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Europa muss für Spitzenforscher interessanter werden - 26/07/2010

Kommissarin Geoghegan-Quinn und andere halten eine vergrößerte Urkunde zur Feier des 1000. Forschungsstipendiums © EU

Der Europäische Forschungsrat hat bis jetzt über 1000 innovative Ideen gefördert. Für Forscherinnen und Forscher am Anfang ihrer Laufbahn stehen weitere 661 Millionen Euro zur Verfügung.

Ein Auto fährt ohne Fahrer von Italien bis Shanghai, um führerlose Fahrtechnik unter Extrembedingungen zu testen, in einem Labor werden Versuchsvulkane zum Ausbruch gebracht, um das Zusammenspiel von Vulkanasche und Atmosphäre zu untersuchen, oder ein mikroskopischer "Chemieroboter" transportiert Arzneimittel zu den richtigen Stellen innerhalb des menschlichen Körpers. Dies sind nur einige der 1000 innovativen Forschungsprojekte, die bis jetzt vom Europäischen Forschungsrat gefördert wurden - dem ersten europaweiten Stipendiengeber für Spitzenforschung.

Prof. Erika von Mutius leitet das 1000. ERC-Förderprojekt und beschäftigt sich mit neuen Behandlungsmöglichkeiten für Asthma und Allergien, also einem Forschungsgebiet, das in direktem Zusammenhang mit dem täglichen Leben zahlreicher Menschen steht. Ein typisches Beispiel für den Nutzen von Forschung "aus purer Neugier", wie sie vom ERC gefördert wird.

Der gerade einmal vor drei Jahren gegründete ERC soll Europa für Spitzenforscher interessanter machen. Bei der Auswahl der Stipendienempfänger geht es lediglich um die wissenschaftliche Exzellenz des Forschers - Nationalität, das Alter des Forschers oder das Forschungsfeld spielen bei der Auswahl keine Rolle.

Forschungskommissarin Geoghegan-Quinn freut sich über den Erfolg des Europäischen Forschungsrats, der für die Wissenschaft und für Europa innerhalb kürzester Zeit viel erreicht hat. "Die Förderung von wissenschaftlichem Talent in der Grundlagenforschung ist heute so entscheidend wie nie zuvor, wenn wir die Innovationskraft und die Wettbewerbsfähigkeit Europas gegenüber dem Rest der Welt vorantreiben wollen."

Doch die Arbeit des ERC geht noch weiter: Jetzt sind weitere 661 Millionen Euro in Form von so genannten "Starting grants" verfügbar. Spitzenforscher, die am Anfang ihrer Laufbahn stehen, können sich ab dem 20. Juli beim ERC English um Forschungsmittel bewerben.

Dieser ERC-Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen ist Teil der bisher größten Investition der EU in Forschung und Innovation: fast 6,4 Milliarden Euro für intelligentes Wachstum und Jobs.

Das am 19. Juli angekündigte Investitionspaket ist auf eine breite Palette wissenschaftlicher Disziplinen, Politik- und Wirtschaftsbereiche verteilt. Die Zuschüsse werden im Rahmen von Aufrufen zur Einreichung von Vorschlägen und Evaluierungen in den kommenden 14 Monaten verteilt und sollen mehr als 165 000 Arbeitsplätze schaffen.

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