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Europa – einig Forscherland - 28/05/2008

Forscherin bei mikrobiologischen Untersuchungen an Kirschen in Saragossa (Spanien)

Bessere Aussichten für Forscher: Die geplante EU-weite Partnerschaft soll Europa für Forscher attraktiver machen.

Europa mag mehr Hochschulabsolventen in den Natur- und Ingenieurwissenschaften hervorbringen als die USA oder Japan – es weiß sie jedoch nicht auf dem Kontinent zu halten. Der dürftige Anteil der Wissenschaftler, die hier nach Studienabschluss eine Arbeit aufnehmen, gibt Anlass zur Sorge, insbesondere vor dem Hintergrund, dass Europa seine wissensgestützte Wirtschaft voranbringen will.  

Wo liegen die Hauptprobleme?

  • In vielen EU-Ländern werden Mitarbeiter im öffentlichen Sektor noch immer nicht ausschließlich aufgrund von Auswahlverfahren eingestellt.
  • Junge Forscher erhalten meist nur Kurzzeitverträge.
  • Das Vorankommen auf der Karriereleiter beruht eher auf dem Dienstalter als auf der Leistung.
  • Die traditionelle Hochschulausbildung bereitet nur unzureichend auf die Anforderungen der modernen Wirtschaft vor.

Um diesen Problemen entgegenzuwirken, schlägt die Kommission den Regierungen der Mitgliedstaaten eine Partnerschaft vor. Erreicht werden sollen dadurch offenere Einstellungsverfahren, eine bessere soziale Absicherung und der Erwerb von Rentenansprüchen bei Forschungstätigkeiten im Ausland, bessere Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen sowie ein leichterer Zugang zu Fortbildungsmaßnahmen.

EU-Forschungskommissar Janez Potočnik verwies auf seine Vision von einer „fünften Freiheit“ – dem freien Wissensaustausch: Studenten, Forscher und Wissenschaftler sollen so die Möglichkeit erhalten, die Vorteile des europäischen Arbeitsmarkts ausschöpfen zu können, anstatt sich anderweitig orientieren oder den Beruf wechseln zu müssen.

Das heute vorgelegte Strategiepapier ist eine von fünf Initiativen, die auf die 2007 eingeleitete öffentliche Konsultation zum Grünbuch Der Europäische Forschungsraum: neue Perspektiven zurückgehen. Aus der Konsultation ging hervor, dass die Schaffung eines attraktiven europaweiten Arbeitsmarkts für Forscher höchste Priorität genießen muss. Mehr als 80 % der Befragten unterstützten die Idee einer EU-weiten Partnerschaft, um den koordinierten, effizienten und einheitlichen Gebrauch der rechtlichen und finanziellen Mittel und Ressourcen zu gewährleisten.

Europäischer Forschungsraum – Zahlen und Fakten English

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