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G-20-Gipfel: Aktionsplan für Wachstum und Beschäftigung - 07/11/2011

Logo des G-20-Gipfels – stilisierter Eiffelturm und Schriftzug „G20 France 2011“ © G20

Die weltweit größten Volkswirtschaften versprachen, sich geschlossen für die Wiederherstellung des Wachstums, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Regulierung der Finanzmärkte einzusetzen.

Zur Wiederherstellung des weltweiten Wachstums einigten sich die G-20 in Cannes (3./4. November) auf ein Maßnahmenpaket English .

Die EU schlug unter anderem eine Selbstverpflichtung zur Haushaltskonsolidierung und zur Verbesserung der heimischen Wirtschaft vor. In diesem Zusammenhang stieß auch der Aktionsplan English der Euro-Länder zur Bewältigung der Schuldenkrise auf breite Zustimmung.

Die G-20-Länder wollen noch mehr zur Eindämmung der Langzeitarbeitslosigkeit und der Auswirkungen der Globalisierung auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unternehmen.

Mehr Handel

Der Schlüssel zur Wiederherstellung des Wachstums und zur Schaffung von Arbeitsplätzen liegt im Anstieg des Welthandels. Die G-20 forderten mehr Geschlossenheit bei der Beseitigung von Handelshemmnissen und beim Kampf gegen Protektionismus. Die Welthandelsorganisation soll bei der Beilegung von Streitigkeiten zwischen Ländern eine stärkere Rolle spielen.

Die G-20 ermahnten einige Länder, ihre unfairen Wechselkurspraktiken zu beenden. Diese Länder halten ihre Umtauschraten künstlich niedrig, weil sie sich davon Exportsteigerungen versprechen.

Krisenvorsorge

Die Finanzmarktreform und der Investorenschutz standen ebenfalls ganz oben auf der Tagesordnung. Der Handel mit Derivaten soll besser reguliert und das Risiko von Bankenpleiten reduziert werden.

Großbanken, die im weltweiten Finanzsystem eine wichtige Rolle spielen, sollen in Zukunft stärker beaufsichtigt werden. Die G-20-Länder schlugen darüber hinaus vor, Investment- und Versicherungsunternehmen, die bankähnliche Geschäfte betreiben, zu regulieren.

Im Zusammenhang mit der Reduzierung systembedingter Risiken für die Weltwirtschaft sind die G-20-Länder außerdem bereit, dem Internationalen Währungsfonds zusätzliche Mittel zur Verfügung zu stellen. Länder in wirtschaftlichen Schwierigkeiten sollen mit neuen Finanzierungsprogrammen besser unterstützt werden.

Armutsbekämpfung

Die G-20 riefen die Regierungen dazu auf, ihre in den Bereichen Entwicklungshilfe, Ernährungssicherheit und Klimawandel gemachten Zusagen einzuhalten. Sie waren sich darin einig, dass langfristig neue Finanzierungsquellen zur Unterstützung der Entwicklungsländer gefunden werden müssen.

Möglich wäre in diesem Zusammenhang eine weltweite Finanztransaktionssteuer, wie sie von der Kommission vorgeschlagen und von Gastgeber Frankreich befürwortet wurde.

Darüber hinaus sollen in Ländern mit niedrigem Einkommen mehr Mittel für Agrarforschung und die Stabilisierung der Nahrungsmittelpreise bereitgestellt werden.

Mehr zur EU-Position auf dem G-20-Gipfel

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