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Eine Einwanderungspolitik, die allen nützt - 21/11/2011

Weltkarte mit Strichmännchen, die in alle Richtungen rennen © iStock/Thomas Paschke

Ein Abkommen der EU mit ihren Nachbarn und anderen Ländern zum Nutzen der betroffenen Menschen und Länder - das ist das Ziel eines neuen Ansatzes für die Migration.

Die Zusammenarbeit zwischen der EU und anderen Ländern in Migrationsfragen ist bereits weit entwickelt, könnte aber noch verbessert werden.

Dass eine bessere Koordinierung vonnöten ist, zeigte sich dieses Jahr überdeutlich, als während des arabischen Frühlings zahllose Migranten an den Küsten der EU anlandeten und die als erste betroffenen Länder vor große Probleme stellten.

In Reaktion auf den plötzlichen Zustrom machte die Kommission Vorschläge English für ein umfassendes Konzept zum Umgang mit der Migration. Darauf aufbauend schlägt sie nun eine stärker strategisch ausgerichtete Politik English zu Fragen der Migration und Mobilität vor, die der EU, den Herkunftsländern und den Migranten nützt.

Geplant ist eine engere Zusammenarbeit mit Nicht-EU-Ländern, um die größtmöglichen Vorteile zu erzielen. Ärmere Länder profitieren auf zweierlei Weise von der Migration – durch das Geld, das die Migranten nach Hause schicken, und durch den Transfer von Know-how und Innovation.

Die Zusammenarbeit der EU mit Nicht-EU-Ländern würde auch dafür sorgen, dass Flüchtlinge und Vertriebene vollständigen Schutz nach internationalem Recht genießen.

Abgedeckt würde mit dem Plan außerdem der Bedarf der EU an wirksamen Grenzkontrollen, um die illegale Migration einzudämmen, die legale Migration anzuregen und Opfer des Menschenhandels besser zu schützen.

Der Plan würde Maßnahmen zu Migration und Mobilität mit der EU-Politik in den Bereichen Außenbeziehungen, Entwicklungszusammenarbeit, Bildung, Wachstum und Beschäftigung in Einklang bringen.

Erleichterung der legalen Einwanderung

Die EU plant eine stärkere Berücksichtigung der legalen Mobilität und der Visumpolitik für Kurzbesucher, Touristen, Studierende, Forscher, Geschäftsleute oder Familienmitglieder auf Besuch. Die EU würde anbieten, Visumbeschränkungen zu verringern oder abzuschaffen, wenn die Partnerländer vereinbarte Ziele in Bereichen wie Migration, Asyl und Grenzmanagement erreichen.

Europa braucht ausländische Arbeitnehmer, um seinen Wohlstand zu erhalten. Beispielsweise werden bis 2020 voraussichtlich allein im Gesundheitswesen rund eine Million Arbeitskräfte fehlen. Einwanderer können dazu beitragen, diese und andere Lücken auf dem Arbeitsmarkt zu schließen.

Der Plan sieht vor, dass sich die EU weiterhin auf die Bildung von Partnerschaften mit Nachbarländern in Afrika und im Osten konzentriert.

Migrationspartnerschaften würden zunächst Ländern in unmittelbarer Nachbarschaft, darunter der Türkei, Marokko und Ägypten, angeboten.

Diese Abkommen würden sicherstellen, dass die legale Migration gut organisiert ist, dass wirksame, menschenwürdige Maßnahmen zur Verhinderung der illegalen Einwanderung getroffen werden und dass alle Beteiligten davon profitierren.

Für andere Länder schlägt die Kommission eine verstärkte Zusammenarbeit auf Grundlage gemeinsamer Ziele vor.

EU-Portal zur Einwanderung Englishfrançais

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