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Weitere Länder unterstützen den Unfallnotruf "eCall" - 04/05/2010

Die Idee, Autos mit einem automatischen SOS-System auszurüsten, findet in Europa immer mehr Anhänger.

In einer Kampagne hatte die EU dazu aufgerufen, Neufahrzeuge mit einem Gerät auszurüsten, das bei einem Unfall automatisch Hilfe herbeiruft.

Jetzt haben sich sieben weitere Mitgliedsländer - Belgien, Bulgarien, Dänemark, Luxemburg, Malta, Polen und Rumänien - durch Unterzeichnung einer unverbindlichen Vereinbarung mit der Kommission bereit erklärt, das bordeigene Notrufsystem eCall English einzuführen.

Damit haben sich nun 25 europäische Länder zur Einführung des Systems verpflichtet, darunter die Nicht-EU-Länder Island, Norwegen und die Schweiz. Die europäischen Automobilhersteller und Mobilfunkbetreiber haben bereits ihre Unterstützung zugesagt, womit eine weitere Voraussetzung für die großräumige Einführung des Systems erfüllt ist.

Doch trotz der zunehmenden Unterstützung funktioniert eCall fünf Jahre nach Anlaufen der Kampagne noch in keinem Land der EU. Die Kommission hatte die staatlichen Behörden aufgerufen, eCall viel früher einzuführen, aber einige Länder hatten Bedenken wegen der auf rund 100 Euro pro Auto geschätzten Kosten. Andere taten sich schwer mit der Aufrüstung ihrer Notrufzentralen und der Ausbildung der Rettungskräfte in der Abwicklung der Anrufe.

Spürt das eCall-Gerät einen stärkeren Stoß, so wählt es automatisch die europäische Notrufnummer 112 und teilt den Rettungskräften den Unfallort mit. Ein Notruf kann auch durch Knopfdruck ausgelöst werden.

In beiden Fällen wird neben der automatischen Datenverbindung eine Sprachverbindung zwischen dem Fahrzeug und der Notrufzentrale geschaltet. Auf diese Weise können Fahrer und Mitreisende Einzelheiten zum Unfall mitteilen, sofern sie dazu in der Lage sind.

Bei flächendeckender Einführung in Europa könnten durch das System schätzungsweise 2 500 Leben pro Jahr gerettet und die Zahl der Schwerverletzten um mindestens 15 % verringert werden. 2008 - neuere Zahlen liegen nicht vor - starben auf Europas Straßen rund 39 000 Menschen.

Die eCall-Initiative betrifft nur Neuwagen - eine Nachrüstung von Altfahrzeugen (oder bereits zugelassener Fahrzeuge) wird nicht gefordert.

In den letzten drei Jahren hat die EU 160 Millionen Euro für die informationstechnologische Forschung zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und der Verkehrsdienste bereitgestellt.

Mehr über eCall English

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