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Stiller Helfer in der Not - 11/11/2008

Eine Mitarbeiterin des Amtes für humanitäre Hilfe im Gespräch mit einem irakischen Flüchtling. © EG

Obwohl die Europäische Union immer zur Stelle ist, wenn es darum geht, in Not geratenen Menschen überall in der Welt zu helfen, bleibt dies von den Medien und der breiten Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt.

"Es war am Abend, überall wüteten die Kämpfe. Ein bewaffneter Mann sagte uns, dass wir verschwinden müssen." Shamiana, ein kleines afghanisches Mädchen, und seine Familie mussten aus ihrem Heimatdorf Qarabagh fliehen, das 30 km von Kabul entfernt liegt. Nach einem mehrtägigen Fußmarsch erreichten sie ein Flüchtlingslager in Pakistan.

Das vom Amt für humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission (ECHO Englishfrançais ) vor Ort entsendete Personal verschaffte sich rasch ein Bild über den Bedarf an Soforthilfe der in riesigen Flüchtlingsströmen eintreffenden Menschen, um die verfügbare Hilfe bestmöglich verteilen zu können. In erster Linie ging es darum, den Flüchtlingen ein Dach über dem Kopf, Nahrung, medizinische Versorgung, Trinkwasser und psychologische Unterstützung zur Verfügung zu stellen sowie auseinandergerissene Familien wieder zusammenzuführen.

Schnelles Handeln ist das Grundprinzip von ECHO, das erst kürzlich 4 Millionen Euro Nothilfe für die 250 000 Menschen freigegeben hat, die von den Kämpfen in der Demokratischen Republik Kongo in die Flucht gezwungen worden sind.

Dieses Jahr hat die Europäische Union mehr als 700 Millionen Euro Englishfrançais für humanitäre Hilfe bereitgestellt. Obwohl sie damit der weltweit größte Geber humanitärer Hilfe ist, bleibt ihr Engagement der Öffentlichkeit weitgehend verborgen. Aus Gründen der Neutralität und Effizienz handelt ECHO nicht direkt, sondern unterstützt über ein Netz von Partnerorganisationen Englishfrançais Initiativen vor Ort.

Nach vier Jahren konnten Shamiana und ihre Familie in ihr Heimatdorf zurückkehren. Ihr Haus war zerstört worden und die Felder ringsum waren von Landminen durchsetzt. Die Europäische Union sorgte für Nahrungsmittelhilfe und bezahlte die Minenräumung. Außerdem erhielt die Familie Geld, um ihr Haus wieder aufbauen zu können.

In einer Welt, in der die Erbringung humanitärer Hilfe immer mehr von der Präsenz des Militärs abhängt, wird das humanitäre Personal nicht immer als neutral betrachtet und gerät immer häufiger ins Visier der Konfliktparteien.

Isabelle D’Haudt, die für ECHO vor Ort in Kabul arbeitet, lässt sich dadurch jedoch nicht entmutigen. «Durch diese Situation wird unsere Arbeit noch wichtiger. Unsere Mission sind kurzfristige, konkrete Ergebnisse. Es bleibt keine Zeit für Fehler."

Die Europäische Union leistet jährlich über 18 Millionen Menschen Hilfe – unabhängig davon, ob es sich dabei um Opfer von bewaffneten Konflikten, Naturkatastrophen oder klimatischen Extremverhältnissen handelt.

Auch bei der weltweiten Armutsbekämpfung steht sie an erster Stelle. In diesem Zusammenhang richtet sie vom 15. bis 17. November in Straßburg die Europäischen Entwicklungstage Englishfrançais aus.

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