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Mehr Wachstum in den Entwicklungsländern durch stärkere Einbindung der Privatwirtschaft - 14/05/2014

Ernte organischer Bohnen für den fairen Kaffeehandel © iStock

Die EU will die Privatwirtschaft zu einer stärkeren Beteiligung an der Entwicklungshilfearbeit in den ärmsten Ländern der Welt anregen. Diese Woche hat die Europäische Kommission entsprechende Pläne veröffentlicht.

Die Privatwirtschaft sorgt bereits für 90 % aller Arbeitsplätze in den Entwicklungsländern. Nach Ansicht der EU könnte jedoch die Wirkung vieler privater Investitionen in Unternehmen verstärkt werden – beispielsweise durch eine wohl überlegte Kombination von Zuschüssen und Darlehen oder den Einsatz innovativer Finanzierungsinstrumente.

Der 12 Punkte umfassende Aktionsplan enthält Vorschläge zur Förderung verantwortungsvoller Investitionen in den Partnerländern durch

  • Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen für die Unternehmen,
  • Unterstützung der Unternehmensentwicklung und
  • Erleichterung des Zugangs zu Finanzmitteln, insbesondere für Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen.

Zudem sieht der Plan Schritte zur Beteiligung der Privatwirtschaft in Bereichen wie nachhaltige Energie, nachhaltige Landwirtschaft und Infrastruktur usw. vor, in denen die Privatwirtschaft die Entwicklungshilfearbeit der EU ergänzen kann.

Leitgrundsätze

Den Schwerpunkten des Plans – Schaffung von Arbeitsplätzen, Armutsbekämpfung und integratives Wachstum – ist zu entnehmen, dass verschiedene Arten von Unternehmen unter Berücksichtigung örtlicher Gegebenheiten unterschiedlich behandelt werden sollten. So sollte beispielsweise die Unterstützung für neu gegründete Unternehmen anders aussehen als die für multinationale Unternehmen.

Die Unterstützung der EU für die Privatwirtschaft erfolgt nur, wenn die Unternehmen umwelt-, sozial- und steuerrechtliche Normen einhalten, die Menschenrechte und die Rechte der einheimischen Bevölkerung achten und eine gute Unternehmensführung vorweisen können.

Gezielte Unterstützung

Ein besonderer Schwerpunkt des Plans liegt auf der Unterstützung privatwirtschaftlicher Projekte für Frauen, Jugendliche und Arme. Gefordert werden 

  • Vorschriften für Unternehmen unter Berücksichtigung der besonderen Beschränkungen, denen Frauen gegenüberstehen, sowie
  • Ausbildungs- und andere Unterstützungsmaßnahmen für Frauen, die oft Schwierigkeiten haben, einen Arbeitsplatz zu finden oder ein Unternehmen zu gründen. 

Darüber hinaus möchte die EU mehr Unterstützung in den informellen Sektor bzw. die Schattenwirtschaft leiten, zu der in Entwicklungsländern mitunter bis zu 80 % der Unternehmen zählen. Dies könnte durch Schulungsmaßnahmen und Vermittlung von Fachwissen für Erzeugerverbände, die Förderung sicherer Arbeitsplätze und die Verbesserung des Zugangs zu Märkten, Kapital, Infrastruktur und sozialen Diensten geschehen.

Pressemitteilung: EU will die Privatwirtschaft stärker in die Förderung des integrativen Wachstums in den Entwicklungsländern einbinden

Neue EU-Mitteilung zur Privatwirtschaft English

Europäische Kommission – Entwicklung und Zusammenarbeit

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