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Mehr Frauen in Europas Chefetagen – aber wie? - 05/03/2012

Abbildung von 2 menschlichen Figuren auf einer Wippe, wobei die größere Figur die Wippe unten hält © iStock/Mark Stay

Ihre Meinung ist gefragt – was muss getan werden, damit Unternehmen mehr Frauen in die Geschäftsleitung holen? In Europas Spitzenunternehmen ist nur eines von sieben Vorstandsmitgliedern eine Frau.

Chefsache bleibt Männersache – daran ändert sich nur langsam etwas. In den größten börsennotierten Unternehmen in der EU machen Frauen lediglich 14 % der Vorstandsmitglieder aus. Im Jahr 2010 betrug dieser Anteil 12 %. Nur 3 % der Vorstandsvorsitzenden in der EU sind Frauen – diese Zahl stagniert seit zwei Jahren.

Die europäischen Bürgerinnen und Bürger sind sich darin einig, dass etwas geschehen muss, um dieses Ungleichgewicht zu beseitigen. In der jüngsten Umfrage zu diesem Thema erklärten rund 9 von 10 Befragten, dass Frauen bei gleicher Qualifikation in Führungspositionen auch gleichberechtigt vertreten sein sollten. 3 von 4 Befragten sind für gesetzliche Regelungen zur Herstellung der Geschlechtergleichstellung in Unternehmensvorständen.

Durch die Aussicht, in Führungspositionen aufsteigen zu können, würden Frauen darin bestärkt, arbeiten zu gehen und auch berufstätig zu bleiben. Dadurch würden die Beschäftigungsraten von Frauen steigen und ihre Fähigkeiten könnten gewinnbringend genutzt werden.

Mehr Frauen in Spitzenpositionen – dies könnte Europa auch wettbewerbsfähiger machen. Studien bekannter Beratungsunternehmen wie McKinsey und Ernst & Young haben ergeben, dass Unternehmen mit einem ausgeglicheneren Verhältnis von Männern und Frauen höhere Gewinne erzielen.

Letztes Jahr ermutigte die Kommission staatliche Unternehmen zur Selbstverpflichtung Englishfrançais : Die Anzahl von Frauen in den Vorständen sollte bis 2015 auf 30 % und bis 2020 auf 40 % angehoben werden.

Seitdem haben sich nur 24 Unternehmen in ganz Europa zu diesem Schritt entschieden. Jetzt untersucht die Kommission andere Möglichkeiten und hat daher eine öffentliche Konsultation eingeleitet, um Meinungen dazu zu sammeln, was die EU noch tun kann – beispielsweise Quoten einführen.

In Frankreich, Belgien, Italien, den Niederlanden und Spanien gibt es bereits gesetzlich vorgeschriebene Quoten für Unternehmensvorstände. Dänemark, Finnland, Griechenland, Österreich und Slowenien haben entsprechende Vorschriften für die Vorstände staatlich geführter Unternehmen.

Die Umfrage wurde pünktlich zum 5. März – dem europäischen Tag der Lohngleichheit eingeleitet. An diesem Tag soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass Frauen für die gleiche Arbeit oft weniger Geld erhalten als ihre männlichen Kollegen.

Die Online-Umfrage läuft bis zum 28. Mai. Die Beiträge werden in die Vorschläge der Kommission zur Verbesserung der Geschlechtergleichstellung in Europas Vorständen einfließen. Diese sind für Ende des Jahres geplant.

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