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Magnet Europa: große Pläne für die Tourismusindustrie - 02/07/2010

Sopot, der wichtigste Ostseebadeort Polens © EU

Neue Strategie für die Förderung des Tourismus in Europa - Nutzung des vollen Potenzials einer Industrie, die bereits jetzt eine wichtige Rolle in der Wirtschaft spielt.

Der Plan der Kommission zur Entwicklung des Tourismus umfasst 21 Vorschläge, die vor allem darauf abzielen, mehr Besucher aus sich rasch entwickelnden Ländern wie China, Russland oder Brasilien nach Europa zu locken. Doch es wird auch aufgezeigt, wie der innereuropäische Tourismus angekurbelt werden kann. Eine Möglichkeit ist die verbesserte Abstimmung der Schulferien, um die Urlaubssaison zu verlängern.

"Die Europäische Kommission möchte diesem wichtigen Wirtschaftszweig neues Leben einhauchen," sagte Antonio Tajani, Kommissar für Industrie und Unternehmen, auf einer Pressekonferenz.

Der Tourismus steht für mehr als 5 % des Bruttoinlandsprodukts in der EU. Ungefähr 9,7 Millionen Menschen sind im Tourismus beschäftigt, das entspricht 5,2 % der aktiven Bevölkerung. Europa zieht mehr Besucher an als jede andere Region der Welt. So waren im vergangenen Jahr unter den zehn beliebtesten Reisezielen fünf EU-Länder.

Doch Europa sieht sich verstärkt der Konkurrenz vor allem aus Asien und Südamerika ausgesetzt. Außerdem leidet der Wirtschaftszweig unter der Alterung der Bevölkerung, dem Klimawandel und den üblichen saisonbedingten Schwankungen.

Die Kommission schlägt vor, ein Gütesiegel für "Qualitätstourismus" zu entwickeln, um hochwertige Dienstleistungen auszuzeichnen. Auch eine Charta zur Einführung von Kriterien für einen nachhaltigen Tourismus steht auf dem Plan. Reiseziele, die diese Kriterien erfüllen, sollen einen Preis erhalten.

Ein sachgerechterer Einsatz technologischer Hilfsmittel, z. B. zentralisierte Buchungsdienste über das Handy, sowie mehr themenbasierte Angebote (Wellness, Gastronomie, Sport usw.) sollen ebenfalls Reisen und Tourismus fördern.

Die EU hat sich überdies dafür eingesetzt, touristische Reiseziele für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglicher zu machen und Dienstleistungen an eine alternde Bevölkerung anzupassen.

Im letzten Jahr kamen aufgrund der Wirtschaftskrise ungefähr 6 % weniger Menschen als 2008 nach Europa. Auch andere Regionen - bemerkenswerterweise mit Ausnahme Afrikas - verzeichneten Einbrüche.

Weitere Informationen zur Tourismuspolitik

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