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Behörden online: einfacherer Zugang für Bürger und Unternehmen - 20/12/2010

Cursor-Hand klickt auf Internetadresse © iStock

Mit ihrem Fünfjahres-Aktionsplan will die EU internetgestützte öffentliche Dienste fördern, um Bürgern Zeit und Geld zu sparen und die Wettbewerbsfähigkeit der EU zu erhöhen.

Dank des Internets ist inzwischen immer weniger Papier nötig. Die öffentlichen Dienste schöpfen dieses Potenzial jedoch nur unzureichend aus. Der eGovernment-Aktionsplan EnglishPDF soll dafür sorgen, dass mehr und mehr administrative und bürokratische Aufgaben auch online erledigt werden können. Ziel ist der Abbau von Bürokratie und eine Vereinfachung der Verfahren. Außerdem sollen die Regierungen dabei unterstützt werden, den bestmöglichen Service ohne Extrakosten anbieten zu können.

Bis 2015 sollen 50 % aller Bürgerinnen und Bürger und 80 % aller Unternehmen internetgestützte Behördendienste in Anspruch nehmen.

Die EU-Länder werden gemeinsam mit der Kommission an der Entwicklung EU-weit nutzbarer elektronischer Dienste arbeiten. Insbesondere soll die Ansiedlung von Privatpersonen und Unternehmen außerhalb ihres Heimatlandes vereinfacht werden. Die Hürden, die dabei derzeit zu nehmen sind, behindern auch die Wettbewerbsfähigkeit der EU.

Bürgerinnen und Bürger

Aufgaben wie die Anmeldung eines neugeborenen Kindes oder die Steuererklärung könnten künftig bequem von zu Hause aus erledigt werden - auch über Fernsehen, Telefon oder ein mobiles Gerät, sollte kein Internetanschluss vorhanden sein.

Ebenfalls vereinfacht würde die EU-weite Mobilität der Europäerinnen und Europäer. So zielt der Aktionsplan beispielsweise darauf ab, Studenten die Möglichkeit zu geben, sich online an einer beliebigen Hochschule in der EU einzuschreiben. Wenn es genauso einfach wäre, im Ausland zu studieren wie zu Hause, würden mehr Studenten ermutigt, ein Auslandsstudium in Erwägung zu ziehen. Ein entsprechendes Pilotprojekt läuft bereits in fünf EU-Ländern.

Über Online-Debatten und Konsultationen könnten die Bürgerinnen und Bürger außerdem aktiv am politischen Entscheidungsprozess teilnehmen.

Unternehmen

Unternehmer würden Zeit und Geld sparen, wenn Verwaltungsformalitäten wie die Registrierung des Unternehmens vom Büro aus erledigt werden könnten. Durch grenzübergreifende Online-Dienste würde es darüber hinaus einfacher, die Geschäfte auf das europäische Ausland auszudehnen.

Die Mitgliedstaaten entwerfen derzeit eine Reihe grenzübergreifender Online-Behördendienste, die zwischen 2012 und 2015 eingeführt werden sollen. Parallel dazu prüft die Kommission, wie elektronische Dienste dazu beitragen können, die CO2-Bilanz der Staaten zu verbessern.

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