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Globale Herausforderungen auf der Tagesordnung des EU-USA-Gipfels - 11/06/2008

Kommissionspräsident José Manuel Barroso, US-Präsident George W. Bush und der slowenische Ministerpräsident Janez Janša

Die EU-Spitzen trafen sich am 10. Juni mit US-Präsident Bush zu Gesprächen über Handel, Klima, Energie und Außenpolitik in Brdo (Slowenien).

EU und USA stehen vor drängenden Herausforderungen – Klimawandel, Öl- und Nahrungsmittelkrise –, die viel besser angegangen werden können, wenn beide Weltregionen Hand in Hand arbeiten.

So standen auch die Auswirkungen des Klimawandels, die steigenden Ölpreise und die Unsicherheiten bei der Energieversorgung der weltweit führenden Wirtschaftsmächte auf der Tagesordnung. Die Staats- und Regierungschefs räumten Verkehr und Energie mit geringen CO2-Emissionen und neuen, „grünen“ Technologien oberste Priorität ein.

Die EU hofft auf eine rege Zusammenarbeit mit den USA und auf deren verstärkten Einsatz bei der Bekämpfung des Klimawandels. Kommissionspräsident Barroso sagte, die EU setze große Erwartungen in eine in Kopenhagen 2009 festzulegende Folgeregelung für den Klimaschutz nach Kyoto.  EU und USA würden damit ein Beispiel für die ganze Welt setzen. Präsident Bush jedoch wartet noch darauf, dass sich China und Indien in den weltweiten Kampf gegen den Klimawandel einschalten.

Die Zusammenarbeit der EU mit den USA English (en) español (es) français (fr) ist trotz gelegentlicher Differenzen – zum Beispiel bei der Frage der Todesstrafe oder bei den Grenzwerten für CO2-Emissionen – zufriedenstellend. Sowohl Barroso als auch Bush, der zum letzten Mal an einem EU-USA-Gipfel teilnahm, wiesen auf die Bedeutung guter Beziehungen zwischen der EU und den USA hin: Mit vereinten Kräften ließe sich ihre gemeinsame Position in der Welt stärken, wodurch andere Länder, zum Beispiel Entwicklungsländer, besser unterstützt werden könnten.

Ein Ergebnis des Gipfels wird all diejenigen freuen, die regelmäßig die USA bereisen: Europäer benötigen in Zukunft vermutlich kein Visum mehr. Zurzeit gilt die Visa-Befreiung nur für 15 EU-Länder (14 der „alten“ Mitgliedstaaten plus Slowenien). Die EU strebt eine Gleichbehandlung aller 27 Mitgliedstaaten bei den Einreisebestimmungen an – bisher verlaufen die Gespräche positiv.

Im letzten Jahr schlossen die EU und die USA eine Handelsvereinbarung, mit der transatlantische Handelsbeziehungen und Investitionen gefördert werden sollten. Schätzungen zufolge sparten europäische und amerikanische Unternehmen durch diese Vereinbarung bis jetzt ungefähr 6,5 Milliarden Euro ein.

Mehr erfahren Sie in der nach dem Gipfel veröffentlichten gemeinsamen Erklärung Englishfrançaisslovenščina.

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