale oder nationale öffentliche Stellen3;
  • Regionalverbände,
  • Europäische Verbünde für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ),
  • kommerzielle Einrichtungen, die sich dem Grundsatz der sozialen Verantwortung in Unternehmen verpflichtet haben,

die in einem Programmland oder einem benachbarten Partnerland der EU ansässig sind (Regionen 1 bis 4; siehe Abschnitt „Förderfähige Länder“ in Teil A dieses Leitfadens).

Wer ist antragsberechtigt?

Jede teilnehmende Organisation oder Gruppe4 mit Sitz in einem Programmland ist antragsberechtigt. Die betreffende Organisation führt die Antragstellung im Namen aller an einem Projekt beteiligten Organisationen durch.

Bei den folgenden Antragstellern werden Projekte zur Förderung der Mobilität junger Menschen in besonderer Weise finanziert (siehe Abschnitt „Welche Regeln bestehen für die Finanzierung von Aktivitäten?“):

  • regionalen oder nationalen öffentlichen Stellen5,
  • Regionalverbänden,
  • Europäischen Verbünden für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ),
  • kommerzielle Einrichtungen, die sich dem Grundsatz der sozialen Verantwortung in Unternehmen verpflichtet haben.

Anzahl und Profil der teilnehmenden Organisationen

Mobilitätsaktivitäten sind länderübergreifende Aktivitäten, an denen immer mindestens zwei Organisationen (eine entsendende und eine aufnehmende Organisation) aus verschiedenen Ländern beteiligt sind. Wenn ein Projekt zur Förderung der Mobilität junger Menschen nur eine Aktivität vorsieht, muss der Koordinator gleichzeitig entsendende oder aufnehmende Organisation sein. Sieht ein Projekt zur Förderung der Mobilität junger Menschen mehrere Aktivitäten vor, kann der Projektkoordinator auch – muss aber nicht – als entsendende und aufnehmende Organisation fungieren. Eine Organisation aus einem benachbarten Partnerland der EU kann in keinem Fall die Funktion des Koordinators übernehmen.

Aktivitäten in Programmländern: Alle teilnehmenden Organisationen müssen aus einem Programmland stammen.

Aktivitäten in Verbindung mit benachbarten Partnerländern der EU: An der Aktivität müssen mindestens jeweils eine Partnerorganisation aus einem Programmland und aus einem benachbarten Partnerland der EU beteiligt sein.

Projektdauer

3-24 Monate.

Wo ist der Antrag zu stellen?

Bei der Nationalen Agentur des Landes, in dem die antragstellende Organisation ansässig ist.

Wann wird der Antrag gestellt?

Antragsteller müssen ihren Finanzhilfeantrag spätestens zu den folgenden Zeitpunkten einreichen:

  • 15. Februar 12.00 Uhr (Mittag Brüsseler Zeit) bei Projekten, die zwischen dem 1. Mai eines Jahres und dem 30. September desselben Jahres beginnen.
  • 26. April 12.00 Uhr (Mittag Brüsseler Zeit) bei Projekten, die zwischen dem 1. August eines Jahres und dem 31. Dezember desselben Jahres beginnen.
  • 4. Oktober 12.00 Uhr (Mittag Brüsseler Zeit) bei Projekten, die zwischen dem 1. Januar eines Jahres und dem 31. Mai des folgenden Jahres beginnen.

Wie ist der Antrag zu stellen?

Nähere Informationen zur Antragstellung finden Sie in Teil C dieses Leitfadens.

Sonstige Kriterien

Dem Antragsformular ist für jede der im Rahmen des Projekts geplante Aktivität ein Zeitplan beizufügen.

Dem Antragsformular muss eine ehrenwörtliche Erklärung des gesetzlichen Vertreters beigefügt werden.

 

Weitere Kriterien für die Förderfähigkeit von Jugendbegegnungen

Dauer der Aktivität

5-21 Tage, ohne Reisezeit.

Ort(e) der Aktivität

Die Aktivität muss im Land einer der am Projekt beteiligten Organisationen stattfinden. 

