Navigationsleiste

Nein zur Folter! - 30/06/2008

Poster der Kampagne – Folterinstrumente

57 Länder, darunter 11 EU-Länder, wollen mit einer gemeinsamen Kampagne auf die Schrecken von Folter aufmerksam machen.

Folter ist völkerrechtlich verboten, stellt aber in zahlreichen Ländern immer noch eine gängige Praxis dar, und dies obwohl einige dieser Länder sogar das Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen Folter ratifiziert haben. In der EU leben 400 000 Folterüberlebende, die meisten als Flüchtlinge.

Die EU ist fest entschlossen, das absolute Verbot der Folter und anderer grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung von Menschen durchzusetzen. Diesen Praktiken endgültig Einhalt zu gebieten, ist eines der wichtigsten Ziele ihrer Menschenrechtspolitik.

Im Rahmen der Kampagne „ Folter ist unannehmbar!“ werden von der Europäischen Kommission geförderte Projekte vorgestellt, deren Ziel es ist, die Folter weltweit abzuschaffen. Die wichtigste Forderung lautet, dass alle Länder sich für die Abschaffung der Folter einsetzen und das Übel an der Wurzel anpacken müssen. Die EU unterstützt diese Anstrengungen, indem sie weltweit einschlägige Projekte finanziert English (en) français (fr) .

Unter anderem sollen mehr Strafverfolgungsbeamte eingestellt, die Versorgung mit Folterinstrumenten gestoppt und den Opfern geholfen werden, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Um in den Arbeitsalltag zurückkehren zu können, benötigen Überlebende psychologische Betreuung sowie medizinische und rechtliche Hilfe.

Häufig haben Folterüberlebende nicht nur physische sondern auch psychische Schäden erlitten, die ihnen die Rückkehr in ein normales Leben erschweren. In 41 Ländern der Welt unterstützt die EU die Rehabilitation von Folteropfern. Unter anderem fördert sie in 16 EU‑Ländern Rehabilitations-Zentren für Folteropfer und einschlägige Netzwerke.

Als einer der größten Geber stellt die EU jedes Jahr nahezu 12 Millionen; Euro für den Kampf gegen Folter bereit. „Folter ist unannehmbar!“ ist die erste derart groß angelegt Kampagne. Die Veranstaltungen zum Internationalen Tag der Vereinten Nationen zur Unterstützung der Folteropfer am 26. Juni bildeten den Höhepunkt der Kampagne.

kontrastreiche Version normale Schriftgröße Schriftgröße 200 % Seite versenden Seite drucken

 

Haben Sie die gesuchten Informationen gefunden?

Ja Nein

Wonach haben Sie gesucht?

Haben Sie Vorschläge?

Nützliche Links