Navigationsleiste

Ein Plädoyer für Europa - 11/09/2013

Präsident Barroso

In seiner Rede zur Lage der Union 2013 forderte Kommissionspräsident Barroso „alle, denen Europa am Herzen liegt – unabhängig von politischer oder ideologischer Überzeugung oder Herkunftsort“ eindringlich zur Fürsprache für Europa auf.

Genau fünf Jahre nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers erinnerte der Präsident daran, was seither alles erreicht wurde. „Rückblickend kann ich sagen, dass wir es vor fünf Jahren niemals für möglich gehalten hätten, dass wir es gemeinsam schaffen könnten, Europa vereint durch die Krise zu führen,“ so sein Fazit. „Jetzt stellt sich allerdings die Frage, wie wir damit umgehen. Würdigen wir unsere Errungenschaften oder spielen wir sie herunter? Schöpfen wir daraus Mut, um unsere bisherigen Bemühungen fortzusetzen, oder relativieren wir unsere Erfolge?“

Der Präsident verwies auf eine Reihe aktueller Zahlen und Entwicklungen, die Europa triftige Gründe zur Zuversicht geben. „Für Europa ist die wirtschaftliche Erholung in Sichtweite“, erklärte Barroso. „Natürlich ist weiterhin Wachsamkeit geboten. Es zeigt sich aber, dass wir auf dem richtigen Kurs sind. Dies sollte uns ein Ansporn sein, unsere Anstrengungen mit unverminderter Kraft fortzusetzen. Das sind wir all jenen schuldig, für die der Konjunkturaufschwung noch nicht in greifbarer Nähe ist, und all jenen, bei denen die positiven Entwicklungen noch nicht angekommen sind. Und das schulden wir auch den 26 Millionen Bürgerinnen und Bürgern, die zurzeit ohne Arbeit sind.“

Präsident Barroso forderte mehr europäische Integration angesichts globaler Entwicklungen: „In einer Welt, in der sich grundlegende geowirtschaftliche und geopolitische Veränderungen vollziehen, können wir meiner Überzeugung nach nur gemeinsam, als Europäische Union, sicherstellen, dass sich die Erwartungen unserer Bürgerinnen und Bürger erfüllen: Dass unsere Werte, unsere Interessen und unser Wohlstand im Zeitalter der Globalisierung geschützt und gefördert werden.“

Für Präsident Barroso läuft die in ganz Europa geführte Debatte letztlich auf eine zentrale Frage hinaus: „Wollen wir Europa verbessern oder geben wir es auf?“

„Darauf habe ich eine klare Antwort“, fuhr Barroso fort: „Engagieren wir uns! Und wenn euch Europa, so wie es ist, nicht gefällt – verbessert es! Natürlich ist die EU – wie alles Menschenwerk – nicht perfekt. Beispielsweise werden die Meinungsverschiedenheiten über die Arbeitsteilung zwischen Mitgliedstaaten und EU nie ganz ausgeräumt werden können. Nicht jede Frage muss auf europäischer Ebene gelöst werden. Europa muss sich auf die Bereiche konzentrieren, in denen es den größten Zusatznutzen bewirken kann. Wo dies nicht der Fall ist, braucht es sich nicht einzumischen. Die EU sollte sich in großen Fragen stark engagieren und in kleineren Fragen zurückhalten.“

Gleichzeitig machte der Präsident sehr deutlich, dass die Arbeit zur Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion so wichtig bleibt wie eh und je: „Es gibt zentrale Bereiche, in denen Europa mehr Gemeinsamkeit und mehr Einigkeit an den Tag legen muss, wo nur ein starkes Europa wirklich etwas bewirken kann. Unser langfristiges Ziel muss eine politische Union sein. Das ist nicht nur die Forderung eines leidenschaftlichen Europäers. Nur so können wir wirklich Fortschritte erzielen und die Zukunft Europas sichern.“

Rede zur Lage der Union im Jahr 2013 von Kommissionspräsident Barroso

Video der Rede zur Lage der Union 2012 Englishfrançais

Schreiben an den Präsidenten des Europäischen Parlaments Martin Schulz pdf - 302 KB [302 KB] English (en) von Kommissionspräsident Barroso

Videovorschau English (en)

Verfolgen Sie live das Euronews-Interview mit dem Präsidenten English (en) und das Google+ Hangout mit Bürgerinnen und Bürgern morgen, 12. September, ab 20.30 Uhr:

kontrastreiche Version normale Schriftgröße Schriftgröße 200 % Seite versenden Seite drucken

 

Haben Sie die gesuchten Informationen gefunden?

Ja Nein

Wonach haben Sie gesucht?

Haben Sie Vorschläge?

Nützliche Links