Navigationsleiste

EU-Konzept zur geregelten und wirksamen Steuerung der Einwanderung - 26/05/2011

UN-Arbeiterin und Flüchtlinge im Auffanglager von Lampedusa © EU

Neue Maßnahmen sollen den EU-Ländern helfen, den Zustrom von Einwanderern besser steuern zu können, ihrem Bedarf an mehr Arbeitskräften entgegenkommen und Missbrauch vorbeugen.

Freizügigkeit gehört zu den Grundrechten aller EU-Bürgerinnen und -Bürger. Der Zustrom von Einwanderern in die EU muss jedoch wirksam gesteuert werden, wobei die legale Einwanderung von Fachkräften gefördert werden soll.

Geregelte Zuwanderung

Eine niedrige Geburtenrate und eine alternde Bevölkerung bedeuten, dass Europa zunehmend auf zugewanderte Arbeitskräfte angewiesen sein wird.

Bis zum Jahr 2060 wird die Anzahl der Erwerbstätigen in Europa um 50 Millionen zurückgehen, wenn die Einwanderungsquoten weiterhin so bleiben wie bisher. Sollten diese Quoten aber zurückgehen, werden 110 Millionen Erwerbstätige weniger als heute zur Finanzierung der Sozialausgaben, insbesondere der Renten, beitragen.

Bis 2020 werden voraussichtlich allein im Gesundheitswesen rund eine Million Arbeitskräfte fehlen. Einwanderer können dazu beitragen, diese und andere Lücken auf dem Arbeitsmarkt zu schließen.

Daher schlägt die Kommission neue Maßnahmen English vor, um den Zustrom von Einwanderern aus den Nachbarländern in Nordafrika besser steuern zu können. Diese Maßnahmen eröffnen gefragten Fachkräften mehr legale Möglichkeiten für die Zuwanderung in die EU.

Gemeinsames Vorgehen

Die EU möchte "Mobilitätspartnerschaften" aufbauen, um Tunesien, Marokko und Ägypten dabei zu helfen, Einstellungsprogramme für die EU zu entwickeln. Dabei geht es auch um die Anerkennung von vergleichbaren beruflichen und akademischen Qualifikationen.

Die EU-Länder wiederum könnten dank der Zuwanderung gefragter Fachkräfte den Arbeitskräftemangel in den Griff bekommen.

Die EU würde auch für sogenannte Rückkehrförderprogramme für die Menschen sorgen, die in ihr Herkunftsland zurückkehren möchten.

Die Partnerschaften könnten auch Visaerleichterungen für Studierende, Forscher und Geschäftsleute umfassen, die in die EU reisen möchten.

Als Teil der Vereinbarung werden die Länder, aus denen die Einwanderer stammen, aufgefordert, wirksamere Maßnahmen gegen illegale Einwanderung zu treffen, ihr Grenzmanagement zu verbessern sowie Schmuggel und Menschenhandel zu bekämpfen.

Vorbeugung von Missbrauch

Ferner stehen Änderungen an den EU-Visabestimmungen English zur Diskussion, die die befristete Wiedereinführung von bestimmten Anforderungen für Staatsangehörige aus Nicht-EU-Ländern unter außergewöhnlichen Umständen ermöglichen. Darunter fällt auch das Eintreffen einer großen Zahl von illegalen Einwanderern oder Scheinasylanten.

Nächste Schritte

Die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten werden die Vorschläge auf ihrem nächsten EU-Gipfel am 24. Juni 2011 in Brüssel erörtern.

Weitere Informationen zum Thema Migration English

Jahresbericht der Kommission über Einwanderung und Asyl (2010) English

kontrastreiche Version normale Schriftgröße Schriftgröße 200 % Seite versenden Seite drucken

 

Haben Sie die gesuchten Informationen gefunden?

Ja Nein

Wonach haben Sie gesucht?

Haben Sie Vorschläge?

Nützliche Links