Navigationsleiste

Gleichstellung von Frauen und Männern: Es geht langsam voran - 14/04/2014

Eine Geschäftsfrau führt den Vorsitz bei eine Vorstandssitzung mit männlichen und weiblichen Vorstandsmitgliedern.

Die Geschlechtergleichstellung kommt voran, allerdings nur langsam. Dies ist das Fazit des EU-Jahresberichts zu diesem Thema.

Es bestehen weiterhin Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern in Bezug auf Beschäftigung, Entlohnung und Vertretung, und Gewalt gegen Frauen bleibt ein großes Problem:

  • Frauen verdienen immer noch im Durchschnitt 16,4 % weniger als Männer.
  • Nur 27 % der Abgeordneten in den europäischen Parlamenten sind Frauen.
  • Jede dritte Frau in Europa im Alter von über 15 Jahren war schon einmal Opfer von sexueller oder körperlicher Gewalt.

Die Anstrengungen der EU zum Abbau der Ungleichheiten haben zu wesentlichen Verbesserungen geführt:

  • Umfassende Investitionen in Kinderbetreuungseinrichtungen trugen dazu bei, dass die Beschäftigungsquote der Frauen von 58 % im Jahr 2002 auf nunmehr 63 % gestiegen ist.
  • Seit der Ankündigung von Fördermaßnahmen im Jahr 2010 ist der Anteil der Frauen in den Chefetagen von 11 % auf 17,8 % gestiegen.
  • 2013 wurden Gesetze zur Bekämpfung von geschlechtsbezogener Gewalt verabschiedet, und für konkrete Kampagnen wurden 15,1 Millionen Euro bereitgestellt.

Dennoch dürfte es beim derzeitigen Tempo rund 70 Jahre dauern, bis Männer und Frauen denselben Lohn erhalten, und 20 Jahre, bis 40 % der Abgeordneten in den nationalen Parlamenten Frauen sind.

Gleichheit als Endziel

Die EU setzt bei der Förderung der Gleichstellung von Männern und Frauen im Zeitraum 2010–2015 drei Schwerpunkte: gleiche wirtschaftliche Unabhängigkeit, gleiches Entgelt und Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt.

Die Arbeiten in dieser Richtung werden fortgeführt. Im März hat die EU Empfehlungen zur Verbesserung der Lohntransparenz und des geschlechtsspezifischen Lohngefälles vorgelegt, und auch der Vorschlag für Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung in Vorstandsetagen kommt voran.

Grundrechte

Aus einem weiteren, heute veröffentlichten Bericht geht hervor, dass die EU-Charta der Grundrechte als Garant der Rechte der EU-Bürgerinnen und -Bürger, u. a. des Rechts auf Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung, immer mehr Gewicht in der Rechtsetzung und Politikgestaltung erhält. Die Gerichte nehmen immer häufiger darauf Bezug, und 2013 wurden weitere Rechtsvorschriften zur Stärkung dieser Rechte vorgeschlagen.

Es zeigt sich, dass die EU-Bürgerinnen und -Bürger sehr stark an Grundrechtefragen interessiert sind. Fast die Hälfte der Anfragen, die im vergangenen an die EU-Info-Zentren gerichtet wurden, betrafen Freizügigkeits- und Aufenthaltsrechte, und 5 % hatten Vorschriften zur Bekämpfung der Diskriminierung zum Gegenstand.

Pressemitteilung: Gleichstellung der Geschlechter: EU-Maßnahmen bewirken beständige Fortschritte 

Pressemitteilung: EU-Grundrechtecharta gewinnt an Bedeutung

Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern im Blickpunkt am Tag der Lohngleichheit

kontrastreiche Version normale Schriftgröße Schriftgröße 200 % Seite versenden Seite drucken

 

Haben Sie die gesuchten Informationen gefunden?

Ja Nein

Wonach haben Sie gesucht?

Haben Sie Vorschläge?

Nützliche Links