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Europäer finden die Regionalpolitik gut - 07/03/2008

Mittelalterliches Badehaus nahe der Omeriye-Moschee in Zypern

Die Europäer stehen der EU-Regionalpolitik positiv gegenüber, sähen aber gerne schwierigere Probleme angepackt – so das Ergebnis einer Umfrage.

Es bestehen durchaus Chancen, dass die Regionalpolitik der EU auch in Ihrer Umgebung Spuren hinterlassen hat. Wahrscheinlich brauchen Sie gar nicht so weit zu suchen – es könnte sich um eine neue Autobahn, Eisenbahnlinie oder Brücke handeln. Mehre hunderttausend Projekte, die Europas Regionen neues Leben einhauchen sollen, wurden und werden so aus EU-Mitteln finanziert. Dafür steht inzwischen mehr als ein Drittel des EU-Haushalts zur Verfügung.

Wie eine neue Eurobarometer-Erhebung English (en) français (fr) zeigt, sind die Europäer mit dieser Politik im Allgemeinen zufrieden und froh darüber, dass sie ihrer Region wirklich etwas bringt. Sieben von zehn EU-Bürgern, die wissen, dass es die Regionalpolitik gibt, halten ihre Auswirkungen für positiv.

Es überrascht nicht, dass sie in den Ländern am bekanntesten ist, die den größten Nutzen aus ihr ziehen. So ist sie zwei Dritteln der Befragten aus Slowenien (66 %), Litauen (65 %) und Irland (64 %) bekannt. Dagegen haben in Bulgarien (35 %), Zypern (35 %) und den Niederlanden (30 %) nur ein Drittel der Befragten von ihr gehört.

Insgesamt unterstützen 85 % der Befragten die Ziele der Politik, nämlich den am stärksten benachteiligen Regionen zu helfen und den Abstand zwischen reichen und armen Regionen zu verringern. Derzeit ist der wohlhabendste EU-Mitgliedstaat, Luxemburg, sieben Mal so reich wie der ärmste, Rumänien. Beim Vergleich von Regionen sind die Unterschiede noch viel größer.

Obwohl der Nutzen der Regionalpolitik durchaus anerkannt wird, sind die Befragten  der Meinung, dass sie auch schwierigere Probleme wie Klimawandel, Globalisierung und Vergreisung der europäischen Bevölkerung anpacken sollte.

Um die Bürger besser über Entwicklungen im eigenen Land zu informieren, müssen die EU-Mitgliedstaaten bald umfassende Listen aller Projekte veröffentlichen, die regionalpolitische Fördergelder erhalten.

Die im Januar durchgeführte Erhebung bei 27 000 Europäern ist Teil einer öffentlichen Konsultation über die Zukunft der Regionalpolitik, die die zuständige Kommissarin Danuta Hübner im September letzten Jahres eingeleitet hat.

Erfolge der Regionalpolitik

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