Navigationsleiste

EU-Schwerpunkte für den G-20-Gipfel - 31/10/2011

Logo des G-20-Gipfels – Eiffelturm und Schriftzug „G20 France 2011“ © G20

Die EU wird die wichtigsten Wirtschaftsnationen auffordern, einen Plan für die Ankurbelung des weltweiten Wirtschaftswachstums, die Reform der Finanzmärkte und die Förderung des internationalen Handels zu verabschieden.

Auf dem G-20-Gipfel, der am 3. und 4. November in Cannes (Frankreich) stattfindet, wird die EU fordern, dass alle Länder zu dem Plan beitragen.

Die EU hat bereits den Weg bereitet, indem sie ihre Reaktion auf die Wirtschaftskrise English und die Schuldenprobleme einiger ihrer Mitgliedstaaten koordiniert hat.

Nunmehr wird sie die G-20-Länder auffordern, das Wachstum zu fördern und wirtschaftliche Ungleichgewichte abzubauen, indem sie Haushaltsreformen durchführen, ihre heimische Wirtschaft stärken und die Wechselkurse für ihre Währungen fairer gestalten.

Die G20 sollten die Reformen ihrer Finanzmärkte rascher vorantreiben. Dabei stehen an erster Stelle eine bessere Regulierung des Derivatehandels und eine bessere Absicherung gegen Bankenpleiten.

Außerdem sind weitere Maßnahmen erforderlich, um die wichtigsten Finanzinstitute der Welt sowie die Bankgeschäfte von Investmentgesellschaften, Versicherern und anderen besser zu regulieren.

Die Vereinbarung weltweit einheitlicher Rechnungslegungsstandards würde es den Regulierungsbehörden ermöglichen, internationale Unternehmen effizienter zu überwachen.

Eine Aufstockung der Ressourcen des Internationalen Währungsfonds würde diesem ermöglichen, Länder in wirtschaftlichen Schwierigkeiten besser zu unterstützen.

Auf dem Gipfel wird die EU außerdem einen Vorschlag für eine weltweite Finanztransaktionssteuer vorlegen. Der Vorschlag würde darauf abzielen, dass der Finanzsektor einen angemessenen gesellschaftlichen Beitrag leistet.

Mehr Handel, weniger Protektionismus

Die Förderung des Handels ist der effizienteste Weg, weltweites Wachstum und Arbeitsplätze zu schaffen. Zahlreiche Länder behalten jedoch ihre protektionistischen Maßnahmen bei und verschaffen ihrer Industrie damit einen unfairen Wettbewerbsvorteil.

Zum Abbau derartiger Handelshemmnisse wird die EU weitere Verhandlungen im Rahmen der Welthandelsorganisation befürworten, um vor allem den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt zu helfen.

Überdies müssen die Länder einen weltweiten Markt und ein offenes Handelssystem für Rohstoffe gewährleisten, das fair, nachhaltig und transparent ist.

Die Koordination der weltweiten Wirtschaftspolitik sollte sich auf Beschäftigung und Reduzierung der Armut konzentrieren. Die Länder sollten ihre Selbstverpflichtungen zur Entwicklungshilfe, zu sicherer Nahrungsmittelversorgung und zum Klimawandel zügig umsetzen.

Kommissionspräsident José Manuel Barroso und der Vorsitzende des Europäischen Rates werden die EU in Cannes vertreten.

Informationen zu den Positionen der EU auf dem G-20-Gipfel

Verfolgen Sie die Entwicklungen auf dem G-20-Gipfel Englishfrançais

kontrastreiche Version normale Schriftgröße Schriftgröße 200 % Seite versenden Seite drucken

 

Haben Sie die gesuchten Informationen gefunden?

Ja Nein

Wonach haben Sie gesucht?

Haben Sie Vorschläge?

Nützliche Links