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Europäische Polizisten auf dem Weg nach Haiti - 26/01/2010

Zerstörte Gebäude in Haiti © Europäische Union – Foto von ECHO/Vicente Raimundo

Mindestens 300 Militärpolizisten aus der Europäischen Union sind nach Haiti unterwegs, um die Ordnung in dem erdbebengeschädigten Land aufrecht zu erhalten. Die Mitglieder dieser Polizeitruppe werden von Frankreich, Italien, Spanien, Portugal und den Niederlanden gestellt.

Die EU wird auch Ingenieure und Ausrüstung nach Haiti schicken, um Straßen zu räumen und bei der Verteilung von Hilfslieferungen, die über den Seeweg eintreffen, zu helfen. Haitis wichtigster Hafen wurde durch das Erdbeben stark zerstört.

Auf eine Bitte der Vereinten Nationen um Unterstützung als Ordnungskraft und bei der Hilfsgüterverteilung einigten sich die EU-Außenminister am Montag auf die Entsendung der Polizeitruppe. Die Koordinierung dieser Hilfsmaßnahmen obliegt den Vereinten Nationen. In Brüssel wird außerdem ein Büro zur Koordinierung der Unterstützung der militärischen Helfer und Sicherheitskräfte eingerichtet.

Ebenfalls am Montag kamen Vertreter von rund 20 Ländern und Organisationen, unter anderem auch der EU, in Montreal zusammen, um eine internationale Geberkonferenz zu organisieren und Prioritäten für den Wiederaufbau des Landes festzulegen.

Die EU hat bereits mehr als 400 Millionen Euro für Haiti bereitgestellt. Ungefähr die Hälfte davon sind Mitteln, die bereits anderweitig für den Karibikstaat vorgesehen waren.

Zwei Wochen nach der Katastrophe wurde die Soforthilfe auf die Hilfe für die verzweifelten Überlebenden verlagert. EU-Sachverständige in Haiti berichten über Fortschritte bei den logistischen Problemen, die die Hilfsmaßnahmen anfänglich behinderten. Doch es wird immer schwieriger, die hunderttausenden von Obdachlosen in Notunterkünften unterzubringen.

„Der Bedarf ist unvorstellbar groß, der Organisationsaufwand riesig und die Koordinierung unglaublich – aber nach und nach kommen die Dinge ins Laufen“, erklärte Susana Perez Diaz von ECHO Englishfrançais , der Generaldirektion der Europäischen Kommission für humanitäre Hilfe.

Nahezu 700 EU-Sachverständige sind in Haiti vor Ort und koordinieren Spenden von Lebensmitteln, Medikamenten, Decken, Zelten, Wasser und Brennstoff.

In der Zwischenzeit sind in Europa und der ganzen Welt Spendenaktionen für die Opfer angelaufen. So können etwa Kunden von France Telecom einen Monat lang über Textnachrichten an das französische Rote Kreuz und zwei andere wohltätige Einrichtungen spenden.

Bereits seit langem ist die EU einer der wichtigsten Geber Haitis. Letztes Jahr hat sie 7 Millionen Euro bereitgestellt, um Unterernährung und Kindersterblichkeit zu bekämpfen und das Land auf eine humanitäre Krise oder Naturkatastrophe vorzubereiten.

 

Humanitäre Hilfe der EU für Haiti Englishespañolfrançais

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