Förderfähige Teilnehmer

Junge Menschen im Alter von 13 bis 30 Jahren,6

die in den Ländern der entsendenden oder aufnehmenden Organisationen ansässig sind. An Jugendbegegnungen beteiligte Gruppenleiter7 müssen mindestens 18 Jahre alt sein.

Anzahl der Teilnehmer und Zusammensetzung nationaler Gruppen

Mindestens 16 und höchstens 60 Teilnehmer (ohne Gruppenleiter).

Mindestens vier Teilnehmer pro Gruppe (ohne Gruppenleiter).

Jede nationale Gruppe muss mindestens einen Gruppenleiter haben.

An jeder Aktivität muss eine Teilnehmergruppe aus dem Land der aufnehmenden Organisation beteiligt sein. 

Weitere Kriterien

Damit eine eindeutige klare Verbindung zu dem Land gewährleistet ist, in dem die jeweilige Nationale Agentur ansässig ist, muss zumindest eine der entsendenden oder der aufnehmenden Organisationen bei den einzelnen Aktivitäten aus dem Land der Nationalen Agentur stammen, bei der der Antrag eingereicht wird.

Vorbereitender Planungsbesuch (APV = Advanced Planning Visit):

Wenn bei einem Projekt ein vorbereitender Planungsbesuch vorgesehen ist, sind folgende Förderkriterien einzuhalten:

  • Dauer des vorbereitenden Planungsbesuchs, höchstens zwei Tage, ohne Reisetage,
  • Anzahl der Teilnehmer: ein Teilnehmer pro Gruppe. Die Anzahl der Teilnehmer kann unter der Bedingung auf zwei erhöht werden, dass der zweite Teilnehmer ein an der Aktivität teilnehmender junger Mensch ohne Funktion als Gruppenleiter oder Trainer ist.

 

Weitere Kriterien für die Förderfähigkeit von Aktivitäten zur Unterstützung der Mobilität von Fachkräften der Jugendarbeit

Dauer der Aktivität

2 Tage bis 2 Monate, ohne Reisezeit.

Die 2 Tage Mindestaufenthalt müssen aufeinander folgen.

Ort(e) der Aktivität

Die Aktivität muss im Land einer der am Projekt beteiligten Organisationen stattfinden.

Förderfähige Teilnehmer

Keine Altersbegrenzung. Mit Ausnahme von Ausbildern und Betreuern müssen die Teilnehmer ihren Wohnsitz im Land ihrer entsendenden oder aufnehmenden Organisation haben.

Anzahl der Teilnehmer

Bis zu 50 Teilnehmer (ggf. einschließlich Ausbildern und Betreuern) an jeder im Rahmen des Projekts geplanten Aktivität.

An jeder Aktivität müssen Teilnehmer aus dem Land der aufnehmenden Organisation beteiligt sein.

Weitere Kriterien

Damit eine eindeutige klare Verbindung zu dem Land gewährleistet ist, in dem die jeweilige Nationale Agentur ansässig ist, muss zumindest eine der entsendenden oder der aufnehmenden Organisationen bei den einzelnen Aktivitäten aus dem Land der Nationalen Agentur stammen, bei der der Antrag eingereicht wird.

 

Antragstellende Einrichtungen werden anhand der relevanten Ausschluss- und Auswahlkriterien bewertet. Weitere Informationen sind Teil C dieses Leitfadens zu entnehmen.

 

Gewährungskriterien

Die Projekte werden nach den folgenden Kriterien bewertet:

Relevanz des Projekts

(maximal 30 Punkte)

 

