Navigationsleiste

EU leistet Opfern von Landminen weiterhin Unterstützung - 04/04/2011

Zwei durch Landminen verletzte Kinder © EU

Jedes Jahr verlieren 10 000 Menschen durch Landminen ihr Leben. Weit mehr erleiden schwere bleibende Verletzungen oder verlieren einen Angehörigen. Bei den Opfern handelt es sich größtenteils um Zivilisten, darunter viele Frauen und Kinder.

Trotz internationaler Bemühungen, die Auswirkungen des Einsatzes von Landminen weltweit einzudämmen, sind in rund 65 Ländern Landminen und Blindgänger noch immer eine Gefahr.

Die EU hat sich sowohl politisch als auch finanziell in der internationalen Kampagne engagiert. Seit dem Inkrafttreten des Ottawa-Übereinkommens aus dem Jahr 1997 hat die EU das Ziel der weltweiten Ächtung von Antipersonenminen unterstützt.

Zwischen 2002 und 2009 haben die EU und ihre Mitgliedstaaten 1,8 Milliarden Euro zur Unterstützung der Ziele des Übereinkommens aufgewendet. Im selben Zeitraum haben etwa 44 Länder mehr als 300 Millionen Euro aus dem Haushalt der Union erhalten, um die von Landminen ausgehende Bedrohung einzudämmen und Landminenopfern zu helfen.

Zurzeit unterstützt die EU unter anderem folgende Projekte:

  • In Angola geht es in erster Linie um die Wiederherstellung zumindest minimaler Lebensbedingungen und um die bessere Erschließung von minen- und blindgängerbelasteten Gebieten.
  • In Bosnien-Herzegowina gehört eine Überwachung der Minenräumung ebenso zu den Maßnahmen wie die Finanzierung von Ausrüstung und Schulungsprogrammen für das Minenräumungszentrum des Landes.
  • Sri Lanka erhält Unterstützung für Minenräumprogramme, in deren Anschluss die Wiederansiedlung von Binnenflüchtlingen erfolgen soll.

In anderen Ländern unterstützt die EU Maßnahmen zur Aufklärung über Minengefahren sowie Hilfsprogramme für Landminenopfer.

Während diese langfristige Unterstützung für viele Länder unverzichtbar ist, ist die EU auch zu schnellem Handeln während und nach einem Konflikt in Form von zeitnahen Räumaktionen oder Soforthilfe für die Opfer in der Lage.

Antiminenaktionen gehören zu den Außenhilfeinstrumenten der EU und sind somit ein Kernelement der Politik in den Bereichen humanitäre Hilfe und Entwicklungshilfe. Die Länder, die EU-Unterstützung erhalten, müssen sich verpflichten, den Antiminenaktionen Priorität einzuräumen, womit die eigenverantwortliche Durchführung der Programme durch die jeweiligen Länder ebenso gewährleistet ist wie die Dauerhaftigkeit der erzielten Ergebnisse.

Mehr zum Thema Ächtung des Einsatzes von Landminen English

4. April - Internationaler Tag der Vereinten Nationen für die Aufklärung über Minengefahr und die Unterstützung von Antiminenprogrammen Englishespañolfrançais

kontrastreiche Version normale Schriftgröße Schriftgröße 200 % Seite versenden Seite drucken

 

Haben Sie die gesuchten Informationen gefunden?

Ja Nein

Wonach haben Sie gesucht?

Haben Sie Vorschläge?

Nützliche Links