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Roma - neue Ziele für eine bessere Integration - 07/04/2011

Fünf Roma-Kinder auf einer Wiese © EU

Plan zur Verbesserung des Zugangs zu Bildung, Arbeitsmarkt, Gesundheitsversorgung und Wohnraum für Roma

"Roma" ist der Sammelbegriff für mehrere Bevölkerungsgruppen, die sich selbst als Roma, Zigeuner, Manouches, Ashkali oder Sinti bezeichnen. Mit rund 11 Millionen sind sie Europas größte ethnische Minderheit. In nahezu allen EU-Länder finden sich Roma-Gemeinschaften.

Die Roma sind in Europa mit größeren Schwierigkeiten konfrontiert als der Rest der Bevölkerung. Viele verfügen über keine Ausbildung, die es ihnen ermöglichen würde, einen Arbeitsplatz zu finden. Ihre Lebenserwartung ist im Allgemeinen kürzer und sie leben in dürftigen Unterkünften.

Im EU-Rahmen für nationale Strategien zur Eingliederung der Roma wurden EU-weite Ziele festgelegt, um die Lebensqualität der Roma zu verbessern und die sozioökonomischen Unterschiede zwischen ihnen und dem Rest der Gesellschaft abzubauen. Diese Ziele lauten:

  • Alle Roma-Kinder sollen die Grundschule erfolgreich abschließen - einer in sechs EU-Länder durchgeführten Umfrage zufolge schließen derzeit nur 42 % dieser Kinder diese Ausbildung ab.
  • Uneingeschränkter Zugang zu Berufsbildung, zum Arbeitsmarkt und zur Selbständigkeit - bei den Roma - und insbesondere den Roma-Frauen - liegen die Beschäftigungszahlen weit unter dem EU-Durchschnitt.
  • Gleicher Zugang zu Gesundheitsversorgung, Vorsorge- und sozialen Leistungen - dabei ist die Reduzierung der Kindersterblichkeit eine Priorität.
  • Der nichtdiskriminierende Zugang zu Wohnraum, einschließlich Sozialwohnungen - beispielsweise durch Anbindung von Roma-Siedlungen an die öffentliche Wasser-und Stromversorgung.

Die EU-Länder sind aufgefordert, gestützt auf diese Leitlinien bis Ende des Jahres ihre nationalen Roma-Strategien zu entwickeln.

Des Weiteren enthält der Plan Vorschläge, wie die zur Verfügung stehenden EU-Mittel zielgerichteter zur Deckung der Bedürfnisse der Roma eingesetzt werden können. Gegenwärtig werden in den meisten Mitgliedsländern die von der EU gewährten Fördermittel nicht zufriedenstellend für Projekte mit Roma-Schwerpunkt eingesetzt.

Für die Integration der Roma und den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft ist es wichtig, dass den Roma gleiche Rechte und Möglichkeiten garantiert werden. Dadurch wird sich auch ein wirtschaftlicher Nutzen ergeben. Roma, die für die Arbeitssuche gerüstet sind, können ihren Beitrag zur volkswirtschaftlichen Produktivität leisten - finden sie eine Beschäftigung, werden die Sozialhilfezahlungen weniger in Anspruch genommen und die Einnahmen aus Einkommenssteuern erhöht.

Die Kommission wir die Fortschritte bei den nationalen Strategien zur Eingliederung der Roma überwachen. Diese Aufgabe übernimmt insbesondere die EU-Agentur für die Grundrechte English . Jedes Jahr wird die Kommission dem Parlament und dem Rat Bericht erstatten.

Die EU und die Roma

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