  • Relevanz des Vorschlags im Hinblick auf:
  • Ziele der Aktion (siehe Abschnitt „Welche Ziele werden mit Mobilitätsprojekten verfolgt?“) und
  • Erfordernisse und Zielsetzungen der teilnehmenden Organisationen und der einzelnen Teilnehmer.
  • Grad der Eignung des Vorschlags, um
  • junge Menschen mit geringeren Chancen, inklusive Flüchtlinge, Asylsuchende und Migranten, zu erreichen,
  • kulturelle Diversität, den interkulturellen und religiösen Dialog, gemeinsame Werte und Freiheit zu fördern, Toleranz und Achtung vor Menschenrechten zu entwickeln sowie Medienkompetenzen, kritisches Denken und den unternehmerischen Sinn junger Menschen zu erhöhen,
  • Fachkräfte der Jugendarbeit mit Kompetenzen und Methoden auszustatten, die – mit dem Ziel der Vermeidung von Radikalisierung von jungen Menschen - die Vermittlung fundamentaler und gemeinsamer Werte unserer Gesellschaft ermöglichen und insbesondere junge Menschen erreichen, die sich am Rand der Gesellschaft bewegen.
  • Grad der Eignung des Vorschlags, um
    • die Teilnehmer zu hochwertigen Lernergebnissen zu führen,
    • die Kapazitäten und den internationalen Rahmen der teilnehmenden Organisationen zu stärken.
  • Das Ausmaß, in dem neue Teilnehmer in die Aktion einbezogen werden.

Qualität der Projektkonzeption und ‑durchführung

(maximal 40 Punkte)

 

 

  • Klarheit, Vollständigkeit und Qualität sämtlicher Phasen des vorgeschlagenen Projekts (Vorbereitung, Durchführung und weitere Verfolgung der Mobilitätsaktivitäten),
  • Übereinstimmung der Projektziele mit den vorgeschlagenen Aktivitäten,
  • Qualität der praktischen Regelungen, des Managements und der Unterstützungsangebote,
  • Qualität der Teilnehmervorbereitung,
  • Qualität der vorgeschlagenen nichtformalen Methoden der Teilnahme,
  • Ausmaß, in dem die jungen Menschen auf allen Projektebenen aktiv beteiligt sind,
  • Qualität der Regelungen zur Anerkennung und Validierung der Lernergebnisse der Teilnehmer sowie konsistenter Einsatz der europäischen Transparenz- und Anerkennungsinstrumente,
  • Eignung der Maßnahmen zur Auswahl und/oder Einbeziehung von Teilnehmern in die Mobilitätsaktivitäten.
  • Bei Aktivitäten mit benachbarten Partnerländern: quantitativ ausgewogene Beteiligung von Organisationen aus Programm- und benachbarten Partnerländern,
  • Qualität der Zusammenarbeit und der Kommunikation zwischen den teilnehmenden Organisationen und mit anderen maßgeblichen Akteuren.

Wirkung und Verbreitung

(maximal 30 Punkte)

 

  • Qualität der Maßnahmen zur Bewertung der Projektergebnisse,
  • mögliche Wirkung des Projekts:
  • auf Teilnehmer und teilnehmende Organisationen während der Dauer eines Projekts und nach dem Projekt,
  • über die unmittelbar an einem Projekt teilnehmenden Organisationen und Personen hinaus auf lokaler, regionaler, nationaler und/oder europäischer Ebene,
  • Eignung und Qualität von Maßnahmen zur Verbreitung der Projektergebnisse innerhalb der teilnehmenden Organisationen und darüber hinaus.

 

Projekte können nur dann gefördert werden, wenn sie mindestens 60 Punkte erzielen. Außerdem muss jeweils mindestens die Hälfte der Höchstpunktzahl für die oben genannten Gewährungskriterien erreicht werden (d. h. mindestens 15 Punkte in den Kategorien „Relevanz des Projekts“ und „Wirkung und Verbreitung“ und 20 Punkte für das Kriterium „Qualität der Projektkonzeption und -durchführung“).

 

Welche Regeln bestehen für die Finanzierung?

Grundlage für die Aufstellung des Budgets (in EUR) sind die folgenden Regelungen:

 

Jugendbegegnungen

Förderfähige Kosten

Finanzierungsmechanismus

Betrag

Zuweisungsregel

Reisekosten

Zuschuss zu den Kosten, die den Teilnehmern einschließlich der Begleitpersonen für die Reise von ihrem Herkunftsort zum Ort der jeweiligen Aktivität und zurück entstehen.

