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EU-Regionalfonds - neue Finanzierungsschwerpunkte - 01/02/2011

Die EU will ab 2013 hauptsächlich in die Schaffung von Arbeitsplätzen und in nachhaltiges Wachstum investieren. Die neue Ausrichtung der Regionalfonds war Thema des diesjährigen Kohäsionsforums am 31. Januar und 1. Februar.

Die EU ist eine der wohlhabendsten Volkswirtschaften weltweit - zwischen den einzelnen Regionen bestehen jedoch große Unterschiede. Gut ein Viertel der Regionen weist ein Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt von weniger als 75 % des europäischen Durchschnitts auf.

Insbesondere angesichts des herrschenden rauen Wirtschaftsklimas müssen jedoch genau diese Unterschiede ausgebügelt werden, damit die EU kontinuierlich an Wohlstand gewinnen kann. Um die Herausforderungen der globalisierten Weltwirtschaft besser bewältigen zu können, hilft die EU mit ihren Regionalfonds weniger entwickelten Regionen bei der Modernisierung ihrer Wirtschaft.

Rund 350 Milliarden Euro wurden für einen Zeitraum von sieben Jahren bis 2013 zur Verfügung gestellt. Das Geld dient zur Kofinanzierung von Projekten, die von den nationalen, regionalen und lokalen Regierungen durchgeführt werden.

Bis jetzt konnten auf diese Weise 1,4 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen, 34 Millionen Menschen in Arbeit gebracht und die Qualifikationen von 36 Millionen verbessert werden (Bericht von November 2010). Schwerpunkte sind Kompetenzerwerb - insbesondere für benachteiligte Bevölkerungsgruppen - und Infrastruktur. Hier geht es vor allem um Straßenbau- und Eisenbahnprojekte sowie Projekte zur Abwasseraufbereitung.

Kohäsionsforum

Das Ende des Finanzierungszeitraums naht - vor diesem Hintergrund trafen sich 800 Vertreter nationaler, regionaler und lokaler Regierungen in Brüssel zum Kohäsisionsforum English , um zu erörtern, wie die Fördermaßnahmen besser auf die Bedürfnisse der Regionen abgestimmt werden können.

Die EU möchte den Schwerpunkt auf Wachstum und Beschäftigung legen - ganz im Einklang mit ihrer Strategie Europa 2020 English .

Die Debatte drehte sich hauptsächlich darum, welche Schubkraft die Strategie entwickeln kann, um nachhaltiges, d. h. intelligenteres, umweltfreundlicheres und integrativeres Wachstum zu fördern. Es wurde vereinbart, dass sich die Mitgliedstaaten und Regionen erst zu den Vorschlägen der Kommission äußern können, bevor diese im Sommer vorgelegt werden.

Einige Regionen setzen die Mittel bereits jetzt erfolgreich zur Umsetzung der Strategie Europa 2020 ein. Zu den Vorreitern zählen Litauen, Wales und Brandenburg, die auch unter den Gewinnern der RegioStars Englishfrançais -Preise der EU zu finden sind.

In unserer Online-Datenbank Politische Lernprozesse finden Sie weitere Beispiele und Fallstudien für bewährte Verfahren.

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Gewinner 2010

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