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Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern im Blickpunkt am Tag der Lohngleichheit - 28/02/2014

Mann holt sich einen großen, über einem Schemel aufgehängten Geldsack. Frau versucht, nach einem kleinen, für sie unerreichbaren Geldbeutel zu greifen. © EU

Wie im Vorjahr fällt der Europäische Tag der Lohngleichheit auf den letzten Tag im Februar. Er ruft uns ins Bewusstsein, dass Frauen wegen der großen geschlechtsspezifischen Differenz während der ersten zwei Monate eines jeden Jahres de facto unentgeltlich arbeiten.

Der geschlechtsspezifische Lohnunterschied, d. h. die durchschnittliche Differenz beim Einkommen, hat sich in den letzten Jahren kaum geändert und liegt in Europa nach wie vor bei ca. 16 %.

Leichte Fortschritte

Seit der Einführung des Europäischen Tags der Lohngleichheit im Jahr 2011 ist das geschlechtsspezifische Lohngefälle geringfügig zurückgegangen – von 17,5 % auf 16,4 %.

Im Jahr 2011 wurde dieser Tag am 5. März begangen, um zu verdeutlichen, dass Frauen an den ersten 65 Tagen des Jahres 2010 quasi unentgeltlich gearbeitet hatten. Der zweite Europäische Tag der Lohngleichheit fiel auf den 2. März 2012, der dritte auf den 28. Februar 2013.

Die leichte Verbesserung in den letzten vier Jahren ist jedoch nicht primär auf einen Anstieg des Einkommens von Frauen zurückzuführen, sondern vor allem darauf, dass sich die Krise stärker auf einige männlich dominierte Branchen wie Baugewerbe und Technik ausgewirkt hat.

Hindernisse für gleiches Entgelt müssen fallen

Weitere Hemmschuhe für Verbesserungen bei der Entlohnung und den Arbeitsbedingungen von Frauen waren mangelnde Transparenz der Entgeltsysteme und fehlende Rechtssicherheit bei der Definition des Begriffs „gleichwertige Arbeit“.

Laut einem unlängst veröffentlichten Bericht über die Umsetzung der EU-Rechtsvorschriften zur Gleichbehandlung von Männern und Frauen pdf - 82 KB [82 KB] English (en) français (fr) sind Arbeiterinnen und Arbeiter häufig nicht ausreichend informiert, um erfolgreich gleichen Lohn einzufordern. Ein Aspekt sind dabei Informationen über die Lohnhöhe für verschiedene Gruppen von Beschäftigten.

Mehr Transparenz in diesem Bereich könnte es Opfern von Lohndiskriminierung ermöglichen, ihre Lage mit jener von Arbeitnehmern des anderen Geschlechts zu vergleichen.

Die Kommission arbeitet derzeit an einer neuen Initiative, die, wie sie hofft, eines der Grundprinzipien der EU – gleiches Entgelt für gleiche Arbeit – voranbringen wird.

Pressemitteilung: Geschlechtsspezifisches Lohngefälle in der EU stagniert bei 16,4 %

Geschlechtsspezifisches Lohngefälle

Chancengleichheit rechnet sich

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