 

Zusätzlich gegebenenfalls Reisekosten im Zusammenhang mit einem vorbereitenden Planungsbesuch.

Zuschüsse je Einheit

Entfernungen zwischen 10 und 99 km:

20 EUR/Teilnehmer

Je nach Entfernung und pro Teilnehmer. Die Entfernungen werden mit dem Entfernungsrechner der Kommission ermittelt8. Der Antragsteller muss die Entfernung der einfachen Strecke angeben, um die Höhe des EU-Zuschusses wird für die Hin- und Rückreise zu berechnen.9.

 

Entfernungen zwischen 100 und 499 km:

180 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 500 und 1999 km:

275 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 2000 und 2999 km:

360 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 3000 und 3999 km:

530 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 4000 und 7999 km:

820 EUR/Teilnehmer

Entfernungen von 8000 km und mehr:

1500 EUR/Teilnehmer

ORGANISATORISCHE UNTERSTÜTZUNG

Direkt mit der Durchführung der Mobilitätsaktivitäten verbundenen Kosten

Zuschüsse je Einheit

A5.1 pro Tag der Aktivität und pro Teilnehmer10

Auf der Grundlage der Aktivitätsdauer pro Teilnehmer (gegebenenfalls einschließlich eines Reisetags vor der Aktivität und eines Reisetags im Anschluss an die Aktivität).

Unterstützung bei besonderem Bedarf

Zusätzliche Kosten, die unmittelbar mit Aufwendungen für Teilnehmende mit Behinderung und Begleitpersonen im Zusammenhang stehen (einschließlich Aufenthalts- und Reisekosten sofern gerechtfertigt und sofern für diese Teilnehmer keine Finanzhilfe in den Kategorien „Reisekosten“ und „organisatorische Unterstützung“ beantragt wird).

Tatsächliche Kosten

100 % der förderfähigen Kosten

Voraussetzung: Der Antrag auf finanzielle Förderung zur Deckung der Unterstützung aufgrund besonderer Bedürfnisse und der Sonderkosten muss auf dem Antragsformular begründet werden.

Außergewöhnliche Kosten

Gebühren und sonstige Kosten in Verbindung mit der Erteilung von Visa, Aufenthaltsgenehmigungen, Impfungen, ärztliche Bescheinigungen.

Kosten, um die Beteiligung junger Menschen mit geringeren Chancen zu gleichen Bedingungen zu ermöglichen (außer Reisekosten und organisatorische Unterstützung für Teilnehmer).

Kosten in Verbindung mit der Unterbringung und Verpflegung von Teilnehmern während eines vorbereitenden Planungsbesuchs.
Kosten für die Bereitstellung von Finanzsicherheiten, falls die Nationale Agentur solche anfordert.

Hohe Reisekosten von Teilnehmern (Einzelheiten sind dem Abschnitt „Was Sie sonst noch über diese Aktion wissen sollten“ zu entnehmen.).

Tatsächliche Kosten

Kosten für Finanzsicherheiten: 75 % der förderfähigen Kosten

 

Hohe Reisekosten: höchstens 80 % der förderfähigen Kosten

 

Sonstige Aufwendungen: 100 % der förderfähigen Kosten

 

 

Mobilität von Fachkräften der Jugendarbeit

Förderfähige Kosten

Finanzierungsmechanismus

Betrag

Zuweisungsregel

Reisekosten

Zuschuss zu den Kosten, die den Teilnehmern einschließlich der Begleitpersonen für die Reise von ihrem Herkunftsort zum Ort der jeweiligen Aktivität und zurück entstehen

Zuschüsse je Einheit

Entfernungen zwischen 10 und 99 km:

20 EUR/Teilnehmer

Je nach Entfernung und pro Teilnehmer. Die Entfernungen werden mit dem Entfernungsrechner der Kommission ermittelt11. Der Antragsteller muss die Entfernung der einfachen Strecke angeben, um die Höhe des EU-Zuschusses wird für die Hin- und Rückreise zu berechnen.12.

