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Bemühungen um Integration der Roma tragen erste Früchte - 04/04/2014

Roma-Aktivisten © EU

Die Lebensbedingungen der Roma in Europa zu verbessern – darum bemüht sich die EU seit drei Jahren. Nun zeigen sich erste greifbare Ergebnisse, doch es bleibt noch viel zu tun.

Seit sich die Staats- und Regierungschefs der EU 2001 zum Handeln verpflichtet haben, haben mehr Roma-Kinder Schulunterricht erhalten. Andere Programme haben Roma bei der Arbeitssuche unterstützt und es wurden Anstrengungen zur Annäherung der verschiedenen Gemeinschaften unternommen. Dies geht aus einem neuen Bericht hervor.

Ungleichheiten

Die Roma stehen gegenüber der übrigen Bevölkerung Europas schlecht da: Nur wenige schließen die Grundschule ab, die Arbeitslosenquote ist höher und die Lebenserwartung liegt rund 10 Jahre unter dem europäischen Durchschnitt.

Seit 2011 konzentrieren sich die Integrationsprojekte der EU auf 4 Bereiche: Bildung, Beschäftigung, Gesundheit und Wohnen.

In folgender Hinsicht sind Verbesserungen zu verzeichnen:

  • Der Anteil von Roma-Kindern im Vorschulalter, die einen Kindergarten besuchen, ist in Finnland von 2 % auf 60 % gestiegen.
  • In Irland können nun „mitreisende Lehrkräfte“ häufig umziehende Roma-Familien begleiten.
  • In Deutschland wurde eine Taskforce“ eingerichtet, um die Bürger zu ermutigen, Roma als Nachbarn zu akzeptieren.
  • Die Slowakei hat vorübergehende Maßnahmen zur Bekämpfung von Diskriminierung eingeleitet.

Hindernisse bestehen jedoch weiterhin:

  • Die Beschäftigungsquoten der Roma in der EU haben sich nur geringfügig verbessert. 
  • Der Zugang zur Gesundheitsgrundversorgung ist in einigen Ländern immer noch problematisch.
  • Diskriminierung besteht weiterhin.

Roma-Gipfel

Der Bericht erscheint zu einer Zeit, da sich Politiker und Vertreter von Interessengruppen und Organisationen aus ganz Europa in Brüssel auf dem 3. Roma-Gipfel treffen, um zu erörtern, welche Fortschritte erzielt wurden, welche Projekte sich bislang als am wirksamsten erwiesen haben und welche weiteren Maßnahmen notwendig sind.

Berichte der EU-Länder werden dazu beitragen, die Maßnahmen zu koordinieren und zu bewerten. Auch sollen mehr Mittel bereitgestellt werden. 

Künftig werden 20 % der Mittel des Europäischen Sozialfonds – die dazu bestimmt sind, angemessenere Beschäftigungsmöglichkeiten für EU-Bürger zu schaffen – für Projekte zur sozialen Eingliederung verwendet – (bisher waren dies 15 %).

Bevölkerung

Es gibt 10 bis 12 Millionen Roma in Europa. Sie bilden in vielen Ländern einen bedeutenden und wachsenden Anteil der Bevölkerung im Schulalter und der künftigen Arbeitnehmer. 

Ihre Unterstützung durch Unterricht und bei der Arbeitssuche ist eine Voraussetzung dafür, dass sie gleichberechtigt an Wirtschaft und Gesellschaft teilhaben können.

Pressemitteilung – Integration der Roma: EU-Maßnahmen zeigen erste Ergebnisse 

Pressemitteilung – EU-Roma-Gipfel

Veranstaltungsprogramm – EU-Roma-Gipfel English (en)

Pressemitteilung – Erstes Rechtsinstrument zur Integration der Roma verabschiedet

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