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Bessere Noten für Innovation - 22/01/2009

Forscher injiziert Flüssigkeit in Pflanze ©EC

Die europäische Forschung holt auf.

Laut einer europäischen Studie hat die EU ihre Innovationsleistung erheblich gesteigert und ist damit ihren größten Wirtschaftskonkurrenten USA und Japan dicht auf den Fersen.

Führend in Innovation ist die Schweiz, gefolgt von Schweden, Finnland, Deutschland, Dänemark und Großbritannien. Sie sind den anderen europäischen Ländern und der EU insgesamt um einiges voraus. Mehrere neue Mitgliedsländer – insbesondere Zypern, Rumänien und Bulgarien – erzielten die größten Verbesserungen. Ihre Leistung blieb dennoch hinter dem europäischen Durchschnitt zurück.

Diese Entwicklungen gehen aus dem Europäischen Innovationsanzeiger 2008 English hervor. Die Studie stützt sich auf Daten, die noch vor der Finanzkrise erhoben wurden. Die Innovationsleistung eines Landes – die auch ausschlaggebend für wirtschaftliches Wachstum und die Fähigkeit eines Landes zur Bewältigung globaler Herausforderungen wie des Klimawandels ist –, wird an 29 Indikatoren gemessen. Es zählen beispielsweise die Attraktivität wissenschaftlicher und technischer Abschlüsse, die Anzahl der Patente, die Höhe der Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE), die Verfügbarkeit von Risikokapital für neue Unternehmen und der Umfang der Hightech-Exporte.

Die EU steht nun deutlich besser da als noch vor fünf Jahren. Obwohl sie die USA und Japan immer noch nicht eingeholt hat, verringert sich der Abstand zusehends, wenn auch im Fall der USA nicht so schnell wie vorher. Gegenüber den Schwellenländern China, Indien und Brasilien schneidet die EU ebenfalls verhältnismäßig gut ab.

Schwachstellen gibt es jedoch nach wie vor. Die USA sind der EU in puncto Unternehmensinvestitionen immer noch einen Schritt voraus. Japan ist innovativer in den Bereichen FuE und Informationstechnologie. Die europäischen Unternehmen investieren auch zu wenig in nicht technologische Innovationen wie Fortbildung, Design und Marketing – obwohl dies genauso wichtig wäre, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Gleichzeitig mit der Studie wurde ein Bericht über die Fortschritte der EU bei den Investitionen in FuE und ihre Bemühungen zur Schaffung eines Europäischen Forschungsraums veröffentlicht. Dem Bericht zufolge wächst Europas Forschergemeinschaft stetig – die EU wird attraktiver für ausländische Wissenschaftler und für private FuE-Investitionen aus den USA. Allerdings stagnierten die Ausgaben für Forschung und Entwicklung bei 1,84% des BIP und blieben damit deutlich unter dem Richtwert der EU von 3%.

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