 

Entfernungen zwischen 100 und 499 km:

180 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 500 und 1999 km:

275 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 2000 und 2999 km:

360 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 3000 und 3999 km:

530 EUR/Teilnehmer

Entfernungen zwischen 4000 und 7999 km:

820 EUR/Teilnehmer

Entfernungen von 8000 km und mehr:

1500 EUR/Teilnehmer

ORGANISATORISCHE UNTERSTÜTZUNG

Direkt mit der Durchführung der Mobilitätsaktivitäten verbundenen Kosten.

Zuschüsse je Einheit

 

A5.2 pro Tag und Teilnehmer13

Höchstens 1100 EUR/Teilnehmer14

Auf der Grundlage der Aufenthaltsdauer pro Teilnehmer (gegebenenfalls einschließlich eines Reisetags vor der Aktivität und eines Reisetags im Anschluss an die Aktivität).

Unterstützung bei besonderem Bedarf

Zusätzliche Kosten, die unmittelbar mit Aufwendungen für Teilnehmende mit Behinderung und Begleitpersonen im Zusammenhang stehen (einschließlich Aufenthalts- und Reisekosten sofern gerechtfertigt und sofern für diese Teilnehmer keine Finanzhilfe in den Kategorien „Reisekosten“ und „organisatorische Unterstützung“ beantragt wird).

Tatsächliche Kosten

100 % der förderfähigen Kosten

Voraussetzung: Der Antrag auf finanzielle Förderung zur Deckung der Unterstützung aufgrund besonderer Bedürfnisse und der Sonderkosten muss auf dem Antragsformular begründet werden.

Außergewöhnliche Kosten

Gebühren und sonstige Kosten in Verbindung mit der Erteilung von Visa, Aufenthaltsgenehmigungen und Impfungen.

Kosten für die Bereitstellung von Finanzsicherheiten, falls die Nationale Agentur solche anfordert.

Hohe Reisekosten von Teilnehmern (Einzelheiten sind dem Abschnitt „Was Sie sonst noch über diese Aktion wissen sollten“ zu entnehmen.).

Tatsächliche Kosten

 

Kosten für Finanzsicherheiten: 75 % der förderfähigen Kosten

Hohe Reisekosten: höchstens 80 % der förderfähigen Kosten

Sonstige Aufwendungen: 100 % der förderfähigen Kosten

 

 

 

Organisatorische Unterstützung

Die Höhe der Beträge richtet sich nach dem Land der Mobilitätsaktivität. Bei Projekten von regionalen oder nationalen öffentlichen Stellen, Regionalverbänden, Europäischen Verbünden für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ), und kommerziellen Einrichtungen, die sich dem Grundsatz der sozialen Verantwortung in Unternehmen verpflichtet haben, werden die im Folgenden genannten Beträge um 50 % reduziert.

 

 

Jugendbegegnung (EUR/Jahr)

 

Mobilität von Fachkräften der Jugendarbeit

(EUR/Tag)

 

 

