Navigationsleiste

EU fordert: Korruption nicht auf die leichte Schulter nehmen - 06/02/2014

Hand hält Euro-Banknoten neben einem Geldautomaten.

Korruption ist nach wie vor europaweit ein Problem, gegen das mehr unternommen werden muss. Zu diesem Schluss kommt die EU in ihrem diese Woche veröffentlichten Bericht zur Korruptionsbekämpfung.

Korrupte Politiker, bestechliche Beamte, wettbewerbswidrige Absprachen zwischen Unternehmen – jeglicher Machtmissbrauch zur Erlangung privater Vorteile gilt als Korruption. Laut dem EU-Antikorruptionsbericht handelt es sich um ein europaweites Problem, das die Wirtschaft jährlich 120 Milliarden Euro kostet.

Korruption untergräbt das Vertrauen in die demokratischen Institutionen und schwächt die Rechenschaftspflicht der Politik.

Kein Einzelfall

Laut einer Eurobarometer-Umfrage halten drei Viertel der Europäerinnen und Europäer Korruption in ihrem Land für weit verbreitet. Über die Hälfte ist der Ansicht, Korruption sei in politischen Parteien gang und gäbe.

Jeder Zwölfte ist im vergangenen Jahr selbst Zeuge von Korruption geworden. Vier Prozent der Befragten wurden zur Zahlung von Bestechungsgeld aufgefordert. Nach den Erfahrungen der Bürger tritt Korruption besonders häufig im Gesundheitssektor, im Kontakt mit Privatunternehmen, mit der Polizei oder den Zollbehörden auf.

Bekämpfung von Korruption

Die EU-Länder haben in den letzten Jahren Einiges unternommen, um das Problem in den Griff zu bekommen: Prüfung von Interessenkonflikten, Einführung ethischer Grundsätze und Verbesserung der Transparenz. Diese Maßnahmen werden in der EU jedoch nicht einheitlich und mit derselben Entschlossenheit umgesetzt, daher auch mit mehr oder weniger Erfolg.

Es muss eindeutig mehr getan werden, um Korruption zu verhindern und zu bestrafen. Die Gerichte müssen in Korruptionsfällen wirksamer vorgehen und Kronzeugen besser schützen. Die öffentliche Auftragsvergabe muss transparenter werden – dieser Bereich ist besonders anfällig für Korruption, vor allem auf lokaler Ebene.

Die EU will außerdem einen Erfahrungsaustausch zwischen EU-Ländern, NRO und anderen Akteuren anregen, um die wirksamsten Strategien zu ermitteln und entsprechende Schulungen anzubieten.

Kontrolle der Korruption

Mit ihrem 2011 in Angriff genommenen Korruptionsbekämpfungsbericht will die EU Antikorruptionsmaßnahmen in den EU-Ländern unterstützen, die Politik stärker in die Pflicht nehmen und Wege finden, wie sie zur Bewältigung des Problems beitragen kann.

Sie wird auch weiterhin beobachten, welche Erfahrungen die EU-Bürgerinnen und ‑Bürger mit Korruption machen und was dagegen unternommen wird. Die Ergebnisse werden alle zwei Jahre veröffentlicht.

EU-Korruptionsbekämpfungsbericht pdf - 613 KB [613 KB] български (bg) čeština (cs) dansk (da) eesti keel (et) ελληνικά (el) English (en) español (es) français (fr) hrvatski (hr) italiano (it) latviešu valoda (lv) lietuvių kalba (lt) magyar (hu) Malti (mt) Nederlands (nl) polski (pl) português (pt) română (ro) slovenčina (sk) slovenščina (sl) suomi (fi) svenska (sv)

Fragen und Antworten – Korruption in der EU English

Pressemitteilung – Kommission stellt ersten EU-Korruptionsbekämpfungsbericht vor

Korruptionsbekämpfungsbericht – Länderübersicht English

kontrastreiche Version normale Schriftgröße Schriftgröße 200 % Seite versenden Seite drucken

 

Haben Sie die gesuchten Informationen gefunden?

Ja Nein

Wonach haben Sie gesucht?

Haben Sie Vorschläge?

Nützliche Links