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Diskriminierung im Mittelpunkt des Interesses - 29/04/2010

Logo des Journalistenpreises © EU

Jedes Jahr verleiht die EU einen Preis an Journalisten, die die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf das Thema "Diskriminierung in Europa" lenken.

Bei einer vor kurzem von der EU durchgeführten Umfrage gaben rund 16 % der befragten Europäer an, sie seien im letzten Jahr mindestestens einmal diskriminiert worden. Diese Ergebnisse lassen vermuten, dass Dsikriminierung ein weitverbreitetes Problem ist und sich nicht nur auf Minderheitengruppen beschränkt.

In der EU gibt es ein umfassendes Paket an Antidiskriminierungsgesetzen. So stammt zum Beispiel das erste Gesetz zur Gleichstellung der Geschlechter aus dem Jahr 1957. Und im Jahr 2000 hat die EU bahnbrechende Rechtsvorschriften angenommen, die Diskriminierung am Arbeitsplatz aus Gründen der Rasse, des Geschlechts, des Glaubens, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung verbieten. Auch aus den Bereichen Bildung, soziale Sicherheit, Gesundheitsversorgung, Zugang zu Waren und Dienstleistungen, einschließlich Wohnungswesen, wurden Vorurteile aufgrund der Rasse oder ethnischen Zugehörigkeit verbannt.

Doch die alleinige Verantwortung liegt nicht beim Staat. Damit die vorhandenen Rechtsvorschriften greifen können, müssen die Bürger ihre Rechte kennen und diese geltend machen. Und auch die Medien können ihren Teil zur Sensibilisierung beitragen. Um den Einsatz der Journalisten zu würdigen, die sich dieser Aufgabe verschrieben haben, werden die besten mit dem Journalistenpreis geehrt.

Bereits zum sechsten Mal in Folge legten Journalisten aus der gesamten EU Auszüge ihrer Arbeit zum Thema Diskriminierung einer Jury ihres Heimatlandes vor. Um im Wettbewerb berücksichtigt werden zu können, mussten die Artikel in Zeitungen, Zeitschriften oder Online-Medien veröffentlicht worden sein. Die nationalen Jurys wählten den jeweils besten Artikel aus und übermittelten diesen zur endgültigen Entscheidung an ein unabhängiges Panel aus Medienexperten. Den Startschuss zum diesjährigen Wettbewerb hatte Viviane Reding, die für Justiz zuständige Kommissarin gegeben. Sie ist es auch, die heute die Gewinner English des Journalistenpreises bekanntgibt.

Da die EU das Jahr 2010 zum Jahr der Armutsbekämpfung erklärt hat, wurde dieses Jahr ein weiterer Preis für den Artikel verliehen, der am besten die Verbindung zwischen Armut und Diskriminierung aufzeigte.

Der Journalistenpreis ist nur eine der zahlreichen Aktivitäten, die im Rahmen der laufenden Antidiskriminierungskampagne organisiert werden. Die Kampagne fördert EU-weite Partnerschaften und den Austausch von Informationen. Seit ihrem Start im Jahr 2003 haben Poster- und Fotowettbewerbe, Sportveranstaltungen und Konferenzen stattgefunden. Sie alle verfolgen ein gemeinsames Ziel: Die Neubelebung der Diskussion über Diskriminierung und die Vorteile von Gleichstellung und Vielfalt.

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