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Armuts- und Umweltprobleme gemeinsam angehen - 17/07/2013

ausgedörrte, rissige Erde © EU

Im Rahmen eines neuen Konzepts der EU zur Beseitigung von Armut und zur Minderung von Umweltproblemen sollen Finanzmittel und strategische Ziele gebündelt werden.

Häufig sind gerade die ärmsten Länder die Hauptleidtragenden von Umweltbeeinträchtigungen und wahrscheinlich am stärksten von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen.

Die Ursachen dieser Probleme hängen häufig miteinander zusammen. Dies bedeutet, dass durch Abhilfemaßnahmen für eines dieser Probleme auch andere Probleme gelindert werden. So wird beispielsweise durch die Erhaltung der Wälder und der biologischen Vielfalt nicht nur dem Klimawandel entgegengewirkt, sondern auch die für die Armutsbeseitigung unerläßliche Nahrungsmittelversorgung gesichert.

In einem Vorschlag der Kommission wird ein neues Konzept der EU zur Beseitigung der Armut und zur Förderung nachhaltiger Entwicklung Englishfrançais dargelegt, die beide Probleme miteinander verknüpft behandelt.

Der Zeitpunkt für die Erarbeitung einer Strategie zur Bewältigung beider Herausforderungen ist günstig: Das Stichjahr 2015 für die Verwirklichung der Milleniumsentwicklungsziele Englishespañolfrançais rückt näher, und die internationalen Beratungen zu den Folgemaßnahmen im Anschluss an die UN-Konferenz 2012 über nachhaltige Entwicklung sind in Gang.

Die Leitgedanken des neuen Konzepts sind:

  • Mit Geld allein ist es nicht getan. Die Finanzierung muss Hand in Hand mit strategischen Zielen gehen, beispielsweise mit der Behebung von Engpässen.
  • Alle Formen der Finanzierung - öffentliche, private, in- und ausländische Mittel - sollten in Betracht gezogen werden.
  • Die Empfängerländer sollten bei der Auswahl der Prioritäten für die Aufteilung zwischen den verschiedenen strategischen Zielen das Sagen haben.
  • Neue Synergien sollten dazu führen, dass sich jeder in einem bestimmten Politikbereich ausgegebene Euro positiv auf andere Politikfelder auswirkt.
  • Auch die so genannten aufstrebenden Volkswirtschaften, d. h. Länder, die früher als arme Länder galten, deren Volkswirtschaft jedoch nun auf Wachstumskurs ist, wie auch die Länder mit eher hohem Einkommen sollten zur Unterstützung der Länder mit dem größten Hilfebedarf beitragen.

Die Vorschläge werden nun von den EU-Abgeordneten und von den nationalen Ministern erörtert. Das Konzept soll ab 2016 umgesetzt werden.

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