Navigationsleiste

Erdbeben in Haiti – EU koordiniert Hilfe - 21/01/2010

Mehr als 130 Millionen Euro werden für Soforthilfe und Wiederaufbaumaßnahmen bereitgestellt. Später wird dieser Betrag noch aufgestockt.

Am 12. Januar wurde Haiti von einem Erdbeben der Stärke 7,0 auf der Richter-Skala heimgesucht. Innerhalb weniger Stunden nach Bekanntwerden der Katastrophe stellte die EU bereits Soforthilfe in Höhe von 3 Millionen Euro bereit. Seither wurden weitere 27 Millionen Euro für Soforthilfe und 100 Millionen Euro für erste Rehabilitations- und Wiederaufbaumaßnahmen zur Verfügung gestellt. Die Hälfte dieser Mittel wurden neu bewilligt, die andere Hälfte wird durch neue Zweckbindung von Mitteln bestritten, die bereits für Haiti vorgesehen waren.

Weitere 200 Millionen Euro werden dann für längerfristige Rehabilitationsmaßnahmen zur Verfügung stehen. Sollte sich herausstellen, dass mehr Mittel benötigt werden, könnten diese Beträge noch aufgestockt werden. Die genannten Beiträge verstehen sich zusätzlich zu den von den einzelnen EU-Ländern bereits zur Verfügung gestellten 92 Millionen Euro.

Diese Zahlen wurden im Anschluss an eine Dringlichkeitssitzung in Brüssel bekannt gegeben, bei der auch die Entsendung europäischer Soldaten nach Haiti zur Sprache kam. Diesbezüglich wurde bisher noch keine Entscheidung getroffen. In den kommenden Wochen ist ferner eine internationale Konferenz zur Unterstützung Haitis geplant. IHier soll herausgefunden werden, wie die international geäußerte Hilfsbereitschaft in praktische Lösungen umgesetzt werden kann, erklärte Catherine Ashton English, die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik.

Die EU-Länder reagierten schnell, indem sie ihren Katastrophenschutzmechanismus aktivierten und so der Kommission die Möglichkeit gaben, die Hilfe der einzelnen Länder zu koordinieren. Such- und Rettungstrupps aus der EU sind bereits in Haiti angkommen und haben ihre Arbeit aufgenommen. Grundlegende Ausrüstungsgegenstände wie Wasserreinigungsanlagen, Feldlazarette und Zelte sind ebenfallseingetroffen.

Die Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission hat eine Einschätzung der Schäden vorgenommen und damit für die Planung von Soforthilfe und Untersützungsmaßnahmen wertvolle Informationen geliefert. Sie wird dies auch in Zukunft für die weiteren Wiederaufbaumaßnahmen tun.

Der europäische Kommissar für Entwicklung und humanitäre Hilfe, Karel De Gucht Englishfrançais, reiste diese Woche nach Port-au-Prince, um sich selbst ein Bild der Lage zu verschaffen. Dort traf er mit Vertretern der lokalen Behörden, der Vereinten Nationen und der wichtigsten Hilfsorganisationen zusammen, um vor Ort die Koordinierung der allgemeinen Soforthilfemaßnahmen zu erörtern.

Die Zahlen sind erschütternd: Schätzungen zufolge gab es 200 000 Todesopfer. Rund 250 000 Menschen benötigen dringend Hilfe, und 3 Millionen Menschen wurden von dem Erdbeben in Mitleidenschaft gezogen.

Humanitäre Hilfe der EU für Haiti English

kontrastreiche Version normale Schriftgröße Schriftgröße 200 % Seite versenden Seite drucken

 

Haben Sie die gesuchten Informationen gefunden?

Ja Nein

Wonach haben Sie gesucht?

Haben Sie Vorschläge?

Nützliche Links