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Willkommen, Kroatien! - 01/07/2013

Feuerwerk am Grenzübergang zwischen Kroatien und Slowenien © Reporters

Kroatien ist der EU als 28. Land beigetreten. Der offizielle Festakt fand am 30. Juni in Zagreb statt; die Menschen feierten dort bis spät in die Nacht.

Noch vor 20 Jahren kämpfte Kroatien für seine Unabhängigkeit vom damaligen Jugoslawien. Vor einem Jahrzehnt beantragte das Land die EU-Mitgliedschaft. Heute schließt es sich 27 anderen Ländern in einer politischen und wirtschaftlichen Union an, die 1958 gegründet wurde.

Der Weg zum EU-Beitritt

Vor seinem Beitritt zur EU musste Kroatien viele seiner Vorschriften und Verwaltungsverfahren an die der EU anpassen. Beispielsweise hat das Land sein Justizsystem gründlich reformiert und seine Verfassung geändert, um die Unabhängigkeit der Staatsanwälte zu gewährleisten. Außerdem hat die Regierung ein Gremium zur Korruptionsbekämpfung eingesetzt.

Weitere Reformen galten der Festsetzung von Grenzwerten für Treibhausgasemissionen und der Anpassung der Lebensmittelsicherheitsnormen.

Was bringt der Beitritt den Kroaten?

Alle Kroaten sind jetzt Bürger der EU. Wenn sie in einem anderen EU-Land erkranken, haben sie Anspruch auf die gleiche Gesundheitsversorgung wie Einheimische. Bei Problemen mit einer Online-Bestellung gelten für sie die EU-Verbraucherschutzregeln. Und die Roamingtarife für Kroaten, die aus dem EU-Ausland zuhause anrufen, sind jetzt viel niedriger.

Was die Unternehmen betrifft, so können diese nun Kapital zwischen Kroatien und anderen EU-Ländern transferieren und von Vorschriften zur Erleichterung grenzüberschreitender Zahlungen profitieren. Kroatische Unternehmen können sich jetzt wie ihre Konkurrenten aus der EU um öffentliche Aufträge in der gesamten EU bewerben. Und kroatische Kleinunternehmen haben nun Zugang zu einer Finanzierung durch die Europäische Investitionsbank.

Kroatien steht jetzt der Weg zu Mitteln des regionalen Entwicklungsfonds der EU offen. Die Struktur- und der Kohäsionsfonds der EU werden dem Land dabei helfen, in Forschung und Innovation, kleine Unternehmen, nachhaltige Beschäftigung und Initiativen zum Abbau von Qualifikationsdefiziten und zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zu investieren.

Die Mittelvergabe wird von der Europäischen Kommission verwaltet. Wenn kroatische Bürger oder Unternehmen eine Beschwerde gegen die Kommission – oder eine der anderen Institutionen und Einrichtungen der EU – einreichen, wird diese vom Europäischen Bürgerbeauftragten untersucht.

Kroatien im Überblick

Kroatien ist ein kleines Land mit fast viereinhalb Millionen Einwohnern, das an Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Serbien, Slowenien und Ungarn grenzt. Es hat über 1 200 Inseln und Inselchen, von denen nur 48 ständig bewohnt sind. Die Währung ist derzeit der Kuna, doch Kroatien wird den Euro einführen, sobald es die Kriterien in Bereichen wie Preisstabilität, öffentliche Finanzen und Wechselkursstabilität erfüllt.

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