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G-8-Spitzen wollen Handel erleichtern - 17/06/2013

Logo des G-8-Gipfels mit Text „G8 Lough Erne 2013“ © Regierung des Vereinigten Königreichs

Auf dem jährlichen Treffen der Staats- und Regierungschefs der G-8 am 17./18. Juni geht es um Handel und Wirtschaft, Steuern und Bestechung im Geschäftsverkehr.

Im Vorfeld des Gipfeltreffens der G-8 in Lough Erne (Nordirland) erläuterte Kommissionspräsident Barroso die Standpunkte der EU zur Förderung des internationalen Handels und der Wirtschaft sowie der Bekämpfung von Steuerflucht und Bestechung im Geschäftsverkehr.

Mehr Handel, fairer Handel

Die Handelspolitik der EU English unterstützt den ungehinderten internationalen Handel als unabdingbare Voraussetzung für nachhaltiges Wachstum, Arbeitsplätze und Entwicklung.

Die bilateralen Handelsabkommen der EU sind ein Sprungbrett hin zu einem umfassenderen multilateralen Welthandel, erklärte Barroso. Würden alle laufenden Gespräche über Freihandelsabkommen abgeschlossen, dürfte das BIP der EU um 2,2 % steigen und es könnten schätzungsweise 2,2 Millionen neuer Arbeitsplätze entstehen.

Weiter unterstützt die EU ein geplantes internationales Übereinkommen, das Entwicklungsländern durch einfachere Handelsregeln und Ein- und Ausfuhrverfahren bei der Ausweitung ihres Handels helfen soll.

Kampf gegen Steuerhinterziehung

International müsse, so Präsident Barroso, mehr getan werden, um die Schlupflöcher für Steuerhinterzieher zu schließen, durch die den EU-Ländern 1 Billion Euro pro Jahr entgehen. Dieses Geld sollte zur Finanzierung von Bildung, Qualifizierung, Gesundheitswesen und Infrastrukturinvestitionen beitragen.

Er rief die G-8-Spitzen dazu auf, schwerpunktmäßig auf eine neue internationale Norm für den Austausch personenbezogener Finanzdaten zwischen den einzelnen Ländern hinzuarbeiten. Die EU-Regeln English könnten als Vergleichsmaßstab für ein solches Übereinkommen dienen.

Korruptionsbekämpfung

Kommissionspräsident Barroso forderte, dass sich mehr Länder am weltweiten Kampf gegen illegale Zahlungen an staatliche Stellen beteiligen sollten.

Die EU spricht sich für eine verstärkte Transparenz in Bezug auf Zahlungen aus, die etwa von der mineralgewinnenden Industrie (Erdöl, Erdgas, Bergbau) und der Forstwirtschaft an Regierungsstellen der Gastländer fließen. Die EU hat ihre eigenen Vorschriften zu Transparenz und Rechnungslegung verschärft, um zu gewährleisten, dass solche Zahlungen angemeldet werden, um der Korruption Einhalt zu gebieten.

Außenpolitik

Weitere Themen auf der Tagesordnung sind globale Sicherheit, Klimawandel und die Krise in Syrien.

Die G-8 ist eine informelle Gruppe von acht Industrieländern, die sich einmal im Jahr treffen, um über gemeinsame weltweite Probleme zu sprechen. Neben einzelnen EU-Ländern – Frankreich, Italien, Deutschland und Vereinigtes Königreich – entsendet auch die EU Vertreter zu den Gipfeln.

Alle G-8-Länder sind ebenfalls Mitglieder der G-20. Der nächste G-20-Gipfel findet am 5. und 6. September 2013 in St. Petersburg (Russland) statt.

Die EU auf dem G-8- und dem G-20-Gipfel

G-8-Gipfel 2013 English

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