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EU verstärkt Beziehungen zu Russland - 25/02/2011

Der russische Premierminister Vladimir Putin schüttelt Kommissionspräsident Barroso die Hand © EU

Energie, Handel und ein neuer Rahmen für eine weitergehende Zusammenarbeit standen im Zentrum der Diskussionen bei einem Treffen zwischen der Europäischen Kommission und Russland.

Stabile politische und wirtschaftliche Beziehungen mit Russland stehen im Zentrum der Politik der EU gegenüber ihrem östlichen Nachbarn. Ohne sie lässt sich die Stabilität in der Region nicht gewährleisten.

Das Treffen zwischen der Kommission und der russischen Regierung am 24. Februar in Brüssel war das bisher größte in der sich entwickelnden Beziehung.

Erdöl und Erdgas

Russland ist der drittgrößte Handelspartner der EU, und die EU ist Russlands größter Exportmarkt. Russland liefert der EU ein Drittel ihres Rohöls und etwa ein Viertel ihres Erdgases.

Diese Lieferungen sind für die Deckung des EU-Bedarfs äußerst wichtig, doch in der Vergangenheit war auf sie kein Verlass. Daher bemüht sich Europa, seine Energieversorgung durch seine Energiestrategie English sicherzustellen und gleichzeitig zu verhindern, dass sich künftige Unterbrechungen auf die Verbraucher auswirken - wie es 2009 geschehen ist.

Auf dem Treffen wurden vier Energieabkommen unterzeichnet, darunter eine Aktualisierung einer früheren Vereinbarung, die Russland verpflichtet, die EU zu warnen, wenn die Gefahr besteht, dass die Lieferung unterbrochen wird.

Mehr als nur Handel

Die Beziehungen zwischen der EU und Russland gehen über Handel und Energie hinaus. Seit 1991 hat die EU Russland mit rund 2,8 Milliarden Euro finanziell unterstützt. Mit der Entwicklung der russischen Wirtschaft hat die EU die direkte Hilfe in eine Teilfinanzierung von Projekten in folgenden vier Bereichen der Zusammenarbeit verändert:

  • Wirtschaft und Handel - Förderung von Handel und Investitionen durch gegenseitige Anpassung der Wirtschafts- und Regulierungssysteme
  • Freiheit, Sicherheit und Recht - Justiz und Inneres, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte in Russland
  • äußere Sicherheit - Krisenbewältigung und Nichtverbreitung von Kernwaffen und anderen Waffen sowie bilaterale und weltweite Zusammenarbeit
  • Forschung und Bildung - Innovation und kulturelle Zusammenarbeit usw.

Gegenwärtig beruht die Zusammenarbeit zwischen der EU und Russland auf einem 1997 geschlossenen Abkommen. Derzeit wird ein neuer Vertrag ausgehandelt, um die Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Investitionen und Energie zu verstärken.

Verhandelt wird auch über die Abschaffung der Visumpflicht für Reisen zwischen der EU und Russland sowie die Unterstützung der EU für Russlands Antrag auf Aufnahme in die Welthandelsorganisation.

Mehr zu den Beziehungen EU-Russland English
Energiebeziehungen zwischen der EU und Russland English

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