Navigationsleiste

Kampf dem „neuen“ Terror - 24/06/2009

Simulation eines geöffneten Umschlags, aus dem Sporen entweichen – ein Beispiel für biologische Pathogene als Instrument des Terrorismus©Reporters

Die EU fordert Vorbeugungsmaßnahmen gegen die wachsende Bedrohung durch Terrorangriffe mit chemischen, biologischen oder nuklearen Waffen.

Bis dato wurden Terroranschläge mit Sprengstoffen und Schusswaffen verübt. Neueste Ermittlungsergebnisse zeigen jedoch, dass Terrorgruppen dazu übergehen, neuartige und viel gefährlichere Waffen zu verwenden.

Die Kommission hat Pläne vorgelegt, die verstärkte Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz vor derartigem Material und erhöhte Bereitschaft für den Angriffsfall vorsehen.

Angesichts der Fortschritte in der Waffentechnologie und des zunehmenden Einsatzes chemischer, biologischer und nuklearer Materialien auch für rechtmäßige Zwecke hat die Bedrohung ihres Missbrauchs durch Terrorgruppen zugenommen.

„Europa ist bisher glücklicherweise von einem Großangriff dieser Art verschont geblieben, doch wären die potenziellen Folgen für unsere Gesellschaften dermaßen verheerend, dass wir hier nicht untätig bleiben dürfen“, stellte der für Justiz zuständige Kommissar, Jacques Barrot, fest.

Unkonventionelle Waffen können Menschen massenweise töten oder verletzen und wirtschaftliches Chaos und große Panik auslösen.

Europa ist angesichts seines Engagements für die Grundrechte und seiner offfenen Grenzen anfälliger gegenüber Angriffen, auch deshalb, weil die Regierungen weniger gut kontrollieren können, wo sich Menschen aufhalten oder wohin sie sich begeben.

Ausgehend von den Empfehlungen einer von der EU beauftragten Expertengruppe führt ein neuer Dreijahresplan über 130 Maßnahmen auf, mit denen verhindert werden soll, dass gefährliche Materialien in die falschen Hände geraten und mit denen sichergestellt werden soll, dass– sollte dies dennoch geschehen – entsprechende Bereitschaftsvorkehrungen getroffen werden.

Konkret sieht der Plan eine Verbesserung der Ortungssysteme in ganz Europa und neue Instrumente vor, die es ermöglichen, im Falle von Angriffen oder Katastrophen Menschenleben zu retten und den Sachschaden zu begrenzen.

Nach dem Plan der EU sollen die nationalen Regierungen als Hauptverantwortungsträger in Fragen der Sicherheit Unterstützung erhalten. Die Kommission schlägt vor, für die Durchführung des Plans im Zeitraum 2010 – 2013 hundert Millionen Euro aus Mitteln bereits bestehender Fonds bereitzustellen.

Mehr über die Terrorismusbekämpfung in Europa English

kontrastreiche Version normale Schriftgröße Schriftgröße 200 % Seite versenden Seite drucken

 

Haben Sie die gesuchten Informationen gefunden?

Ja Nein

Wonach haben Sie gesucht?

Haben Sie Vorschläge?

Nützliche Links