A5.1

A5.2

Belgien

42

65

Bulgarien

32

53

Tschechische Republik

32

54

Dänemark

45

72

Deutschland

41

58

Estland

33

56

Irland

49

74

Griechenland

38

71

Spanien

34

61

Frankreich

38

66

Kroatien

35

62

Italien

39

66

Zypern

32

58

Lettland

34

59

Litauen

34

58

Luxemburg

45

66

Ungarn

33

55

Malta

39

65

Niederlande

45

69

Österreich

45

61

Polen

34

59

Portugal

37

65

Rumänien

32

54

Slowenien

34

60

Slowakei

35

60

Finnland

45

71

Schweden

45

70

Vereinigtes Königreich

45

76

Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien

28

45

Island

45

71

Liechtenstein

45

74

Norwegen

50

74

Türkei

32

54

Partnerland

29

48

  • 1. Unter der Voraussetzung, dass die Rechtsgrundlage des Europäischen Solidaritätskorps 2018 angenommen wird, werden Aktivitäten im Rahmen der Freiwilligenarbeit zwischen Erasmus+-Programmländern, die zugleich auch EU-Mitgliedstaaten sind, vom Europäischen Solidaritätskorps in Form von sogenannten „Freiwilligenprojekten“ unterstützt. Die Regeln und Voraussetzungen für diese Aktivitäten werden in einem gesonderten Programmleitfaden bzw. in einer vom Europäischen Solidaritätskorps herausgegebenen Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen beschrieben.
  • 2. Der größte Teil der Mittel für diese Mobilitätsprojekte wird der Unterstützung transnationaler Aktivitäten zugewiesen, in die Organisationen und Teilnehmer aus den Programmländern eingebunden sind. Allerdings können ungefähr 25 % des bereitstehenden Budgets für die Finanzierung internationaler Aktivitäten unter Einschluss von Organisationen und Teilnehmern aus Programm- und benachbarten Partnerländern der EU (Regionen 1 bis 4; siehe Abschnitt „förderfähige Länder“ in Teil A dieses Leitfadens) aufgewendet werden.
  • 3. In diesem Zusammenhang werden regionale oder nationale öffentliche Stellen als öffentliche Stellen betrachtet, die 1) Dienstleistungen bereitstellen oder über einen Zuständigkeitsbereich verfügen, mit dem das gesamte nationale oder regionale Hoheitsgebiet abgedeckt wird und b) insofern, als keine andere Stellen dieselben Funktionen im Land oder der Region ausüben, über ein Monopol verfügen (typische Beispiele: Ministerien, staatliche Stellen, regionale öffentliche Stellen usw.). In diesem Sinne sind Schulen, Universitäten oder andere Stellen von dieser Kategorie ausgeschlossen und gelten als öffentliche lokale Stellen, auch dann, wenn sie nach Maßgabe der einzelstaatlichen Rechtsvorschriften eingerichtet wurden.
  • 4. Bei informellen Gruppen übernimmt eines der Mitglieder, das zumindest 18 Jahre alt ist, stellvertretend die Verantwortung für die Gruppe.
  • 5. Siehe vorigen Hinweis.
  • 6. Beachten Sie bitte die folgenden Hinweise: 
    • untere Altersgrenze – Die Teilnehmer müssen bei Beginn der Tätigkeit das Mindestalter erreicht haben.
    • obere Altersgrenze – Die Teilnehmer dürfen bei Ablauf der Antragsfrist das angegebene Höchstalter nicht überschritten haben.
  • 7. Ein Gruppenleiter ist ein Erwachsener, der die jungen Menschen begleitet, die an einer Jugendbegegnung teilnehmen. Er soll dafür sorgen, dass die jungen Menschen effizient lernen und dass für ihren Schutz und für ihre Sicherheit gesorgt ist.
  • 8. http://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/resources/distance-calculator_de
  • 9. Beispiel: Wenn jemand aus Madrid (Spanien) an einer Aktivität in Rom (Italien) teilnimmt, führt der Antragsteller folgende Schritte durch: a) Berechnung der Entfernung zwischen Madrid und Rom (1365,28 km); b) Auswahl der entsprechenden Entfernungsspanne (d. h. zwischen 500 und 1999 km) und c) Berechnung der EU-Finanzhilfe, die einen Beitrag zu den Reisekosten des Teilnehmers aus Madrid nach Rom und zurück darstellt (275 EUR).
  • 10. Einschließlich Gruppenleitern und Begleitpersonen.
  • 11. http://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/resources/distance-calculator_de
  • 12. Beispiel: Wenn jemand aus Madrid (Spanien) an einer Aktivität in Rom (Italien) teilnimmt, führt der Antragsteller folgende Schritte durch: a) Berechnung der Entfernung zwischen Madrid und Rom (1365,28 km); b) Auswahl der entsprechenden Entfernungsspanne (d. h. zwischen 500 und 1999 km) und c) Berechnung der EU-Finanzhilfe, die einen Beitrag zu den Reisekosten des Teilnehmers aus Madrid nach Rom und zurück darstellt (275 EUR).
  • 13. Einschließlich Ausbildern, Betreuern und Begleitpersonen.
  • 14. Einschließlich Ausbildern, Betreuern und Begleitpersonen.