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Wir haben Haiti nicht vergessen - 18/02/2010

Notunterkünfte in Haiti © European Union – Foto von ECHO/Susana Perez Diaz

Kommission fordert weitere 90 Millionen Euro aus EU-Soforthilfefonds für Hilfsmaßnahmen in dem erdbebengeschädigten Land.

Über ein Monat ist vergangen, seit das Erdbeben Haiti zerstört hat. Und immer noch leben fast eine Million Haitianer in Zelten und behelfsmäßigen Unterkünften – eine besorgniserregende Situation, denn die Regenzeit mit ihren Wirbelstürmen rückt näher.

„Unsere dringendste Aufabe ist es nun, den Menschen ein Dach über dem Kopf zu geben”, erklärte Kristalina Georgieva, die neue EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe. „Und dieses Dach muss den karibischen Wirbelstürmen Stand halten können.”

Die Kommission hat das Parlament und den Rat aufgefordert, einer Bereitstellung von 90 Millionen Euro aus den EU-Soforthilfefonds zuzustimmen, um Unterkünfte zu errichten und die Gesundheitsversorgung zu gewährleisten. Die medizinische Versorgung der Bevölkerung ist eine weitere dringliche Aufgabe, denn viele Überlebende haben schwere Verletzungen erlitten.

Wird dieser Vorschlag angenommen, erhöht sich die von der EU für Haiti bereitgestellte Hilfe durch diese erneute Finanzspritze auf insgesamt 609 Millionen Euro. In diesem Betrag enthalten sind auch die Beiträge der einzelnen EU-Länder, die ebenfalls stetig ansteigen. Zu Beginn der Woche hatte beispielsweise Frankreich zugesagt, Hilfe in Höhe von weiteren 230 Millionen Euro bereitzustellen.

Des Weiteren schickt die EU 300 Militärpolizisten nach Haiti, um beim Aufbau der Unterkünfte zu helfen. Die Mitglieder dieser Polizeitruppe werden von Frankreich, Italien, Spanien, Portugal und den Niederlanden gestellt.

Die Entsendung war letzten Monat im Anschluss an einen Aufruf der Vereinten Nationen angekündigt worden. Ursprünglich sollte die Truppe die Vereinten Nationen bei der Aufrechterhaltung der Ordnung unterstützen, doch die Stimmung im Land war weitestgehend ruhig geblieben.

Hunderte EU-Sachverständige sind in Haiti vor Ort und koordinieren Spenden von Lebensmitteln, Medikamenten, Decken, Zelten, Wasser und Brennstoff. Die Hilfslieferungen werden von den Vereinten Nationen und anderen EU-Partnereinrichtungen verteilt. Dies ermöglichte beispielsweise dem finnischen Roten Kreuz, ein mobiles Krankenhaus zu eröffnen, und der britischen Oxfam-Gruppe, 15 000 Haitianer täglich mit frischem Wasser zu versorgen.

Entwicklungskommissar Andris Piebalgs kündigte an, er werde demnächst auch Haiti besuchen. Sein Hauptanliegen ist es, die Regierungsfähigkeit des Landes zu gewährleisten.

Bei dem Erdbeben im letzten Monat kamen über 200 000 Menschen ums Leben. Es entstanden Sachschäden in Milliardenhöhe. Eine Geberkonferenz ist für März in New York geplant.

Humanitäre Hilfe der EU für Haiti Englishfrançaisespañol

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