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Forschungsfinanzierung mit weniger Bürokratie - 30/04/2010

Wissenschaftlerin kontrolliert Reagenzgläser © EU

EU-Forschungsfinanzierung: Neue Bestimmungen für Durchführung und Rechnungslegung

Nach Ansicht vieler Forscher sind die Antragsverfahren für die EU-Finanzierung ihrer Projekte inkohärent und unnötig kompliziert. Außerdem bemängeln sie die knappen Fristen bei Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen für Forschungsprojekte und die langen Wartezeiten bei der Zuteilung von Mitteln während laufender Projekte.

Die Kommission schlägt jetzt neue Regelungen zur Vereinfachung der Antragstellung und Verwaltung von Zuschüssen vor und räumt ein, dass die Beteiligung an EU-finanzierten Projekten kompliziert geworden ist.

Bei dem Plan English geht es um die Einführung neuer Computersysteme, die Vereinfachung der Verwaltungsabläufe, die Gewährleistung der durchgehenden Einhaltung der Bestimmungen und die rechtzeitige Veröffentlichung von Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen. Ein Sachverständigenausschuss soll die neuen Bestimmungen überwachen und prüfen, ob sie zur Verbesserung der Lage beitragen.

In einem getrennten Vorschlag geht es um eine radikale Überarbeitung der gesamten EU-Mittelvergaben, also nicht nur für die Forschung. Sollten diese Vorschläge angenommen werden, müssten für die Projekte nicht mehr alle einzelnen Ausgabenpunkte aufgezählt werden. Auch die Rechnungslegungsmethoden würden denjenigen angepasst, die in den einzelnen EU-Ländern für die Forschungsfinanzierung gelten.

In ihrer Wirtschaftsstrategie für die kommenden zehn Jahre weist die EU darauf hin, wie wichtig die Forschung für die Überwindung der Krise und für langfristiges Wachstum ist. Eines der Ziele ist die Erhöhung der Forschungsfinanzierung auf 3 % des Bruttoinlandsprodukts der gesamten EU, um die besten Forscher und innovativsten Unternehmen anzuziehen.

Die EU selbst hat für den Zeitraum 2007-2013 50,5 Milliarden Euro für die Forschung vorgesehen. Die Kernforschung ist darin nicht einbegriffen; für sie stehen 2007-2011 zusätzliche 2,7 Milliarden Euro zur Verfügung.

Die komplizierten Bestimmungen wirken abschreckend auf viele Forscher, vor allem für diejenigen, die für kleine Unternehmen arbeiten. Die Änderungsvorschläge betreffen daher auch größtenteils diese Unternehmen.

Die Forschungskommissarin Máire Geoghegan-Quinn bereitet zurzeit Empfehlungen vor, wie Europa sein 3 %-Ziel erreichen kann. Diese Empfehlungen sollen auf dem EU-Herbstgipfel vorgelegt werden und zur Bewältigung der "großen Herausforderungen" für die Gesellschaft beitragen: Klimawandel, sichere Lebensmittelversorgung und die alternde Bevölkerung.

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