Navigationsleiste

Erst denken, dann klicken! - 09/02/2010

Studien zufolge stellen 50 % der Teenager persönliche Informationen ins Internet, ohne sich stets der Konsequenzen bewusst zu sein.

Vor einem Jahr hat die Kommission mit 18 führenden Webunternehmen eine Vereinbarung über mehr Sicherheit im Internet geschlossen. Der nun vorgestellte Fortschrittsbericht spricht von gemischten Ergebnissen.

In dieser freiwilligen Vereinbarung versprachen die Unternehmen, Maßnahmen zu ergreifen, um Kinder, die eines der 25 sozialen Netzwerke wie Facebook, MySpace and YouTube nutzen, zu schützen. Zwei weitere Unternehmen schlossen sich im Juni an.

Ein Jahr später sieht die Situation folgendermaßen aus: Die meisten Unternehmen bieten nun die Möglichkeit an, bestimmte Nutzer zu blockieren, unerwünschte Inhalte zu entfernen und darüber zu bestimmen, wer welche Inhalte abrufen kann. Die Mehrheit der Unternehmen gibt auch an Minderjährige gerichtete Sicherheitsratschläge. Diese Informationen sind jedoch teilweise nur schwer zu finden oder zu verstehen.

Der anlässlich des Tages des sicheren Internets English erstellte Kommissionsbericht zeigt jedoch auch, dass über die Hälfte der Unternehmen ihr Versprechen, für die Profile und Kontaktlisten minderjähriger Nutzer die Voreinstellung „privat“ zu gewährleisten, nicht eingehalten haben. Ferner gestatten zahlreiche Websites den Suchmaschinen weiterhin die Suche nach Profilen von Minderjährigen. Und obwohl die meisten Websites nun einen Link anbieten, über den die Nutzer sich über Belästigungen beschweren können, reagieren nur wenige routinemäßig auf solche Beschwerden.

„Letztes Jahr drängte die Europäische Kommission die Unternehmen tätig zu werden, und ich freue mich, dass viele dieser Aufforderung nachgekommen sind”, erklärte Viviane Reding, EU-Kommissarin für die Informationsgesellschaft. „Ich erwarte jedoch von allen Unternehmen, dass sie noch mehr tun.“

Eine weitere Studie der Europäischen Agentur für Netz- und Informationssicherheit English enthält Empfehlungen zur Minimierung der Risiken beim Einstellen von Informationen ins Internet.

Die sozialen Netzwerke gewinnen insbesondere bei den Jugendlichen an Beliebtheit. Diese digitalen Speicher privater Informationen wollen den Nutzern den Eindruck vermitteln, sie befänden sich im Kreise ihrer Freunde, auch wenn in der Realität Millionen Menschen ihre Informationen lesen können. Dennoch gehen die Nutzer das Risiko ein, dass Fremde – unter anderem Online-Werbefirmen und sexuelle Belästiger – auf diese Informationen zugreifen.

Die Internetsicherheit geht insofern die EU etwas an, als dass Privatsphäre und Schutz personenbezogener Daten im EU-Recht verankerte Rechte sind.

EU-Programm für mehr Sicherheit im Internet English

kontrastreiche Version normale Schriftgröße Schriftgröße 200 % Seite versenden Seite drucken

 

Haben Sie die gesuchten Informationen gefunden?

Ja Nein

Wonach haben Sie gesucht?

Haben Sie Vorschläge?

Nützliche Links