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Der Tag des sicheren Internets 2011 soll die Jugendlichen daran erinnern, dass alles, was sie online tun und preisgeben, Folgen für ihr wirkliches Leben haben kann.
Das Internet bietet außergewöhnliche Kommunikationsmöglichkeiten, und Kinder nutzen diese täglich von ihrem Rechner, ihrem Telefon oder ihrer Spielkonsole aus. Im Durchschnitt spielen 74 % aller 9- bis 16-jährigen Europäer online, und 60 % von ihnen nutzen soziale Netze.
Als unerschöpfliche Ressource und mächtiges Medium ist das Internet jedoch nicht ungefährlich für die Jüngsten. Schockierende Inhalte, Mobbing, Pornografie, Aneignung personenbezogener Daten - die Liste der Gefahren ist lang. Auch die Gesundheit der Jugendlichen ist bedroht: Da sie heute viel länger und häufiger online sind, schlafen sie im Durchschnitt zwei bis drei Stunden weniger pro Nacht als vor zehn Jahren.
Seit 2004 soll der "Tag des sicheren Internets" Kinder, Eltern und Lehrer auf diese Probleme aufmerksam machen. Die Veranstaltung zieht immer weitere Kreise, denn inzwischen beteiligen sich mehr als sechzig Länder.
In der EU bieten die nationalen Sensibilisierungszentren verschiedenerlei Aktivitäten und Arbeitskreise an. Das "Programm für ein sicheres Internet" der Europäischen Kommission unterstützt sie dabei. In Frankreich koordiniert das Netz "Internet ohne Furcht"
mehr als hundert Veranstaltungen im ganzen Land und verbreitet Videofilme für Jugendliche. In Deutschland erhalten Eltern Tipps vom Verein "Deutschland sicher im Netz", in Österreich bietet "Saferinternet.at" u. a. ein Jugendquiz und einen "Facebook-Check" an.
Dieses Jahr stehen die "virtuellen Leben" im Brennpunkt. Zu den Themen zählen die Zeit, die die Kinder im Internet verbringen, die Verwaltung ihrer Identität, ihrer Avatare und ihrer Pseudonyme, die Unterscheidung zwischen wirklicher und virtueller Welt sowie die unauslöschlichen Spuren, die sie im Internet hinterlassen.
Anlässlich dieses Tages erhalten die Eltern sechs wichtige Ratschläge ![]()
- etwa, den Rechner ins Wohnzimmer und nicht ins Kinderzimmer zu stellen und Kontrollprogramme für Eltern zu verwenden. Solche Programme, mit denen bestimmte Inhalte herausgefiltert und die von den Kindern besuchten Webseiten angezeigt werden können, kommen nur in jeder vierten Familie zur Anwendung.
Der Wunsch, das Vertrauen der Surfer zu stärken und die Netzsicherheit zu erhöhen, drückt sich auch in der EU-Strategie
zugunsten der digitalen Wirtschaft aus, die die Vorteile des Internets allen zugänglich machen soll.